Mittwoch, 26. April 2017

Das verlorene Medaillon - Ellen Marie Wiseman

Roman    



** Das verlorene Medaillon **

von

~~ Ellen Marie Wiseman ~~



Historischer Roman
448 Seiten
erschienen im
PIPER Verlag



Klappentext
lt.Verlag
Eine ergreifende Geschichte über den Sieg von Liebe und Mut über Unrecht und Gier 

Angesichts des Elends, das in der Bergarbeiterstadt Coal River herrscht, ist Emma Malloy fassungslos. Selbst Waise, geht ihr besonders das Schicksal der Kinder zu Herzen, die halb verhungert und unter Lebensgefahr in den Kohlenminen schuften müssen. Gegen den Willen ihrer wohlhabenden Verwandten, bei denen Emma seit dem Tod ihrer Eltern lebt, verteilt sie heimlich Nahrungsmittel an die Ärmsten und bringt den Kindern Lesen und Schreiben bei. Eines Tages trifft sie dabei auf den Arbeiter Clayton Nash, der sie vor der Kohlekompanie warnt, denn die duldet keine Einmischung.


Meine Meinung
Mit der Hauptprotagonistin Emma Malloy hat die Autorin wieder ein sehr gutes Gespür bewiesen, um diese Person entstehen zu lassen. Wie schon in ihrem Roman *Die dunklen Mauern von Willard State* gelingt es ihr hervorragend einem die handelnden, starken Frauen, sehr nahe zu bringen. Man leidet förmlich mit ihnen, man freut sich mit ihnen, geht durch alle Höhen und Tiefen, sowas mag ich sehr an Geschichten, wenn man der Person extrem nahe kommt.
Ich finde, das macht einen Großteil der Erzählungen und des Schreibstils von Ellen Marie Wiseman aus.
In diesem Roman kommt noch das Leid der Kinder hinzu, die völlig abgemagert, kraftlos und unter unwürdigen Bedingungen unter Tage, in den Kohleminen, schuften müssen. Das lässt einem beim Lesen nicht kalt. Doch Emma, die ja selbst ein schweres Schicksal zu tragen hat, nimmt sich den Schwächsten der Schwachen an und bereitet sie auf ein anderes, besseres Leben vor. 
Ein kleiner Minuspunkt ist, das sich ab und an einige Passagen in die Länge zogen, wo man vielleicht die Handlungsstränge hätte enger knüpfen können, aber ansonsten, ist es wieder ein schöner Roman geworden und ich freue mich auf weitere Bücher von Ellen Marie Wiseman.

Samstag, 22. April 2017

Keine Leiche, kein Problem 2 - Per Sander



Krimi-Staffel 2


  ** Keine Leiche, kein Problem **

Staffel 2

von

~~ Per Sander ~~



Krimi
261 Seiten



Klappentext
lt.amzon.de

Menschen sterben immer.
Das alte Bestattersprichwort passt hervorragend zum pragmatischen Duisburg.
Manchmal dauert das mit dem Sterben nämlich so lang …
Das neue Leichenentsorgungsbusiness läuft gut für Nergiz und Patrick – vielleicht ein wenig zu gut, denn selbstverständlich machen sie sich damit nicht nur Freunde. Doch die beiden sind zu beschäftigt, um alle eventuellen Katastrophen durchzuspielen, die ihr Job mit sich bringen kann. Ist sowieso hinfällig, denn wie immer kommt es ganz anders …
Währenddessen wird Immo Menne für seine Verhältnisse geradezu emotional. Langsam nagt es an seiner eisernen Selbstbeherrschung, dass sein wohlgeplanter Rachefeldzug nur daran scheitert, Frank nicht zu finden. Dabei will er den ehemaligen Bikerboss bloß auf eine der vielen schmerzhaften Varianten töten, die er sich in jeder freien Minute ausmalt. Nichts also, was ein dermaßen langwieriges Versteckspiel rechtfertigen würde.
Die neue Führungselite der Road Warriors ist von Immos Plan weniger begeistert. Das lästige Leichenentsorgen können ruhig andere übernehmen, aber um Verräter des Clubs kümmert man sich gefälligst intern – und mit Frank haben sie Dinge vor, die sich selbst Immo nicht zu denken trauen würde.
Ach ja, Frank.
Was ist eigentlich mit Frank?



Meine Meinung
Endliiiiiiiiiiiiiich ist Staffel 2 erschienen, nach dem Cliffhanger, am Ende von Band 1, konnte ich es kaum abwarten und ich muss sagen, das Warten hat sich definitiv gelohnt.
Gleich auf den ersten Seiten war ich wieder mittendrin und alle mir bekannten Personen waren auch wieder mit von der Partie. Patrick und Nergiz betreiben immer noch ihren florierenden Leichenbeseitigungshandel und es wird sogar Kundenakquise betrieben, um neue Möglichkeiten aufzutun die leidigen Toten zu entsorgen. Flüssig zu lesen ist die gesamte Story und gespickt mit extrem schwarzem Humor, ich habe oftmals lauthals lachen müssen. Die Ausdrucksweise passt sich sehr gut dem Ruhrpott-Charme der handelnden Personen an, da hat der Autor wieder feine Eigenheiten der Charakterzüge eingebaut. Und wie endet das Buch? Natürlich wieder mit einem recht fiesen Cliffhanger. Zum Glück müssen wir ja, laut Autor, nicht ewig auf Band 3, und somit auf das Ende, warten.
Ein Rat meinerseits: Ich würde, durch die Anzahl der vielen Personen, deren Vorgeschichten und dem damit verbundenem Überblick, wirklich dazu raten, den ersten Band zu lesen, sonst schnallt man gar nichts und hat an diesem Buch keinen rechten Spaß, trotz des Rückblicks am Anfang des Buches.


~ Lesenwerte Link´s ~

Seite des Autor´s 

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Link zu meiner Rezension von Staffel 1

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Mittwoch, 19. April 2017

So kalt der Tod - Luca D´Andrea




** So kalt der Tod **

von 

~~ Luca D´Andrea ~~


480 Seiten
Thriller
erschienen am
06. März 2017
im
DVA Verlag



Klappentext
lt.amazon.de

Südtirol, 1985. Tagelang wütet ein gewaltiges Gewitter über der Bletterbach-Schlucht. Drei junge Einheimische aus dem nahegelegenen Siebenhoch kehren von einer Wanderung nicht zurück – schließlich findet ein Suchtrupp ihre Leichen, aufs Brutalste entstellt. Den Täter vermutet man im Bekanntenkreis, doch das Dorf hüllt sich in eisiges Schweigen. 
Dreißig Jahre später beginnt ein Fremder unangenehme Fragen zu stellen. Jeder warnt ihn vor den Konsequenzen, allen voran sein Schwiegervater, der die Toten damals gefunden hat. Doch Jeremiah Salinger, der seiner Frau in ihr Heimatdorf gefolgt ist, lässt nicht locker – und wird schon bald seine Neugier bereuen. Ein Fluch scheint alle zu verfolgen, die sich mit den Morden beschäftigen. Ist dort unten am Bletterbach etwas Furchtbares wieder erwacht? Etwas, so uralt wie die Erde selbst.





Meine Meinung

Ein Thriller (oder doch eher ein Krimi?) der mich eigentlich sehr gut unterhalten hat, wenn da nur nicht die vielen Namen gewesen wären, mal wird nur der Vorname, dann nur der Nachname erwähnt, zum Glück hatte ich mir schon vorher Notizen gemacht, da ich mich und meinen Namensüberblick kenne. Das hat mich oftmals verwirrt, tat der Story aber keinen Abbruch.
Da die Kapitel recht kurz gehalten wurden, flog ich förmlich durch die Geschichte, was auch den eigenwilligen, von mir aber positiv gemeinten, Schreibstil des Autors ausgemacht hat. Gerade als ich das Gefühl hatte, die Geschichte wird etwas ruhiger, zack, hat der Autor wieder an der Spannungsschraube gedreht.
Luca D´Andrea hat die Natur so ausdrucksstark und wundervoll beschrieben, das ich direkt Lust bekomme den nächsten Urlaub in den Bergen zu verbringen. Diese Ausführungen haben mir sehr gut gefallen, hinzu kommen noch die Rückblenden, die sich gut eingefügt haben.
Durch den ICH-Charakter kommt man dem Hauptprotagonisten Salinger sehr nah und auch die restlichen Personen sind authentisch und sympathisch.
Dieses Buch hat von allem irgendwie etwas: ein bisschen Grusel, ein bisschen Mystik, Spannung, verschrobene Dorfbewohner, eine ungewöhnliche Geschichte und ein völlig überraschendes Ende.
Auf alle Fälle sehr lesenswert !!!