Montag, 29. Februar 2016

Neuntöter - Ule Hansen

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*Neuntöter*
von
~ Ule Hansen ~


Kurz zur Geschichte:
Mitten in Berlin, in einem "falschen Haus" (hier wird eine riesige Plane mit einer Hausfront bedruckt, aber dahinter befindet sich nur eine Gerüstkonstruktion) , werden mehrere Leichen gefunden, die mit Panzertape eingewickelt sind und dort wie in einem Kokon baumeln. Die Fallanalytikerin Emma Carow und ihre Kollegen bekommen diesen Fall. Welchen Hintergrund haben der/die Täter die Leichen so zu drapieren und einzuwickeln? Wird es noch mehr Leichen geben, denn Emma scheint eine eigenartige Theorie erkannt zu haben, die die Täter verfolgen könnten. Hinzu kommen noch interne Machtkämpfe zwischen Emma und einem Kollegen und ihre Alleingänge, die sie immer wieder in Gefahr bringen. Zudem kämpft sie innerlich mit wirren Gedanken, da ihr Vergewaltiger wieder auf freiem Fuß ist und sie auf Rache sinnt, aber wie? Werden Leben gerettet werden können, oder nehmen die Morde zu? 


Meine Meinung:
Mit Emma Carow haben die beiden Autoren einen Charakter geschaffen, der mich als Leserin, manchmal in den Wahnsinn getrieben hat. Einmal findet man sie sympathisch, dann irritiert sie einen mit ihren wirren Gedanken und Vorstellungen, dann leidet man mit ihr wenn sie an ihre Vergewaltigung zurückdenkt und dann versteht man sie wieder nicht, wenn sie ihre gefährlichen Alleingänge in Angriff nimmt.Sehr gewöhnungsbedürftig fand ich am Anfang auch die kurzen abgehackten Sätze, oder manchmal auch nur ein Wort. Da fühlte ich mich gehetzt beim Lesen. Dann wieder wird beschrieben was Emma gerade macht und nach einigen Sätzen wird man aufgeklärt, das sie dies doch nicht gemacht hat, sondern sich nur vorgestellt. Oftmals war es einfach von allem ein bisschen zu viel des Guten. Keine Ahnung ob das daran liegt, dass das Buch von zwei Personen geschrieben wurde.Aber es gab auch einige Szenen wo ich mit Emma gelitten habe und wo man vielleicht etwas nachvollziehen kann, warum sie so ist, wie sie ist und was sie tut. Vor allem als ihre Vergewaltigung Thema wird und man als Leserin mitbekommt, was ihr angetan wurde und die schwerwiegenden Folgen daraus. Etwas übertrieben hingegen finde ich wieder die internen Machtkämpfe zwischen Emma und ihrem Kollegen Felix, diese stehen in keiner Relation zur Position die beide haben wollen, nämlich der Schwangerschaftsvertretung der Abteilungsleiterin. Man könnte Wunder denken, um was für eine aufstrebende Position es geht.Das letzte Kapitel wartet noch mit einem Ende auf, wo Emma endlich mal was tut, was man verstehen kann und wo sie Größe und Stärke beweist.

Das Buch bekommt von mir:  Sterne 

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