Donnerstag, 27. Juli 2017

Sebastian Cohen - Ohne Ausweg




~~ Leseprobe ~~


*Ohne Ausweg*
von 
~ Sebastian Cohen ~


Ein Duke-Roman
Band 2
erscheint am
28. Juli 2017



Klappentext
Wie ein Schwerverbrecher sitzt Duke in Handschellen gefesselt auf der Rückbank eines Polizeiwagens. Warum liegt gegen ihn ein Haftbefehl vor? Ist man ihm letztlich doch auf die Schliche gekommen und sucht ihn im Zusammenhang mit den mysteriösen Todesfällen in Keene? Und was ist mit Rachel passiert? Das sind nicht die einzigen Fragen, die ihn beschäftigen. Eben noch befand er sich auf der Straße der Sieger, um ungebremst die Welt zu entdecken. Doch plötzlich scheint das in weite Ferne gerückt zu sein, denn das Schicksal hat etwas anderes mit ihm vor. Die Realität holt ihn zurück auf den Boden der Tatsachen und er findet sich an dem Ort wieder, an dem er sich als Letztes auf dieser Welt aufhalten wollte. Obwohl Duke dachte mit seiner Vergangenheit abgeschlossen zu haben, holt ihn diese wieder ein und ein neuer Name erscheint auf seiner Liste. Eine Liste, auf der niemand stehen will!
 Der 2. Teil der Duke-Reihe startet so turbulent und spannungsgeladen wie der 1. Teil „Ohne Warnung“ geendet hat. Der Leser wird erneut auf eine spannende Reise quer durch die USA mitgenommen und weiß nie, wohin diese Reise ihn führen wird. Trotz der Niederlagen und Rückschläge, die Duke durchleben muss, behält er sich die Neugier auf das Leben, ist offen für Herausforderungen und schmiedet neue Pläne. Er lässt sich nicht davon abhalten, seinen Traum, der so abrupt auf dem Polizeirevier geendet hatte, wieder aufzunehmen und hinauszuziehen, um sich in neue und gefährliche Abenteuer zu stürzen. Niemand kann ihn aufhalten, oder doch?

 Cohen schafft es verblüffend schnell, den Leser in die enge Nähe des Hauptdarstellers zu bringen und eine Art Vertrautheit zu erzeugen. Der Leser ist ganz nahe am Geschehen und die Story ist an keiner Stelle langweilig oder wird künstlich in die Länge gezogen. Wer Duke einmal kennengelernt hat, wird ihn nicht mehr vergessen.“
Jimmy Gee, deutscher Rockmusiker




Leseprobe
Duke konnte nicht fassen, was hier gerade abging. Er saß wie ein Schwerverbrecher in Handschellen gefesselt auf der Rückbank eines Polizeiautos, ohne seine persönlichen Dinge. Nicht einmal sein Telefon hatte er mehr. Eben noch saß er mit Rachel im Wohnmobil, segelte den Highway entlang und hatte die beste Zeit seines Lebens. Der Cop schwieg. Einzig der Polizeifunk krächzte unverständliche Codes, die Dukes Nervenbahnen zusätzlich verknoteten. Nachdem er sich vom ersten Schock der Verhaftung soweit erholt hatte, versuchte er den Wust der sich überschlagenen Gedanken zu ordnen. Noch konnte er sich keinen Reim darauf machen, warum er mit einem Haftbefehl gesucht wurde. Hier konnte nur eine Verwechslung vorliegen. Gleicher Name, ähnliches Alter. Ja, das musste es sein. Doch dann dachte er an Rachel. Was wird sie jetzt von ihm denken, was wird sie unternehmen? Kommt sie ihm überhaupt hinterhergefahren? Duke drehte sich um und schaute aus dem Rückfenster des Wagens, doch das Wohnmobil war nirgends zu sehen. Okay, sie wird sicher zur nächsten Polizeistation fahren und sich erkundigen, wo er festgehalten wird, versuchte er sich zu beruhigen. Seine Welt geriet schon wieder in eine Schieflage. Gerade erst hatte er Rachel gefunden, alles lief hervorragend und plötzlich ging alles wieder den Bach herunter. Es war zum Verzweifeln. Und was hatte dieser Haftbefehl wirklich zu bedeuten?
Ist man ihm irgendwie auf die Schliche gekommen? Duke schüttelte leicht den Kopf. Unmöglich, er war zu vorsichtig um Spuren zu hinterlassen. All die Dinge, die in Keene passierten, waren Unfälle. Trotzdem er sich einredete sicher zu sein, fragte seine kreative Hirnhälfte ein wenig zu vorlaut nach, warum er dann in Handschellen spazieren fährt. Je länger die Fahrt dauerte, umso flauer wurde sein Magengefühl. Sein dringendes Bedürfnis, aufs Klo zu müssen, war mittlerweile verschwunden. Langsam kroch ihm die Angst den Rücken hoch und er fing auf einmal an heftig zu schwitzen. Seine anfängliche Sicherheit, dass er hier nur wegen einer Verwechslung in Problemen steckte, wich immer mehr dem Gefühl, dass man ihn wegen den Vorfällen in Keene geschnappt hatte.
***
Keine zehn Minuten später wurde er unsanft in ein Polizeirevier geführt. Ein weiteres Mal wurden ihm seine Rechte vorgelesen und endlich erklärte man ihm, warum er verhaftet worden war. Duke wusste nicht, ob er lachen sollte oder wegen solch einer Dummheit mit dem Kopf auf die Tischplatte hämmern sollte. Ohne einen weiteren Kommentar wurde er anschließend in eine sanft nach Kotze stinkende Zelle gesteckt. Vorher hatte man ihn gründlich gefilzt und ihm alles abgenommen, womit er sich hätte erhängen können. Duke kochte innerlich. Das alles war so unnötig, was man hier mit ihm veranstaltete. Erneut hatte er einen dummen Fehler begangen. Er, der doch immer alles so genau plante. Diese Nachlässigkeit war mehr als ärgerlich. Wie konnte er sich selbst so ein Bein stellen?
Nach einer gefühlten Ewigkeit wurde Duke wieder aus der Zelle geführt, um seine Daten polizeilich aufzunehmen. Das volle Programm. Duke machte sich keine Sorgen, was sollte ihm schon großartig passieren? Rachel würde kommen und ihn auf Kaution rausholen. Im Film war es jedenfalls immer so. Während man ihm seine Fingerabdrücke abnahm, wollte er nach seinem Recht auf ein Telefongespräch fragen, doch dann fiel ihm ein, dass er sein Telefon ja nicht bei sich hatte. Dummerweise hatte er Rachels Nummer nicht im Kopf. Diese Erkenntnis war niederschmetternd. Was nun? Seine Eltern konnte er ja schlecht anrufen. Während er noch über diese Probleme grübelte, wurde er wieder zurück in die Zelle gesteckt. Stunden vergingen, und Rachel hatte sich immer noch nicht blicken lassen. Was kann so schwer sein, ihn zu finden? Sorgen machten sich in ihm breit, dass ihr in der Aufregung etwas zugestoßen sein könnte. Er befand sich in einer hilflosen Situation, da er weder wusste, was mit ihr war, noch was mit ihm passieren würde. Ereignislos verging der Rest des Nachmittags. Der einzige Höhepunkt war das geschmacklose Essen, das man ihm in die Zelle brachte. Sonst kümmerte sich niemand um ihn.
Es blieb ihm nichts weiter übrig, als zu warten. Jetzt lag es in den Händen der Cops, wie es mit ihm weiterging. In dieser Nacht schlief er schlecht. Immer wieder drehten sich seine Gedanken um Rachel. Dass er selbst bis zum Hals in Problemen steckte, war für ihn in diesem Moment zweitrangig.



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~ Buchtrailer ~











Mittwoch, 26. Juli 2017

Besondere Umstände - Gabriela Kasperski




** Besondere Umstände **

von

~ Gabriela Kasperski ~


Krimi
Band 2 der Schnyder & Meier Reihe
536 Seiten
Neuausgabe erschien
Überarbeitet im Mai 2017
bei Storybakery





Kurz zur Geschichte
(lt. Verlagsseite)
Zita Schnyder hat ihren Master in Psychologie soeben mit Bestnote bestanden. Eine Frau, die ihr Leben im Griff hat – oder hatte, bis sie sich verliebte: in Werner Meier, einen Polizisten in der Midlifecrisis. Da wird aus der Geburtsabteilung des Waldstädter Krankenhauses ein Baby entführt. Zita, die dort in derselben Nacht ihren Sohn Finn geboren hat, ist entsetzt. Noch im Wochenbett stellt sie Nachforschungen an, die sie zu ihrem Geburtsvorbereitungskurs «MamYoga» führen. Meier ist derweil komplett überfordert – von Zitas Ungeduld, von seinen Vatergefühlen und ganz besonders vom Fall des entführten Babys. Trotz Protest von allen Seiten tritt er in den Ausstand und konzentriert sich auf die tote Sozialarbeiterin Ruth Haldimann. Pech nur, dass beide Fälle zusammenhängen und Ruth Haldimann nicht wegen ihrer Arbeit mit jugendlichen Ausländern, sondern wegen ihrer früheren Tätigkeit beim Amt für Adoption ermordet wurde. Als dann auch noch Baby Finn entführt wird, liegen die Nerven blank – Zita und Meier tun alles, um ihren Sohn wiederzufinden.




Meine Meinung 
Dies ist zwar der zweite Band der Serie um Zita Schnyder und Werner Meier, kann aber beruhigt auch als "stand alone" gelesen werden. Mich hat das diesmal nicht gestört. 
Neben dem eigentlichen Fall wird ein Großteil der Geschichte von Zita und Werner betrieben. Die Beiden könnten unterschiedlicher nicht sein, aber vielleicht genau deswegen, passen und ergänzen sie sich hervorragend. 
Eindringlich und sehr bewegend wird auch erwähnt, wie sich die Frauen fühlen die sich nichts sehnlicher als ein Baby wünschen und wie skrupellose Agenturen diesen Drang und Herzenswunsch ausnutzen. Hier kamen mir einige Frauen aber auch sehr gutgläubig vor, da hätten sie mir ab und an etwas kritischer sein können. Die düstere und beklemmende Atmosphärisch passt sehr gut zum Thema und dem Verlauf der Geschichte, diese Aspekte sind sehr gut gelungen und tragen zum Einfühlen in die Notlage der Frauen hervorragend bei. 
Die Autorin gibt selbst den kleinsten Nebenfiguren Platz um sich dem Leser verständlich zu zeigen und so wurde die Story rund und auch sehr vielschichtig.
Gabriela Kasperski hat einen gut zu lesenden Schreibstil und lässt mehrere Handlungen nebeneinander laufen, ohne das ich als Leserin den Faden verloren habe. Vom Thema her ist dies kein Buch, welches man nach dem Lesen der letzten Seite einfach zuklappt und es morgen schon wieder vergessen hat.




Fazit
Ein spannender Plot, der an einigen Stellen ruhig etwas kürzer hätte sein können, aber mit einem Thema welches sehr aufwühlt und einen beklemmenden Lese-Eindruck hinterlässt. 




~ Interessante Link´s ~

klick --- > Storybakery - Verlag <--- klick

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Sonntag, 23. Juli 2017

Der Hirte - Ingar Johnsrud





** Der Hirte **

von

~~ Ingar Johnsrud ~~



Norwegen-Thriller
512 Seiten
Band 1 der Trilogie 
mit Fredrik Beier
erschienen
am 26. Juni 2017
im Blanvalet-Verlag
(Randomhouse)




Kurz zur Geschichte
(lt.Verlagsseite)
Die Tochter der einflussreichen Politikerin Kari Lise Wetre wird vermisst – ein Routinefall für Hauptkommissar Fredrik Beier. Doch kurz darauf wird Beier nach Solro beordert, einem alten Hof vor den Toren Oslos. Fünf Männer wurden auf dem Sitz der christlichen Sekte »Gottes Licht« grausam abgeschlachtet. Das Gelände des Hofs ist ausgestattet wie ein Hochsicherheitstrakt, und im Keller des Gebäudes stoßen die Ermittler auf ein Labor, das auf monströse Experimente hinweist. Von den restlichen Mitgliedern der Sekte fehlt jede Spur, unter ihnen die vermisste Annette Wetre.




Meine Meinung
Ein Thriller-Debüt welches mich als Leserin leider sehr überfordert hat. Der Fall klingt eigentlich spannend und die Hintergründe auch, aber der Autor Ingar Johnsrud hat mir hier zu viele Themen angeschnitten und versucht zu verarbeiten. So gab es für mich keinen richtigen roten Faden, der sich durch die Geschichte gezogen hat. Viele Sprünge von Personen und Örtlichkeiten, wo zu Beginn eines neuen Kapitels nicht gleich klar war, wer mit wem worüber spricht. Einige Abschnitte waren für mich völlig aus dem Zusammenhang gerissen. So kam auch kein Lesefluss zustande und der Reiz, unbedingt weiterlesen zu müssen, verflog von Kapitel zu Kapitel. Zudem verliert sich der Autor auch in vielen Belanglosigkeiten, aber dort wo es angebracht gewesen wäre, genauer hinzuschauen und es etwas ausführlicher angehen zu lassen, da wurde leider gespart. Die handelnden Personen, selbst der Hauptcharakter Fredrik Beier, blieben mir zu blass und zu fremd. Hier hätte ich mir gerne mehr Nähe und persönlichere Einblicke gewünscht. 
Etwas positives gibt es trotzdem zu berichten und das möchte ich auch nicht unerwähnt lassen, spannend, gut beschrieben und nicht gerade schonend, werden die Taten erzählt, die in der Geschichte begangen wurden. Hier blitzte das Können des Thriller-Autors durch, welches diesem Buch stellenweise sehr gut getan hat.




Fazit
So gerne ich skandinavische Lektüre lese, aber dieser Thriller-Auftakt zu einer Trilogie konnte mich leider nicht ganz überzeugen. Der Autor hat zuviel gewollt und somit kam für mich als Leserin eine Geschichte zustande, die mir zu sprunghaft und zu unübersichtlich wurde.