Mittwoch, 29. März 2017

Asphaltseele - Gregor Weber



** Asphaltseele **

von

~~ Gregor Weber ~~


Thriller
240 Seiten
erschienen
am
12.September 2016
im
Heyne HardCore Verlag


Kurz zum Inhalt
Ruben Rubeck ist 47 Jahre alt, geschieden, kinderlos und als Kriminalkommissar im Frankfurter Bahnhofsviertel tätig. Abends gerät Ruben in einen Überfall, danach ist ein Mann tot und einer schwer verletzt. Angeblich war der Getötete ein Bodyguard von einem Gangsterboss aus dem Kosovo und Ruben ist sich bald nicht mehr im Klaren darüber, wem er vertrauen kann und wem nicht.


Meine Meinung
Hier gilt die Devise, entweder mag man Ruben Rubeck, oder man hasst ihn. Etwas dazwischen wird es, glaube ich, nicht geben. Und ich? Ich mag ihn. 
Ruben qualmt wie ein Schornstein und säuft wie ein Loch. Am liebsten sitzt er seine Arbeitszeit im Büro ab und wehe ihm kommt einer quer, der hat nichts zu lachen. Dafür musste ich beim Lesen "leider" sehr viel lachen. Da ich viele Jahre in Frankfurt gelebt habe, weiß ich wie es im Bahnhofsviertel zugeht. Dieses Umfeld hat Gregor Weber ganz gut getroffen, wenn ich auch den "Schlabbekicker" nicht kenne, kann ich mir sehr gut vorstellen, wie diese Kneipe aussieht und das entsprechende Klientel das sich dort den Tag, den Abend oder die Nacht vertreibt. Leider lässt das frankforderische Gebabbel (der Dialekt), manchmal sehr zu wünschen übrig. Zudem sollte man wissen, das die rauhe Ausdrucksweise hier sehr hervor sticht, also ein Bahnhofsviertel-Jargon. Aber es passt hervorragend zur Umgebung des Thrillers und zu Rubeck´s Sprüchen und seinem ganzen Verhalten.
Das Buch ist in zwei Ebenen aufgeteilt. Einmal hier und heute in Frankfurt und dann erfolgen Rückblicke ins Jahr 1999 in einen KFOR-Einsatz im Kosovo. Ich hatte erst keinen richtigen Zusammenhang gesehen zwischen diesen Kapiteln, bis mit einem Satz und einer Namensnennung mir auf einmal alles klar wurde. Letztendlich hat sich ein logischer und runder Schluss gebildet. Sehr spannend fand ich, das ich beim Lesen der Geschichte keine Ahnung hatte, wie sie am Ende ausgehen sollte. 
Durch die relativ kurze Satzbildung und die schnellen Szenenwechsel lässt sich die Geschichte gut und flüssig lesen. 
Ich würde mich sehr freuen, noch mehr von Ruben Rubeck zu erfahren, da ich schräge und nicht alltägliche Ermittler klasse finde, wenn hier vielleicht auch ein klitzekleines bisschen übertrieben wurde. 
Empfehlenswert für alle, die nicht diese 08/15 Kommissare mögen, sondern einen Ermittler mit Kanten, Ecken, lustigen Sprüchen und der oftmals "alle Fünfe gerade sein lässt". 

Sonntag, 26. März 2017

The couple next door - Shari Lapena


**Ein Thriller, der mich, mit meiner Meinung wer nun wirklich Schuld ist, hat hin- und herschwanken lassen. 
Welch ein spannendes Verwirrspiel, mit einer Auflösung, die überrascht hat.**


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Thriller
erschienen
352 Seiten
am 16.März 2017
im LÜBBE Verlag


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Kurz zur Geschichte
Das Ehepaar Anne und Marco Conti wird von den befreundeten Nachbarn Cynthia und Graham Stillwell zu einer Geburtstagsparty eingeladen. Anne und Marco lassen ihre 6 Monate alte Tochter Cora allein zu Hause in ihrem Bettchen, sie wechseln sich im Halbstundentakt ab, um nach dem Baby zu schauen. Als sie nachts nach Hause wollen, sehen sie ihre Haustüre aufstehen und Cora ist weg.


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Meine Meinung
Ein Thriller der mich gut unterhalten hat. Die Autorin hat keinen hochgestochenen Schreibstil, sondern es ist einfach, gut zu lesen und zu verstehen. Die Story ist in einem durchgehend, es gibt nur einen Erzählstrang und im Grunde erscheinen immer dieselben Personen. Also keine Menge an verschiedenen Protagonisten, sondern meist nur Anne, deren Eltern, Marco und Detective Rasbach. Aber diese Anzahl an Menschen reicht aus, um mich zu verwirren und zwar so, das ich irgendwie alle in Verdacht hatte, etwas mit der Entführung von Cora zutun zu haben. 
Vom Beginn der Ermittlungen an, hat Rasbach die Eltern im Visier, zu viele Ungereimtheiten, zu viele Zufälle und Geheimnisse, die erst nach und nach aufgedeckt werden. Mit kleinen versteckten Andeutungen und ausgesprochenen Hinweisen, darf man sie auch sicher verdächtigen. Der Detective ermittelt sogar so weit zurück, das er mit einer ehemaligen Lehrerin und Mitschülerin von Anne spricht. 
Den Großteil der Story wird bestritten von Anne, Marco und Rasbach, so bekommt man direkte Einblicke in deren Gefühle und Gedanken.
Als ich dachte, aha der war es, hatte ich nach dem nächsten Kapitel wieder wen anderes in Verdacht. Bis zum Ende schwankte ich hin und her, aber dann kam es anders als gedacht. Der Schluss hat mich dann trotzdem überrascht.  
Alle Personen haben es so gedreht, wie es ihnen in den Kram passte um möglichst unschuldig zu wirken.

Freitag, 24. März 2017

Das Erbe von Carreg Cottage - Constanze Wilken

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** Das Erbe von Carreg Cottage*

von

~ Constanze Wilken ~



Roman
480 Seiten
erschienen im
Goldmann Verlag 


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Kurz zur Geschichte
Lilian Gray steht vor einem Neuanfang in ihrem Leben. Vor kurzem hat sie ihr Café verloren und damit auch ihren Lebensraum. Da sie auch keinen engen Kontakt zu ihrer Familie hat, sieht sie es als Wink des Schicksals, als ein unbekannter Gönner ihr ein Cottage auf einer Halbinsel in Nordwales vermacht. Lilian packt ihr Sachen, ihren Hund und begibt sich auf eine Reise in ein unbekanntes Abenteuer. Bei der Ankunft ist sie von der Natur, dem Meer und den Klippen sehr begeistert, doch irgendwer stört sich an ihrem Auftauchen.


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Meine Meinung
Mir hat dieser Roman von Constanze Wilken ganz gut gefallen, aber ich muss auch gestehen, das es mir schon viel zu historisch war. Leider war das auch aus dem Klappentext heraus nicht ersichtlich, das hätte man, meiner Meinung nach erwähnen sollen.
In anderen Romane, die ich bisher gelesen habe, war der historische Erzählstrang nicht so lang, nicht so ausgeprägt und nicht so schwer zu lesen. Hier empfinde ich es schon fast zu ausufernd und zu sehr ins Detail gehend, was mich oftmals zum Querlesen animierte.
Vielleicht ist es auch nicht mein Ding mit den ganzen Fakten Anno 615, aber mit dem Familiengeheimnis und den daraus sich entwickelnden Verbindungen sehe ich ein, das so weit in der Geschichte zurückgegangen werden musste.
Die Beschreibungen der Örtlichkeiten und der Landschaft sind der Autorin wieder hervorragend gelungen. Das kann sie wie kaum eine Andere. Ich hatte oftmals das Gefühl selbst das Salz vom Meer zu schmecken.
Die Charaktere, außer Meara, waren jetzt nicht so, das ich mit denen gleich "warm geworden" bin. Hier hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht und vielleicht einige Personen weniger.
Die Länge der Kapitel sind gut aufgeteilt, so das man nicht in zu kurzen Abständen vom "Heute" ins "Damals" springen musste, denn sowas stört mich immer.
Einige Handlungen gingen mir auch zu schnell über die Bühne, genau wie das Ende, welches mich nicht recht überzeugen konnte.


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Donnerstag, 23. März 2017

Auch Killer haben Karies - Isabella Archan


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** Auch Killer haben Karies **

von

~ Isabella Archan ~


Krimi
2. Fall mit 
Dr. Leocardia Kardiff
Erscheinungsdatum:
23. März 2017
im
EMONS: Verlag


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Kurz zum Inhalt
Dr. Leo Kardiff, die Zahnärztin mit der Spritzenphobie, hat endlich einmal wieder ein Date mit Hauptkommissar Jakob Zimmer. Während des Brunches in einem Straßen-Café fällt direkt im Haus gegenüber ein Mensch aus dem Fenster und kommt zu Tode. Wird Leo sich diesmal zurückhalten können und sich nicht in die polizeilichen Ermittlungen einmischen?


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Meine Meinung
Da ist sie endlich wieder, in ihrem zweiten Band, Dr. Leo Kardiff. Ich hatte sie schon richtig vermisst, denn dieser Charakter, den Isabella Archan da erfunden hat, der ist witzig, schräg und ungewöhnlich, aber trotzdem auch normal und mit Alltagsproblemen belastet. Der Fall ist dieses mal auch recht außergewöhnlich, zumindest die Umstände, das Drumherum und die Personen die mitmachen. Um Hauptkommissar Jakob Zimmer ist wieder das altbewährte Team versammelt und es ist fast so, als würde man alte Bekannte wiedertreffen. Das ist auch einer der Hauptgründe, warum ich gerne Serien lese, dieses wieder erkennen und aber auch das man beim Weiterentwickeln der Protagonisten dabei ist. 
Der Spannungsbogen entwickelt sich rasch, aber überraschend. Erst ist man noch so gemütlich mit Leo und Jakob beim samstäglichen Brunchen und von einer Sekunde auf die andere sind die beiden in einen Todesfall verwickelt. Das Dabei sein, sieht Leo als Chance sich mal wieder detektivisch einzumischen, wenn sie auch mehrmals versucht es zu unterlassen, aber da sich einige Personen, die mit dem Toten zutun hatten, sich an sie wenden, da kann sie nicht anders und sie muss ihre freche Nase doch wieder in den Fall stecken. Sehr zum Leidwesen von Jakob Zimmer, der recht verliebt ist und nicht möchte, das ihr etwas passiert. Aber es kommt anders und Leo begibt sich in Lebensgefahr, diesmal aber nicht absichtlich, sondern zufällig. Ob sie da mit heiler Haut wieder rauskommt? 
Das Ende hat es in sich und da hat mich Isabella wieder mit überraschen können.
Der Autorin ist hier wieder ein spannender Krimi gelungen, nur leider haben mich ab und an einige Wiederholungen gestört. Diese inneren Gedanken die man von Leo liest, z.B. das sie unbedingt einen Partner für die Praxis braucht, das sie einen Patientenaufnahmestopp einführen muss, oder das Britti wie ein Faultier im Stuhl hängt, dies wird alles mehrmals, auf kurzem Raume erwähnt und hat mich etwas im Lesefluss ausgebremst, aber das ist nur eine Kleinigkeit und hat mich persönlich gestört, andere LeserInnen können dies auch anders beurteilen.

Wer Band 1 mit Dr. Leo Kardiff gelesen hat, sollte sich auch unbedingt diesem Buch widmen. Neben dem spannenden Fall, gibt es auch wieder einiges zum Schmunzeln und Leo wächst einem noch mehr an´s Herz. 

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Lesenswerte Link´s

klick --> emons: Verlag <-- klick

klick --> Isabella Archan / Autorin <-- klick



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Meine Rezension zu Band 1




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Mittwoch, 22. März 2017

Die schöne Philippine Welserin - Brigitte Riebe

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** Die schöne Philippine Welserin **

von

~~ Brigitte Riebe ~~



Historischer Roman
337 Seiten
erschienen am
04. März 2013
im
Gmeiner-Verlag



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Kurz zur Geschichte
Im 16. Jahrhundert entbrandet am Hofe der Habsburger ein Skandal. Ferdinand, der Sohn des Kaisers, und Philippine Welserin verlieben sich, heiraten heimlich und bekommen vier Kinder. Die Verbindung der beiden zueinander ist so stark, sie trotzen allen Widerständen, bis Philippine ernsthaft erkrankt.


•°o.OO.o°•


Meine Meinung
Bitte nicht vom Untertitel "Historischer Kriminalroman" in die Irre leiten lassen, denn ich empfand das Buch eher als "normalen" historischen Roman mit den Zügen einer Biografie. Aber vielleicht empfinde ich das nur so. Das muss jeder für sich dann selbst entscheiden.
Durch den lockeren, aber sich der Zeit anpassenden, Schreibstil liest sich das Buch sehr gut. Man wird nicht mit historischen Ausdrücken bombardiert, die einem in der heutigen Zeit nicht mehr geläufig sind.
Alles ist gut und verständlich, auch die Personen und Örtlichkeiten wurden lebendig beschrieben.
Brigitte Riebe schildert hier den Lebensweg von Pippa (Philippine) ab ihrem 29. Lebensjahr bis zu ihrem Tode. Durch den Wechsel von Erzählungen und den Tagebucheintragungen kommt man Pippa sehr viel näher. Man leidet förmlich mit ihr und versteht sie noch besser. Ich muss gestehen das ich froh bin im "Heute" zu leben und nicht zur damaligen Zeit. 
Kräuterheilkunde spielt hier im Buch auch eine große Rolle und deswegen wird zu Beginn eines jeden Kapitels eine bestimmte Pflanze vorgestellt, inkl. Wirkung, aber auch Nebenwirkung. Ungewöhnlich, aber sehr interessant und passend zur Geschichte.
Zum Ende des Buches erklärt die Autorin noch was reale Begebenheiten sind und was ihrer Fantasie entsprungen ist. 
Wer historische Romane liebt, die sich mit dem Leben einer starken Frau befassen, dem empfehle ich dieses Buch zu lesen. 


•°o.OO.o°•


Lesenswerte Link´s

klick --> Brigitte Riebe - Autorinnenseite <-- klick

klick --> Gmeiner Verlag <-- klick


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Samstag, 18. März 2017

Smoke - Dan Vyleta


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** SMOKE **

von

~~ Dan Vyleta ~~


Roman
624 Seiten
Carl´s Books Verlag
Randomhouse


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Kurz zur Geschichte
Was wäre, wenn wir in einer Welt leben würden, in der Sünden und Gedanken durch Rauch sichtbar gemacht werden könnten?
So ergeht es Thomas und Charlie, die beide in einem strengen Elite-Internat in England gegen Ende des 19. Jahrhunderts leben. Doch nicht bei allen Menschen ist Rauch zu sehen, selbst bei einigen Bösewichten nicht. Die beiden Jungen begeben sich auf ein riskantes Abenteuer um das Rätsel zu lösen.
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Meine Meinung
Ich bin ja eigentlich so gar kein Fantasy-Fan, aber die Story klang einfach so abgedreht und ungewöhnlich das ich dachte, ich probiere es einfach mal aus und widme mich diesem wirklich dicken Schmöker von 624 Seiten. Und siehe da? Ich wurde nicht enttäuscht, denn es vereinen sich mehrere Genres in diesem Buch und es ist nicht nur ein reiner Fantasy-Roman. Das historisch düstere England, Ende des 19. Jahrhunderts, fand ich schon immer faszinierend und hier wird es wieder einmal sehr deutlich. 
Der Rauch wird von Dan Vyleta als eine Hauptfigur des Romanes dargestellt. Der Rauch löst sich nicht einfach in Luft auf, er ist ein ständiger Begleiter und ich wurde als Leserin so richtig durch die Geschichte geleitet, als würde mich der Autor an seine Hand nehmen und mir alles zeigen. 


Leider gab es in der Mitte des Buches ab und zu einige sich ziehende Längen, aber im Großen und Ganzen ein sehr lesenswerter Roman.



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Weiße Rosen und die Titanic - Christiane Lind

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*Weiße Rosen und die Titanic*

von

~ Christiane Lind ~






erschienen am:
11.März 2017
Genre:
historischer Liebesroman




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Kurz zum Inhalt

Berlin, 1912
Paula arbeitet als Schauspielerin am Theater in Berlin und ihre beste Freundin Luise ist dort als Näherin beschäftigt.
Doch von jetzt auf gleich zerplatzen alle Lebensträume der jungen Frauen, sie verlieren ihre Arbeitsplätze, die Wohnung und ein gefälschter Schuldschein lässt sie die Flucht nach Amerika antreten. Ein spendabler Gönner hat den beiden jungen Frauen Tickets für die 1. Klasse spendiert, auf der Titanic. Doch die Reise soll nicht so zwanglos und reizend vonstatten gehen wie gedacht. Wer versucht Paula und Luise übel mitzuspielen?



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Meine Meinung
Ostpreußen, 1899
Der Prolog hat mich erst einmal ratlos zurückgelassen, da nur eine Person mit Namen genannt wird und die anderen, die hier auch zu Wort bzw. zur Tat kommen, werden namentlich nicht erwähnt. Sehr ungewöhnlich, das bin ich von der Autorin gar nicht gewöhnt, aber ich kann alle beruhigen, es klärt sich auf und der Kreis wird geschlossen.

Berlin, 1912
Ich bin immer wieder überrascht, welche wunderbaren weiblichen Charaktere die Autorin erfindet und in ihren Büchern verarbeitet. Man fühlt sich ihnen sofort nah und sehr verbunden, so auch hier mit Paula und Luise.
Neben der Geschichte der Titanic und das Begleiten von Paula und Luise bei ihrer großen Reise, hat Christiane Lind diesmal sogar etwas Spannung mit eingebaut, sowas war ich bisher nicht gewöhnt, aber es passt zur Story und muss einfach so sein. Das darf gerne öfters vorkommen. Dadurch entsteht noch mehr Abwechslung und es kommt nicht zu sehr nach nur einer "Liebesgeschichte" rüber, obwohl es auch hier nicht zu triefend und zu schmalzig wird, wohl dosiert und nicht übertrieben, aber der Story anpassend inkl. historischem Hintergrundwissen.

Sehr schön vorstellbar und anschaulich ist auch beschrieben, wie die Titanic in den Hafen einläuft um die Passagiere an Bord zu nehmen, wie die Suiten der 1. Klasse eingerichtet sind, purer Luxus und alles was das Herz der Reichen und Schönen begehrt. Man merkt aber auch, das Paula und Luise sich erst nicht richtig wohl fühlen in dem ganzen Luxus, aber so nach und nach liest man auch zwischen den Zeilen, das sich das doch irgendwann ändert. Aber sie verlieren nie den Boden unter den Füßen. 

Im Gegensatz zu Paula, Luise und den anderen Passagieren wissen wir ja, was für eine schlimme Tragödie folgte und wie das beschrieben wird, da lässt es einem schon kalt den Rücken runterlaufen. Frauen und Kinder zuerst in die Rettungsboote und so wurden Ehefrauen von ihren Männern und Kinder von ihren Vätern getrennt, in der Hoffnung sich doch noch lebend wiederzusehen. Aber was dann alle auf den Booten sehen müssen, lässt einem beim Lesen den Atem stocken. Die unsinkbare Titanic sinkt. 
Hier hat sich Christiane Lind sehr eng an den realen Ablauf orientiert und das ist auch gut so, denn schlimmer als die Realität war, hätte man es nicht beschreiben können.

Wieder einmal ein wundervoller Liebesroman mit einem historischen Hintergrund, zwei starken und mutigen Frauen die ihr weiteres neues Leben in die Hand nehmen und einem kleinen Hauch von Krimi.



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Freitag, 17. März 2017

SOS - Leserinnen in Seenot


SOS - Leserinnen in Seenot 


Wir wissen, dass sich unser Schiff auf Kollisionskurs mit einem Eisberg befindet... 

Trotzdem haben wir das Angebot der Autorin Christiane Lind angenommen und uns auf diese geheimnisvolle Lesereise eingelassen. 

Claudia, Simone, Tanja, Marie und Patricia scheuen keine Gefahr um herauszufinden, was sich hinter dem Roman "Weiße Rosen und die Titanic "verbirgt. Gemeinsam gehen wir an Bord des Luxusdampfers und werden Euch von unseren Erlebnissen berichten. 

Seid gespannt und lasst Euch von Christiane Lind und ihren Leserinnen ins Jahr 1912 entführen.
Haltet die Bordkarten bereit! Unsere Lesereise beginnt am 18.3.2017.


Ihr könnt die Leserunde unter folgenden Links verfolgen 

oder 
klick --> www.christianelind.de <-- klick 


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Mein Blog-Beitrag widmet sich dem letzten 11 Gänge-Menü auf der Titanic

Die Titanic kollidierte um 23.40 Uhr mit einem Eisberg und um 2.20 Uhr am 15.April sank das Schiff und zog 1.500 Menschen mit in den Tod.

Das letzte Essen in der 1.Klasse, am Vorabend der Tragödie, hatte 11 Gänge und hier ist die Menü-Folge:

1. Gang 
HORS D\'OEUVRE
Canapes la Amiral mit Garnelen 

2. Gang
Suppe
Consomme Olga 


3. Gang
Fisch
Pochierter Lachs mit Schaumsauce 



4. Gang
Entrees
Hühnchen Lyonnaise mit Kürbis-Eierbrötchen 

5. Gang
Entrements
Gebratenes Lendensteak mit Sauce Forestiere 

6. Gang
Sorbet
Punch Romaine 

7.Gang
Braten
Gebratenes Täubchen auf Kresse

8.Gang
Salat
Spargelsalat mit Champagner-Safran-Vinaigrette 

9. Gang
Kaltes Gericht
Trüffel-Leberpastete an Salat Waldorf 

10. Gang
Süße Nachspeise
Eclairs mit Schokolade und französischer Vanillecreme 

11. Gang
 Dessert
Frisches Obst und Käse 

Quelle: www.chefkoch.de

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Hier ein Bild der Speisekarte


©Pinterest


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* Das letzte Dinner auf der Titanic *
von
Rick Archbold & Dana McCauley


©amazon

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Hier ein Bild des Speisesaals der 1. Klasse


©schiffsjournal.de

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Weitere wissenswerte und interessante Informationen


~ Vorräte ~
Die Titanic hatte für die Reise erhebliche Mengen an Nahrungsmitteln an Bord. Neben 72,5 Tonnen an Fleisch und Fisch, 40 Tonnen Kartoffeln und 200 Barrels Mehl gab es noch über 30 Tonnen weiterer Lebensmittel. Als Trinkvorräte wurden 400 Kilogramm Tee, 1100 Kilogramm Kaffee und knapp 37.000 Getränkeflaschen mitgeführt. Die Vorräte an Milch und Milcherzeugnissen nahmen mehr als 12 Kubikmeter Lagerraum ein. In den Wäschekammern lagerten knapp 200.000 Wäschestücke.

~ Küchenausstattung ~
Die Küche verfügte über die zu dieser Zeit weltgrößten Kochstellen, jede ausgestattet mit 19 Backöfen. Weitere Einrichtungsgegenstände waren zwei große Bratöfen, Dampföfen, Dampfkochtöpfe, vier Silbergrills sowie elektrische Geräte für beinahe jeden Zweck. Weiterhin führte die Titanic 127.000 Gläser, Geschirr- und Besteckstücke mit sich, darunter 29.700 Teller, 18.500 Gläser und Tassen und über 40.000 Besteckstücke.

~ 1. Klasse ~
Auf dem A-Deck lag die Mehrzahl der öffentlichen Räume, darunter ein Lese- und Schreibsalon, ein geräumiger Gesellschaftsraum, ein besonders edel ausgestatteter Rauchsalon und zwei identisch ausgestattete Verandacafés. Auf dem D-Deck befand sich der Speisesaal der ersten Klasse, der 1912 mit rund 890 m² Grundfläche der größte Raum auf einem Schiff überhaupt war. Außer in diesem Saal konnten die Passagiere der ersten Klasse auch À la carte im Restaurant auf dem B-Deck speisen. 1912 war dieser kulinarische Luxus auf Schiffen etwas außerordentlich Besonderes. An das Restaurant grenzte das im Stil eines französischen Straßencafés gestaltete „Café Parisien“ an.

Quelle:Wikiepdia


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Mittwoch, 15. März 2017

❤ Neue Mitbewohner ❤

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Christiane Lind
*Weiße Rosen und die Titanic*
Liebesroman
342 Seiten


Liebesroman 


Klappentext

lt.Seite der Autorin
Zwei mutige Frauen Ein Mann mit finsteren Plänen - Ein Schiff auf fataler Jungfernfahrt
Berlin, im Frühjahr 1912: Der Schauspielerin Paula und der Kostümbildnerin Luise steht eine glänzende Theaterkarriere bevor. Doch von einem Tag auf den anderen zerplatzen ihre Zukunftsträume. Die jungen Frauen verlieren Arbeitsplatz und Wohnung, ein gefälschter Schuldschein treibt sie zur Flucht. Letzte Rettung ist das großzügige Geschenk eines amerikanischen Verehrers: ein Erste-Klasse-Ticket für die Titanic. An Bord des eleganten Luxusdampfers findet Luise ihr Glück mit dem Steward Leonard, während Paulas Verehrer Ferdinand von Fahlbusch einen perfiden Plan verfolgt.
Ein packender Schicksalsroman vor dem Hintergrund eines dramatischen Schiffsunglücks.
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Gregor Weber 
*Asphaltseele*
Thriller
240 Seiten
Heyne HardCore


Klappentext
lt. Verlagsseite

Sie müssen diesen Bullen nicht mögen - aber Ruben Rubeck ist einer von den Guten!

»Mein Name ist Ruben Rubeck. Ich bin siebenundvierzig, sehe aus wie siebenundfünfzig und fühle mich manchmal wie siebenundachtzig. Geschieden, kinderlos und Kriminalkommissar, was in meinem Alter ein lächerlich niedriger Dienstgrad ist, aber das geht mir am Arsch vorbei. Ich komme zurecht. Das Frankfurter Bahnhofsviertel ist mein Revier. Viele denken, ich würde da wohnen, weil es bei mir für mehr nicht reicht, weil ich mich im Dreck wohlfühle und mit meinem Gesicht sowieso nirgends sonst in Frankfurt eine Wohnung bekäme, aber das stimmt nicht. Ich hab’s einfach gerne nah zur Arbeit.«

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Stefan Ahnhem
*Minus 18°*
Krimi / Band 3 der Fabian Risk-Serie
560 Seiten
LIST Hardcover


Klappentext
lt. Verlagsseite
In Helsingborg an der schwedischen Westküste wird ein Auto aus dem Hafenbecken geborgen. Eigentlich wäre der Fall klar: ein Unfall. Doch bei der Obduktion stellt sich heraus, dass der Fahrer schon lange tot war, als das Auto ins Wasser stürzte. Kommissar Fabian Risk und seine Kollegen untersuchen den mysteriösen Todesfall. Jemand glaubt, den Toten erst letzte Woche gesehen zu haben. Wie ist das möglich? Risk hat einen Verdacht, aber der ist so absurd, dass er ihn zunächst selbst nicht glauben will. Die Indizien lassen nur einen Schluss zu - es handelt sich um einen Mörder, der das Leben seiner Opfer komplett übernimmt. Er tötet sie, kleidet sich wie sie, spricht wie sie. Nur durch Zufall ist die Polizei jetzt auf seine Spur gekommen. Der Tote im Hafenbecken war nicht sein erstes Opfer, und noch lange nicht sein letztes.

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Dienstag, 14. März 2017

Die Montez-Juwelen - Sabine Vöhringer

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** Die Montez - Juwelen **

von

~ Sabine Vöhringer ~





München - Krimi
280 Seiten
Gmeiner - Verlag



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Kurz zur Geschichte
Nach einer Präsentation der wertvollen Montez-Juwelen wird auf dem Marienplatz am Fischbrunnen eine männliche Leiche entdeckt. Hauptkommissar Tom Perlinger, ein bayrischer Sonnyboy mit amerikanischen Wurzeln, kommt zurück in seine alte Heimat München, wo er kurz darauf seine neue Stelle bei der Münchener Polizei antreten soll. Doch bis dahin wird er durch familiäre Verstrickungen in diesen Mordfall reingezogen, denn ausgerechnet sein Halbbruder Max, der Inhaber des Hackerhauses, soll in die Tat verwickelt sein. 


Meine Meinung

Die Personenliste, wer mit wem verbandelt ist und warum, auf der ersten Seite des Buch ist Gold wert. Ich habe zu Beginn sehr oft darauf zurückgreifen müssen, denn es prasselten sehr viele Namen auf mich ein, aber keine Sorge, das hat sich nach einigen Kapiteln gelegt und dann hatte ich den Durchblick. 
Dieser Krimi aus München macht durch seinen Lokalkolorit richtig Lust diese Stadt wieder einmal zu besuchen und sich auf die Spuren der örtlichen Beschreibungen zu machen. Dieser Teil der Geschichte ist Sabine Vöhringer hervorragend gelungen. Zudem bekommt man Einblicke in die Macht-, Neid- und Gierkämpfe der reichen Münchener Geschäftsleute. Hier will jeder für sich das größte und fetteste Stück vom Kuchen abhaben. 
Die Protagonisten sind gut gewählt und könnten genauso in diesem Umfeld auch existieren. Allen voran natürlich Tom Perlinger, der hat irgendwas der Kerl. Ein Frauenheld, muskulös, gut aussehend und sexy.
Neben der Geschichte, die in der heutigen Zeit spielt, habe ich die Abschnitte gerne gelesen, die sich mit dem früheren München und den Montez-Juwelen beschäftigt haben. Sehr interessant und aufschlussreich. 
Der Fall an sich war spannend und hat zum Ende hin nochmal reichlich an Fahrt aufgenommen. Sehr schön finde ich auch immer, wie hier geschehen, das nach dem Ende einer Story, manchmal noch eine Seite kommt, wo beschrieben wird, wie es nach dem Lösen des Falles mit den Personen weitergegangen ist und so blieben keine Fragen offen.
Für Krimi- und München-Fans ein Muss und ich wünsche mir, das es noch weitere Fälle mit Tom Perlinger geben wird. 


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Meine Rezension im BÜCHERmagazin 03.2017

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Meine Rezension im BÜCHERmagazin

Ausgabe März / April 2017



Ich kann es noch gar nicht glauben, was aus einer Idee geworden ist.

Als treue Abonnentin des Magazines hatte ich schon oft bei den verschiedenen Genres gelesen, das dort auch immer eine Rezension von einem Buch-Blog veröffentlicht wird.

Aus Spaß, und ich habe echt nicht damit gerechnet, das sich jemals wer daraufhin meldet, habe ich einfach mal angefragt und siehe da, zwei Wochen später war alles unter Dach und Fach.

Ich sollte 3 Rezensionen zur Auswahl schicken und die verantwortliche Ressortleiterin hat sich für diese entschieden, da sie findet, das die Story des Buches interessant und ungewöhnlich erscheine und mehr Aufmerksamkeit verdient hätte.
Als Anhang sollte ich selbst noch eine kleine Beschreibung meines Blogs verfassen mit der Erwähnung meiner Lieblingsgenres und warum ich gerne Rezensionen schreibe.

Gesagt, getan und das Ergebnis könnt ihr nun hier sehen:







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Sonntag, 12. März 2017

Killerfrauen - Stephan Harbort

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** Killerfrauen **

von

~ Stephan Harbort ~

Sachbuch 

240 Seiten

erschienen im

Knaur Verlag




Kurz zum Inhalt
Stephan Harbort, Deutschlands bekanntester Serienmord-Experte, hat hier sieben Fälle aufgezeigt, in denen Serienmörderinnen ihre Taten begangen haben. Ob es eine Eisverkäuferin ist die ihre Ex-Männer umbrachte, oder eine Krankenschwester die ihr Patienten tötete. Man ist immer wieder geschockt, wie sowas passieren kann. Mit diesem Sachbuch bereitet der Autor dem Leser beklemmende und grausame Einblicke in die Gedanken der Täterinnen.


Meine Meinung
Bei diesem Buch erging es mir genauso, als würde ich "Aktenzeichen xy ungelöst" anschauen. Ich weiß das diese Taten im realen Leben begangen wurden mit all ihren Grausamkeiten, aber da ich dies nicht nachvollziehen kann, versuche ich mir immer einzureden, das ist doch nur ein Film, bzw. wie hier, eine aufgeschriebene Story. Aber nein, es ist echt und nicht begreifbar. Wie können Menschen so etwas tun? 

Wie kann eine Mutter ihre drei toten Säuglinge jahrelang im eigenen Haus, im Keller, in einer Gefriertruhe aufbewahren, ohne das der Ehemann oder die beiden größeren Kindern jemals etwas davon mitbekommen haben? Wie kann eine Mutter damit leben, mit diesem Gewissen, was da unten im Keller liegt? Dieser Fall hat mir, neben einer anderen Tat, schwer zu schaffen gemacht. Zudem finde ich, das man dieses Buch nicht so einfach runterlesen kann, wie einen Krimi oder einen Roman. Nach jedem Kapitel, welches sich mit einer Tat beschäftigt, musste ich meine Gedanken erst einmal sacken lassen und mir Notizen machen, um meine Empfindungen und Eindrücke später in eine Rezension zu verpacken. Im Kapitel "Jutta zwei" musste ich mehrmals das Buch zur Seite legen, da doch sehr detailliert beschrieben wird, wie ein Mann auf grausamste und brutalste Weise gequält und gefoltert wurde, bevor sein Tod ihm endlich die Erlösung brachte. Schlimmer hätte es kein Horror-Autor schreiben können. 

Die meisten Kapitel sind in drei Abschnitte eingeteilt, zuerst wird die Tat beschrieben, dann erfolgt in Rückblicken die Kindheit der Täterinnen, das weitere Leben privat wie beruflich, dann wie es soweit kommen konnte, bis sie töteten und im letzten Teil lässt uns Herr Harbort an seiner Meinung und seiner Analyse teilhaben. Diese letzten Abschnitte des Autors bemerkt man sofort, denn irgendwie verändert sich hier sein Ausdruck. Im Gegensatz zu den Fallbeschreibungen, die sich oftmals so emotionslos und kalt lesen lassen, wie direkt aus den Akten abgeschrieben. Keine Ahnung, ob das so ist, aber beim Lesen bemerkte ich diese unterschiedlichen Schreibstile sofort. 

Ein Sachbuch welches nichts für zartbesaitete Menschen ist, aber wer sich auch schon für die anderen Bücher von Stephan Harbort interessiert hat kann sich getrost ans Lesen machen.




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