Freitag, 5. Mai 2017

Fragen und Antworten mit Charly Essenwanger




~~~ CHARLY ESSENWANGER ~~~







Seit langer Zeit habe ich endlich mal wieder ein Interview für Euch und diesmal musste sich Charly Essenwanger meinen knalltharten, journalistisch ausgefeilten Fragen stellen.
😉
Zum Beispiel drehen sich einige Fragen um sein Debüt-Kriminaldrama 
*FIRST TO FIND*
in dem das Thema *Geocachen* eine große Rolle spielt
und auch ein paar private Sachen habe ich versucht aus ihm heraus zu bekommen.

 ◦•●◉✿  Kurzvita  ✿◉●•◦
(von Charly selbst geschrieben, deswegen in ICH-Form) 

Ich wurde im November 1967 in Marktoberdorf/ Ostallgäu geboren.
Zeit meines Lebens habe ich immer im Allgäu gewohnt. Seit einiger Zeit in Kaufbeuren/ Allgäu. Dort spielen auch meine Romane.
Nach Abschluss der Schule habe ich eine Lehre als Industriemechaniker angetreten. Damals sagte man noch Schlosser dazu.
Ich wurde im Januar 1988 zur Bundeswehr einberufen. Dort habe ich mich für vier Jahre verpflichtet und als Flugzeugmechaniker gearbeitet.
Nach dem Ausscheiden aus dem Militär, bin ich zu meinem ursprünglichen Arbeitgeber zurückgekehrt und habe eine Anstellung in der Energieversorgung ergattert. Diesen Beruf übe ich auch heute noch aus.
Das Thema Schreiben hat mich schon immer fasziniert. Ich bin eine richtige Leseratte. Allerdings hatte ich nie die Courage ein Buch selbst zu schreiben. Abgehalten hat mich auch, dass es als Neuling praktisch unmöglich ist, einen Verlag zu bekommen. Mit der Möglichkeit des Selbstverlegens habe ich den Mut gefunden, mit dem Schreiben anzufangen.  
Ich bin verheiratet mit meiner Frau Ruth, die als Immobilienmakler arbeitet. 
In unserem Haushalt lebt auch noch unser Grimsch, unser griechischer Mischlingshund, der auch in meinem ersten Roman eine Rolle bekam und zwei bis drei Katzen. Je nachdem wie oft unsere Ausflugskatze nach Hause kommt.

Meine Hobbys sind Laufen, Radfahren, Golf spielen, schreiben, lesen und natürlich Geocaching.



 ◦•●◉✿  Fragen und Antworten  ✿◉●•◦

~ Warum war es Dir wichtig, dass Dein Buch in Deiner Heimat Kaufbeuren angesiedelt ist, außer dass Du Dich dort bestimmt sehr gut auskennst? ~

Ich wohne sehr gerne im Allgäu. Und ich will gerne meinen Lesern unser Städtchen näher bringen. Natürlich hat es seine Vorteile, wenn man die Handlung in die Heimat legt. Wie schon in der Frage steht, man kennt sich aus, das Recherchieren fällt leichter.


~ Warum wurde es gerade ein Kriminaldrama und kein Thriller? ~

Bei diesem Buch war es mir wichtig, dass das Drama um meinen Hauptdarsteller Siegfried im Vordergrund steht. Ich wollte einen normalen Menschen haben, der zum Mörder wird. Ich wollte, dass der Leser in ein Gefühlsdilemma kommt. Er sollte Mitgefühl mit dem Mörder bekommen. Aber andererseits darf das doch eigentlich nicht sein, so zu denken. Die Message sollte auch sein, dass durchaus viele zum Mörder werden könnten, wenn man ihnen einen Schicksalsschlag zufügt. Die Geschichte wäre aber als Thriller unglaubwürdig geworden.


~ Das Thema, und der Ursprung des Geschichte ist ja eigentlich ein Krimineller der Ost-Immobilien an den Mann bringt, die später nicht das erhoffte Geld für den Käufer bringen und so manchen in den Ruin getrieben haben. Wie kamst Du denn auf diese Idee? ~

Vor ein paar Jahren habe ich einen Fernsehbericht über dieses Geschäftsgebaren gesehen, dass dubiose Immobilienmakler nach der Wende Immobilien an gutgläubige Menschen verkauft haben. Die Methoden waren immer gleich, so wie in meinem Roman beschrieben.
In dem Fernsehbericht wurden diverse Schicksale von Opfern solcher ‚Immobilienhändler‘ gezeigt. Diese Menschen waren der Ansicht, dass sie etwas für ihre Altersvorsorge machen würden und fielen auf diese Betrüger herein. Die Methoden waren immer die Gleichen, das Ende war sehr oft der finanzielle Ruin. Häufig sahen und sehen die Menschen nur einen Weg und das ist der Suizid, weil sie keinerlei Perspektive mehr haben. Ich habe mir ausgemalt, was in dem Kopf von diesen armen Menschen vorgehen könnte und daraus ist dieser Roman entstanden.
Ich wollte die Geschichte glaubwürdig halten, aber die Realität sieht oftmals noch verheerender aus. Tausende von Menschen mussten einen Totalverlust hinnehmen, weil die von den Maklern hochgelobte Wohnung sich oft als völlig überteuerte Schrottimmobilie herausstellte.


~ Da war Dir Deine Frau Ruth, die als Immobilienmaklerin arbeitet, bestimmt eine große Hilfe, wenn es um Details und rechtliche Beschreibungen ging, oder? ~

Ja, meine Frau Ruth hat mir sehr viel Recherche abgenommen. Sie ist total fit, was z.B. Immobilienrecht angeht. Ich glaube, ihr Wissen, auf das ich jederzeit  zurückgreifen konnte, hat es auch erst möglich gemacht, dass ich den Roman umsetzen konnte. Immer wieder taten sich neue Fragen und Probleme auf, die meine Frau Ruth sofort beantworten konnte. Das ist schon beeindruckend. Nicht nur, weil sie meine Frau ist, halte ich sie für eine Top-Immobilienmaklerin.


~ Wie lang war der Zeitraum von dem puren Gedanken selbst einen Krimi zu schreiben, bis zum endgültigen Halten des eigenen Buches in den Händen? ~

Ich habe schon immer sehr viel gelesen, meist Spannungsliteratur. Thriller, Krimis, Fantasy etc. Selbst ein Buch schreiben, den Gedanken hegte ich schon vor 25 Jahren. Und nun das eigene Buch in den Händen zu halten, der eigene Roman zwischen zwei Buchdeckeln, das ist schon ergreifend. Es ist ein Lebenstraum von mir in Erfüllung gegangen.


~ Hast Du in eine oder mehrere Figuren auch Eigenschaften bzw. Charakterzüge von Dir eingebaut? Wenn ja welche? ~

Wer mich kennt, der kann mir auch direkt sagen, in welchen Charakteren ich zu finden bin. Ein Teil von mir ist in Siegfried Distl, dem Opfer und Mörder eingepflegt. Aber auch einige Charakterzüge von mir findet der Leser in meinem Chefermittler Vincent Zeller. Wobei beide Charaktere etwas überspitzt sind. Siegfried ist devoter als ich, Vincent ist tougher.
Wenn man einen Krimi oder Thriller liest, dann hat der ermittelnde Kommissar immer irgendeine Eigenschaft, entweder psychische Probleme, der Kollege wurde erschossen, etc. Ich lege bei meinem Kommissar noch eine Schippe drauf. Er ist Veganer, so wie ich. Ich habe ihn zum ‚Graslutscher‘ gemacht, weil dieses Thema immer wieder Anlass gibt für Reibereien und Frotzeleien. Es sind witzige Anekdoten in dem Roman zu finden.


~ Wie wichtig sind Dir Meinungen, Rückmeldungen und Rezensionen der LeserInnen? ~

Die Meinungen meiner Leser und die Rezensionen sind mir äußerst wichtig. Ich nehme mir das schon sehr zu Herzen. Ich freue mich wie wild darüber, wenn mehrere Leser mir mitteilen, dass sie mein Buch in einem Rutsch durchgelesen haben und es einfach nicht aus der Hand legen konnten, bis sie am Ende angelangt waren. Das sind Feedbacks, die gehen runter wie Öl und lassen mich den ganzen Tag lächeln.
Dann gibt es Rückmeldungen, dass ich Fehler im Buch habe, oder etwas unlogisch ist. So etwas ärgert mich gewaltig. Also, ich ärgere mich nicht über die Rückmeldungen meiner Leser, dafür bin ich sehr dankbar. Sondern darüber, dass ich die Fehler gemacht habe. Ich will das Buch so gut wie möglich an den Mann/ die Frau bringen. Ein Beispiel fällt mir dabei ein - Danke an die aufmerksame Leserin - dass  ein Auto etwas wegwirft. Es gibt Autos, die selbst einparken, aber noch ist es nicht so weit, dass ein Wagen etwas in den Müll wirft.


~ Welche Autoren bzw. Autorinnen liest Du denn selbst sehr gerne? Und vor allem, warum gerade diese? Fasziniert Dich der Schreibstil, die Geschichten oder die Figuren? ~

Ich lese die üblichen Verdächtigen. Ich habe alle Bücher von Stephen King gelesen, von Dean Koontz, Michael Crichton, David Baldacci und vielen anderen Überseeautoren. Koontz schreibt etwas lebendiger als King. Trotzdem favorisiere ich Stephi.
Seit ein paar Jahren bin ich aber dazu übergegangen vieles von deutschen Autoren zu lesen. Mein absoluter Favorit ist Andreas Eschbach. Die Storys die er sich ausdenkt, die sind einmalig. Auch sein Schreibstil gefällt mir sehr gut. Ich lese Sebastian Fitzek seit 10 Jahren. Damals kannte ihn noch kaum jemand und das was er geschrieben hat, das war so dermaßen fesselnd. Aber ich muss auch sagen, dass mich die letzten Bücher von ihm nicht mehr so gepackt haben, wie die Anfänge. Ilona Bulazel lese ich, ohne zuvor auf den Klappentext zu achten. Was sie auszeichnet ist, dass sie praktisch keinerlei Rechtschreibfehler macht. Ihre Bücher sind hervorragend recherchiert. Sie kann auch das Genre wechseln von Thriller zu historischem Roman, sie kann einfach beneidenswert toll schreiben.
Dann wären da noch meine Autorenfreunde Noah Fitz, Salim Güler, Michael Pilipp, Andrew Holland, Renate Eckert, Matthias Bürgel, Marco Monetha, die allesamt hervorragende, spannende Romane schreiben. Der Austausch mit meinen Kollegen ist auch immer sehr ergiebig.


~ Welchen Traum möchtest Du Dir als Autor noch erfüllen, außer auf der Bestseller-Liste zu landen und reich und berühmt zu werden? ~

Gibt es noch einen Traum, als auf einer Bestsellerliste zu landen für einen Autoren? Ich habe es immerhin bis auf fünf Meter zum Bestsellerregal in unserer Stadt geschafft. Aber das zählt wohl nicht.
Natürlich träume ich davon, dass ich einen Verlag bekomme, der meine zukünftigen Romane veröffentlicht. Ich habe jetzt Blut geleckt, es warten noch viele Geschichten in meinem Kopf, die geschrieben werden wollen. 
10. Welchen Traum möchtest Du Dir ganz privat noch erfüllen?
 Einen Traum gibt es: Ich würde gerne eine Runde Golf in St. Andrews/ Schottland auf dem legendären Old-Course spielen.  
Dann würde ich gerne zusammen mit meiner Frau nach Santiago de Compostella marschieren. Und das, obwohl ich überhaupt nicht gläubig bin. Ich sehe es eher als sportliches Ziel und weil mich die Gegend reizt.
Ich bin ein sehr bescheidener Typ. Ich strebe überhaupt nicht nach Reichtum oder nach materiellen Dingen. Ein schnelles Auto? Eine tolle Villa? Nö, das ist nicht mein Ding.


~ Was dürfen Deine LeserInnen demnächst von Dir erwarten? Was kannst Du schon zum nächsten Buch verraten? ~

In meinem zweiten Roman geht es ordentlich zur Sache und wird ein völlig anderes Thema haben. Es handelt wieder in Kaufbeuren im Allgäu und behandelt das Thema Asyl.
Zunächst brennt ein geplantes Asylbewerberheim. Doch das ist erst der Anfang, es wird im Laufe des Buches heftig. Meine Ermittler haben alle Hände voll zu tun. Aber auch die Liebe wird ein Thema sein.
Das Geocaching, das im ersten Buch eine Hauptrolle spielte, wird aber zur Nebensache. Ganz ohne meinem Hobby geht es aber nicht.


~ Zum Abschluss darfst Du gerne noch schreiben was Du schon immer mal loswerden wolltest. Freie Themenwahl sozusagen. ~

Ich habe mir mit meinem Buch einen Lebenstraum erfüllt und das war eine Menge Arbeit. Ohne Verlag tut man sich verdammt schwer. Aber ich bin verdammt stolz darauf einen Roman geschrieben zu haben und das dieser auch veröffentlicht wurde.



 ◦•●◉✿  Info´s über Geocaching  ✿◉●•◦

Geocaching gibt es seit dem Jahre 2000, als das amerikanische Militär die GPS-Satelliten privaten Nutzung frei gab.
Schnell wurde die Idee des Geocachings geboren. Es ist eine Art Schnitzeljagd mittels GPS.
Jemand versteckt irgendwo auf der Welt einen Behälter, gibt die Koordinaten auf der Webseite von geocaching.com ein. Der sogenannte Cache wird frei gegeben und alle User, die sich bei der Webseite registriert haben, können mit den angegebenen Koordinaten den Behälter finden. Der User entdeckt im Behälter ein Logbuch und trägt seinen Usernamen ein. Daraufhin legt er den Behälter wieder zurück an die Stelle des Fundes, damit andere auch diesen Cache finden können. Anschließend kann er seinen Fund auf der Webseite kundtun.
Warum macht man das? Mein Hauptgrund ist, dass man dank Geocaching Stellen und Orte entdeckt, die man ohne Geocaching niemals finden würde. Es gibt immer jemanden, der von einer uralten Burg weiß, die seit Jahrhunderten im Wald von der Natur zurück erobert wird. Das sind solche Aha-Momente.
Es gibt richtige Runden, die gelegt werden. So kann man z.B. um einen See wandern und dabei mehrere ‚Dosen‘ finden. Das macht auch richtig Spaß. Und auf seinem Account bei Geocaching.com kann man seine Statistiken sehen. Wie viele Caches hat man gefunden, wie schwer waren die zu finden, in wie vielen Ländern war der User usw. usw.
Auch sportlich herausfordernd können Caches sein. So werden gerne Behälter in Bäumen versteckt. Dann klettert man auf diesen Baum und sucht das Logbuch. Die ganz schweren Dinger sind sogar nur mit professioneller Kletterausrüstung zu schaffen. Aber es gibt auch viele Caches, die auch von Rollstuhlfahrern geloggt werden können. Es ist für jeden etwas dabei.



 ◦•●◉✿  Über sein Buch  ✿◉●•◦

Kriminaldrama

Klappentext
lt.amazon.de
Kaufbeuren/ Allgäu - Siegfried Distl ist ein liebender Ehemann und Vater einer 15-jährigen Tochter. Gern geht er seinem Hobby, dem Geocaching, einer Art Schnitzeljagd mittels GPS, nach. Eines Tages trifft er bei einer Cachesuche seinen ehemaligen Freund, Jakob Muschke wieder, der ihn damals finanziell ruiniert hat. Die Arroganz und die Zurschaustellung seines Reichtums lässt bei Siegfried alte Wunden aufreißen. Die Wut auf seinen Widersacher steigert sich ins Unermessliche, bis er einen perfiden Plan schmiedet und Jakob durch Geocaching in eine Falle lockt und brutal ermordet. 
Die Kripo unter der Leitung des veganen Hauptkommissars Vincent Zeller tappt zunächst im Dunkeln, bis ein dramatisches Ereignis in der Kernstadt Kaufbeurens einen entscheidenden Hinweis gibt.



 ◦•●◉✿  Interessante Link´s  ✿◉●•◦


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