Samstag, 10. Dezember 2016

Dort unten stirbst Du - Moe Teratos



*** Dort unten stirbst Du ***
von
~ Moe Teratos ~



260 Seiten
Horror
erschienen am 27. Oktober 2014
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform




Kurz zur Geschichte
Die Schwestern Jana und Polly könnten unterschiedlicher kaum sein. Polly ist die Schöne und von den Eltern bevorzugte, Jana die Moppelige und Trottelige die sich meist im Hintergrund hält. Beide Frauen arbeiten in der elterlichen Konditorei, bis eines Tages etwas schreckliches passiert und die eine ihr Leben für die andere auf´s Spiel setzt.



Meine Meinung
Ich hatte ja schon viiiiiiele begeisternde Meinungen zu diesem *harten Stoff* gehört und auch gelesen, deswegen dachte ich, komm das kaufe ich mir auch mal, kann ja nicht so schlecht sein.
Die Story an sich fand ich etwas zu normal und die Charaktere konnten mich auch nicht so richtig an sich reißen. Jana "erfüllte das Klischee" einer übergewichtigen jungen Frau, die in ihrem Leben nie mehr einen Mann abbekommen wird, jungfräulich ins Gras beißt, lieber alleine daheim hockt, isst und in die Glotze guckt, bevor sie früh ins Bett geht um nachts fit für den Konditorei-Job zu sein. Dort kann sie Tun und Machen, aber der Vater ist nie gut auf sie zu sprechen. Auf der anderen Seite die "tolle" Polly, wunderschön, hat einen tollen Freund den andere auch gerne hätten, ihr gelingt alles, selbst der Vater ist begeistert von ihr. Doch dann trägt sie ein Geheimnis mit sich herum und endlich fängt die ach so perfekte Fassade an zu bröckeln. 
Was dann passiert wünscht man seinem ärgsten Feind nicht und, wie auf der Rückseite des Buches extra erwähnt, nichts für Menschen mit schwachen Nerven, die keine grausamen Gewaltdarstellungen zu lesen ertragen.
Interessant hingegen finde ich den Täter, wie das oftmals so ist, wenn einem die "Opfer" zu normal und zu vorausschauend vorkommen. Die perverse Gedankenwelt des Täters lässt einem das Blut in den Adern gefrieren. Sich alleine die Taten und Quälereien vorzustellen, fällt einem schwer. Da hat Moe Teratos tiiiiief in die Ekel-Kiste gegriffen und einen guten "Täter-Plot" geschrieben.
Normalerweise lese ich solche dünneren Bücher in einem Rutsch durch, wenn mich die Story richtig an sich reißt, aber hier habe ich es sogar aus der Hand gelegt und das ist kein Zeichen von packender durchgehender Spannung, leider.
Und zum Nachwort kann ich mir so irgendwie keine richtige Meinung bilden. Finde ich es gut oder nicht? Das hat zwar nichts mit der Story an sich zutun, aber ich finde es sehr ungewöhnlich, das Jemand so viel preis gibt von früher. Aber vielleicht musste es auch mal raus und die Autorin fand es hier nun richtig passend und erleichternd. Dann finde ich es auch gut.
Alles in allem eine widerliche und eklige Täter-Story, aber eine voraussehbare und etwas unspektakuläre Opfer-Story.