Samstag, 18. März 2017

Weiße Rosen und die Titanic - Christiane Lind

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*Weiße Rosen und die Titanic*

von

~ Christiane Lind ~





erschienen am:
11.März 2017
Genre:
historischer Liebesroman




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Kurz zum Inhalt

Berlin, 1912
Paula arbeitet als Schauspielerin am Theater in Berlin und ihre beste Freundin Luise ist dort als Näherin beschäftigt.
Doch von jetzt auf gleich zerplatzen alle Lebensträume der jungen Frauen, sie verlieren ihre Arbeitsplätze, die Wohnung und ein gefälschter Schuldschein lässt sie die Flucht nach Amerika antreten. Ein spendabler Gönner hat den beiden jungen Frauen Tickets für die 1. Klasse spendiert, auf der Titanic. Doch die Reise soll nicht so zwanglos und reizend vonstatten gehen wie gedacht. Wer versucht Paula und Luise übel mitzuspielen?


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Meine Meinung
Ostpreußen, 1899
Der Prolog hat mich erst einmal ratlos zurückgelassen, da nur eine Person mit Namen genannt wird und die anderen, die hier auch zu Wort bzw. zur Tat kommen, werden namentlich nicht erwähnt. Sehr ungewöhnlich, das bin ich von der Autorin gar nicht gewöhnt, aber ich kann alle beruhigen, es klärt sich auf und der Kreis wird geschlossen.

Berlin, 1912
Ich bin immer wieder überrascht, welche wunderbaren weiblichen Charaktere die Autorin erfindet und in ihren Büchern verarbeitet. Man fühlt sich ihnen sofort nah und sehr verbunden, so auch hier mit Paula und Luise.
Neben der Geschichte der Titanic und das Begleiten von Paula und Luise bei ihrer großen Reise, hat Christiane Lind diesmal sogar etwas Spannung mit eingebaut, sowas war ich bisher nicht gewöhnt, aber es passt zur Story und muss einfach so sein. Das darf gerne öfters vorkommen. Dadurch entsteht noch mehr Abwechslung und es kommt nicht zu sehr nach nur einer "Liebesgeschichte" rüber, obwohl es auch hier nicht zu triefend und zu schmalzig wird, wohl dosiert und nicht übertrieben, aber der Story anpassend inkl. historischem Hintergrundwissen.

Sehr schön vorstellbar und anschaulich ist auch beschrieben, wie die Titanic in den Hafen einläuft um die Passagiere an Bord zu nehmen, wie die Suiten der 1. Klasse eingerichtet sind, purer Luxus und alles was das Herz der Reichen und Schönen begehrt. Man merkt aber auch, das Paula und Luise sich erst nicht richtig wohl fühlen in dem ganzen Luxus, aber so nach und nach liest man auch zwischen den Zeilen, das sich das doch irgendwann ändert. Aber sie verlieren nie den Boden unter den Füßen. 

Im Gegensatz zu Paula, Luise und den anderen Passagieren wissen wir ja, was für eine schlimme Tragödie folgte und wie das beschrieben wird, da lässt es einem schon kalt den Rücken runterlaufen. Frauen und Kinder zuerst in die Rettungsboote und so wurden Ehefrauen von ihren Männern und Kinder von ihren Vätern getrennt, in der Hoffnung sich doch noch lebend wiederzusehen. Aber was dann alle auf den Booten sehen müssen, lässt einem beim Lesen den Atem stocken. Die unsinkbare Titanic sinkt. 
Hier hat sich Christiane Lind sehr eng an den realen Ablauf orientiert und das ist auch gut so, denn schlimmer als die Realität war, hätte man es nicht beschreiben können.

Wieder einmal ein wundervoller Liebesroman mit einem historischen Hintergrund, zwei starken und mutigen Frauen die ihr weiteres neues Leben in die Hand nehmen und einem kleinen Hauch von Krimi.



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