Donnerstag, 15. Juni 2017

Tödlicher Dunst - Steffen Geiger




** Tödlicher Dunst **

von

~ Steffen Geiger ~


Krimi
284 Seiten
erschienen
am
10. Mai 2017
im
Books on Demand Verlag


Klappentext
(lt.amazon.de)
Bremen, mitten in der Flüchtlingskrise 2015.
Eine rechtsradikale Motorradgang verübt Anschläge auf Flüchtlingsheime.
Kommissar Claasen, gerade nach seinem Zwangsurlaub zurück im Dienst, scheint mit der neuen Situation völlig überfordert.
Zusammen mit seinem neu zugeteilten Partner Markus Getjen nimmt er eine Spur auf, die sonst niemand sieht.
Doch plötzlich scheinen alte Bekannte eine entscheidende Rolle in dem Fall zu spielen.
Warum taucht Frank Meinert plötzlich bei ihm, ohne jeden erkenntlichen Grund, im Revier auf?
Claasen ahnt schnell, dass mehr hinter all dem steckt, als blos ein paar verrückte Rechtsradikale. Hier geht es um einen größeren Plan.
Wird er ihn verhindern können?






Meine Meinung 
Dieses Buch ist die Fortsetzung von "Valentins Geheimnis-Eingeholt von der Vergangenheit" und die Protagonisten aus dem ersten Teil geraten hier in die Machenschaften von Rechtsextremen.
Ich muss dazu sagen, das ich das erste Buch nicht gelesen habe und dem Autor, Steffen Geiger, war es wichtig so zu erfahren, ob man trotzdem der Story und den Personen folgen kann. Dazu muss ich nun sagen, das die ersten gut 50 Seiten, mich als Leserin erschlagen haben, mit Namen, wer mit wem und warum. Zudem habe ich keinen Bezug gefunden, ob das Gelesene nun schon in Band 1 geschehen ist, oder ob es nun gerade jetzt erst passiert. Ich hatte ja somit keinen Vergleich oder konnte mich auch nicht zurück erinnern, wie das einem ja oftmals passiert, wenn zwischen einzelnen Bänden einer Serie mehrere Monate liegen. Aber ich bin ja pfiffig und mache mir zu meinen Rezensionen immer Notizen mit Namen, Berufen, Alter, Familie und Co. So hatte ich dann mit den Personen den Durchblick und die Geschichte ging in einen, für mich wichtigen, Lesefluss über. Nicht mehr groß nachdenken und aufschreiben, sondern sich durch die Story treiben lassen, die ja nun seit vielen Monaten unser aller Alltag geworden ist, das Zusammenleben mit Flüchtlingen. Das dies einigen Gruppierungen nicht passt kommt sehr drastisch rüber und lässt einem das Blut in den Adern gefrieren, zu was Menschen fähig sein können.
In der Geschichte gibt es eigentlich auch keine Hauptperson, die mich von Anfang bis Ende begleitet, sondern es kommen mehrere Protagonisten vor, die einen großen Teil des Ganzen ausmachen. Neben Kommissar Claasen, der sich mit seinem neuen Partner Markus Getjen zusammenraufen muss, kommt auch oft Marlies Brendel zu Wort, die ehemalige Lehrerin die nett wirkt, aber auch nicht ohne ist und Frank Meinert, dessen Freundin Polizistin war und die vorherige Partnerin von Claasen, die bei einem Schusswechsel ums Leben kam. Alle haben ihr Päckchen zu tragen und doch geht jeder damit anders um.  


Fazit
Trotz allem würde ich dazu raten, den ersten Band unbedingt vorher zu lesen, wenn man direkt den Überblick haben will. Steffen Geiger hat es geschafft in diesem Buch die Story so zu verarbeiten, das er mit der Angst der LeserIn spielt. Der Angst, die viele von uns kennen, die man am liebsten aber nicht wahrhaben möchte und vor allem die man nie erleben will.