Donnerstag, 27. Juli 2017

Sebastian Cohen - Ohne Ausweg




~~ Leseprobe ~~


*Ohne Ausweg*
von 
~ Sebastian Cohen ~


Ein Duke-Roman
Band 2
erscheint am
28. Juli 2017



Klappentext
Wie ein Schwerverbrecher sitzt Duke in Handschellen gefesselt auf der Rückbank eines Polizeiwagens. Warum liegt gegen ihn ein Haftbefehl vor? Ist man ihm letztlich doch auf die Schliche gekommen und sucht ihn im Zusammenhang mit den mysteriösen Todesfällen in Keene? Und was ist mit Rachel passiert? Das sind nicht die einzigen Fragen, die ihn beschäftigen. Eben noch befand er sich auf der Straße der Sieger, um ungebremst die Welt zu entdecken. Doch plötzlich scheint das in weite Ferne gerückt zu sein, denn das Schicksal hat etwas anderes mit ihm vor. Die Realität holt ihn zurück auf den Boden der Tatsachen und er findet sich an dem Ort wieder, an dem er sich als Letztes auf dieser Welt aufhalten wollte. Obwohl Duke dachte mit seiner Vergangenheit abgeschlossen zu haben, holt ihn diese wieder ein und ein neuer Name erscheint auf seiner Liste. Eine Liste, auf der niemand stehen will!
 Der 2. Teil der Duke-Reihe startet so turbulent und spannungsgeladen wie der 1. Teil „Ohne Warnung“ geendet hat. Der Leser wird erneut auf eine spannende Reise quer durch die USA mitgenommen und weiß nie, wohin diese Reise ihn führen wird. Trotz der Niederlagen und Rückschläge, die Duke durchleben muss, behält er sich die Neugier auf das Leben, ist offen für Herausforderungen und schmiedet neue Pläne. Er lässt sich nicht davon abhalten, seinen Traum, der so abrupt auf dem Polizeirevier geendet hatte, wieder aufzunehmen und hinauszuziehen, um sich in neue und gefährliche Abenteuer zu stürzen. Niemand kann ihn aufhalten, oder doch?

 Cohen schafft es verblüffend schnell, den Leser in die enge Nähe des Hauptdarstellers zu bringen und eine Art Vertrautheit zu erzeugen. Der Leser ist ganz nahe am Geschehen und die Story ist an keiner Stelle langweilig oder wird künstlich in die Länge gezogen. Wer Duke einmal kennengelernt hat, wird ihn nicht mehr vergessen.“
Jimmy Gee, deutscher Rockmusiker




Leseprobe
Duke konnte nicht fassen, was hier gerade abging. Er saß wie ein Schwerverbrecher in Handschellen gefesselt auf der Rückbank eines Polizeiautos, ohne seine persönlichen Dinge. Nicht einmal sein Telefon hatte er mehr. Eben noch saß er mit Rachel im Wohnmobil, segelte den Highway entlang und hatte die beste Zeit seines Lebens. Der Cop schwieg. Einzig der Polizeifunk krächzte unverständliche Codes, die Dukes Nervenbahnen zusätzlich verknoteten. Nachdem er sich vom ersten Schock der Verhaftung soweit erholt hatte, versuchte er den Wust der sich überschlagenen Gedanken zu ordnen. Noch konnte er sich keinen Reim darauf machen, warum er mit einem Haftbefehl gesucht wurde. Hier konnte nur eine Verwechslung vorliegen. Gleicher Name, ähnliches Alter. Ja, das musste es sein. Doch dann dachte er an Rachel. Was wird sie jetzt von ihm denken, was wird sie unternehmen? Kommt sie ihm überhaupt hinterhergefahren? Duke drehte sich um und schaute aus dem Rückfenster des Wagens, doch das Wohnmobil war nirgends zu sehen. Okay, sie wird sicher zur nächsten Polizeistation fahren und sich erkundigen, wo er festgehalten wird, versuchte er sich zu beruhigen. Seine Welt geriet schon wieder in eine Schieflage. Gerade erst hatte er Rachel gefunden, alles lief hervorragend und plötzlich ging alles wieder den Bach herunter. Es war zum Verzweifeln. Und was hatte dieser Haftbefehl wirklich zu bedeuten?
Ist man ihm irgendwie auf die Schliche gekommen? Duke schüttelte leicht den Kopf. Unmöglich, er war zu vorsichtig um Spuren zu hinterlassen. All die Dinge, die in Keene passierten, waren Unfälle. Trotzdem er sich einredete sicher zu sein, fragte seine kreative Hirnhälfte ein wenig zu vorlaut nach, warum er dann in Handschellen spazieren fährt. Je länger die Fahrt dauerte, umso flauer wurde sein Magengefühl. Sein dringendes Bedürfnis, aufs Klo zu müssen, war mittlerweile verschwunden. Langsam kroch ihm die Angst den Rücken hoch und er fing auf einmal an heftig zu schwitzen. Seine anfängliche Sicherheit, dass er hier nur wegen einer Verwechslung in Problemen steckte, wich immer mehr dem Gefühl, dass man ihn wegen den Vorfällen in Keene geschnappt hatte.
***
Keine zehn Minuten später wurde er unsanft in ein Polizeirevier geführt. Ein weiteres Mal wurden ihm seine Rechte vorgelesen und endlich erklärte man ihm, warum er verhaftet worden war. Duke wusste nicht, ob er lachen sollte oder wegen solch einer Dummheit mit dem Kopf auf die Tischplatte hämmern sollte. Ohne einen weiteren Kommentar wurde er anschließend in eine sanft nach Kotze stinkende Zelle gesteckt. Vorher hatte man ihn gründlich gefilzt und ihm alles abgenommen, womit er sich hätte erhängen können. Duke kochte innerlich. Das alles war so unnötig, was man hier mit ihm veranstaltete. Erneut hatte er einen dummen Fehler begangen. Er, der doch immer alles so genau plante. Diese Nachlässigkeit war mehr als ärgerlich. Wie konnte er sich selbst so ein Bein stellen?
Nach einer gefühlten Ewigkeit wurde Duke wieder aus der Zelle geführt, um seine Daten polizeilich aufzunehmen. Das volle Programm. Duke machte sich keine Sorgen, was sollte ihm schon großartig passieren? Rachel würde kommen und ihn auf Kaution rausholen. Im Film war es jedenfalls immer so. Während man ihm seine Fingerabdrücke abnahm, wollte er nach seinem Recht auf ein Telefongespräch fragen, doch dann fiel ihm ein, dass er sein Telefon ja nicht bei sich hatte. Dummerweise hatte er Rachels Nummer nicht im Kopf. Diese Erkenntnis war niederschmetternd. Was nun? Seine Eltern konnte er ja schlecht anrufen. Während er noch über diese Probleme grübelte, wurde er wieder zurück in die Zelle gesteckt. Stunden vergingen, und Rachel hatte sich immer noch nicht blicken lassen. Was kann so schwer sein, ihn zu finden? Sorgen machten sich in ihm breit, dass ihr in der Aufregung etwas zugestoßen sein könnte. Er befand sich in einer hilflosen Situation, da er weder wusste, was mit ihr war, noch was mit ihm passieren würde. Ereignislos verging der Rest des Nachmittags. Der einzige Höhepunkt war das geschmacklose Essen, das man ihm in die Zelle brachte. Sonst kümmerte sich niemand um ihn.
Es blieb ihm nichts weiter übrig, als zu warten. Jetzt lag es in den Händen der Cops, wie es mit ihm weiterging. In dieser Nacht schlief er schlecht. Immer wieder drehten sich seine Gedanken um Rachel. Dass er selbst bis zum Hals in Problemen steckte, war für ihn in diesem Moment zweitrangig.



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~ Buchtrailer ~











Mittwoch, 26. Juli 2017

Besondere Umstände - Gabriela Kasperski




** Besondere Umstände **

von

~ Gabriela Kasperski ~


Krimi
Band 2 der Schnyder & Meier Reihe
536 Seiten
Neuausgabe erschien
Überarbeitet im Mai 2017
bei Storybakery





Kurz zur Geschichte
(lt. Verlagsseite)
Zita Schnyder hat ihren Master in Psychologie soeben mit Bestnote bestanden. Eine Frau, die ihr Leben im Griff hat – oder hatte, bis sie sich verliebte: in Werner Meier, einen Polizisten in der Midlifecrisis. Da wird aus der Geburtsabteilung des Waldstädter Krankenhauses ein Baby entführt. Zita, die dort in derselben Nacht ihren Sohn Finn geboren hat, ist entsetzt. Noch im Wochenbett stellt sie Nachforschungen an, die sie zu ihrem Geburtsvorbereitungskurs «MamYoga» führen. Meier ist derweil komplett überfordert – von Zitas Ungeduld, von seinen Vatergefühlen und ganz besonders vom Fall des entführten Babys. Trotz Protest von allen Seiten tritt er in den Ausstand und konzentriert sich auf die tote Sozialarbeiterin Ruth Haldimann. Pech nur, dass beide Fälle zusammenhängen und Ruth Haldimann nicht wegen ihrer Arbeit mit jugendlichen Ausländern, sondern wegen ihrer früheren Tätigkeit beim Amt für Adoption ermordet wurde. Als dann auch noch Baby Finn entführt wird, liegen die Nerven blank – Zita und Meier tun alles, um ihren Sohn wiederzufinden.




Meine Meinung 
Dies ist zwar der zweite Band der Serie um Zita Schnyder und Werner Meier, kann aber beruhigt auch als "stand alone" gelesen werden. Mich hat das diesmal nicht gestört. 
Neben dem eigentlichen Fall wird ein Großteil der Geschichte von Zita und Werner betrieben. Die Beiden könnten unterschiedlicher nicht sein, aber vielleicht genau deswegen, passen und ergänzen sie sich hervorragend. 
Eindringlich und sehr bewegend wird auch erwähnt, wie sich die Frauen fühlen die sich nichts sehnlicher als ein Baby wünschen und wie skrupellose Agenturen diesen Drang und Herzenswunsch ausnutzen. Hier kamen mir einige Frauen aber auch sehr gutgläubig vor, da hätten sie mir ab und an etwas kritischer sein können. Die düstere und beklemmende Atmosphärisch passt sehr gut zum Thema und dem Verlauf der Geschichte, diese Aspekte sind sehr gut gelungen und tragen zum Einfühlen in die Notlage der Frauen hervorragend bei. 
Die Autorin gibt selbst den kleinsten Nebenfiguren Platz um sich dem Leser verständlich zu zeigen und so wurde die Story rund und auch sehr vielschichtig.
Gabriela Kasperski hat einen gut zu lesenden Schreibstil und lässt mehrere Handlungen nebeneinander laufen, ohne das ich als Leserin den Faden verloren habe. Vom Thema her ist dies kein Buch, welches man nach dem Lesen der letzten Seite einfach zuklappt und es morgen schon wieder vergessen hat.




Fazit
Ein spannender Plot, der an einigen Stellen ruhig etwas kürzer hätte sein können, aber mit einem Thema welches sehr aufwühlt und einen beklemmenden Lese-Eindruck hinterlässt. 




~ Interessante Link´s ~

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Sonntag, 23. Juli 2017

Der Hirte - Ingar Johnsrud





** Der Hirte **

von

~~ Ingar Johnsrud ~~



Norwegen-Thriller
512 Seiten
Band 1 der Trilogie 
mit Fredrik Beier
erschienen
am 26. Juni 2017
im Blanvalet-Verlag
(Randomhouse)




Kurz zur Geschichte
(lt.Verlagsseite)
Die Tochter der einflussreichen Politikerin Kari Lise Wetre wird vermisst – ein Routinefall für Hauptkommissar Fredrik Beier. Doch kurz darauf wird Beier nach Solro beordert, einem alten Hof vor den Toren Oslos. Fünf Männer wurden auf dem Sitz der christlichen Sekte »Gottes Licht« grausam abgeschlachtet. Das Gelände des Hofs ist ausgestattet wie ein Hochsicherheitstrakt, und im Keller des Gebäudes stoßen die Ermittler auf ein Labor, das auf monströse Experimente hinweist. Von den restlichen Mitgliedern der Sekte fehlt jede Spur, unter ihnen die vermisste Annette Wetre.




Meine Meinung
Ein Thriller-Debüt welches mich als Leserin leider sehr überfordert hat. Der Fall klingt eigentlich spannend und die Hintergründe auch, aber der Autor Ingar Johnsrud hat mir hier zu viele Themen angeschnitten und versucht zu verarbeiten. So gab es für mich keinen richtigen roten Faden, der sich durch die Geschichte gezogen hat. Viele Sprünge von Personen und Örtlichkeiten, wo zu Beginn eines neuen Kapitels nicht gleich klar war, wer mit wem worüber spricht. Einige Abschnitte waren für mich völlig aus dem Zusammenhang gerissen. So kam auch kein Lesefluss zustande und der Reiz, unbedingt weiterlesen zu müssen, verflog von Kapitel zu Kapitel. Zudem verliert sich der Autor auch in vielen Belanglosigkeiten, aber dort wo es angebracht gewesen wäre, genauer hinzuschauen und es etwas ausführlicher angehen zu lassen, da wurde leider gespart. Die handelnden Personen, selbst der Hauptcharakter Fredrik Beier, blieben mir zu blass und zu fremd. Hier hätte ich mir gerne mehr Nähe und persönlichere Einblicke gewünscht. 
Etwas positives gibt es trotzdem zu berichten und das möchte ich auch nicht unerwähnt lassen, spannend, gut beschrieben und nicht gerade schonend, werden die Taten erzählt, die in der Geschichte begangen wurden. Hier blitzte das Können des Thriller-Autors durch, welches diesem Buch stellenweise sehr gut getan hat.




Fazit
So gerne ich skandinavische Lektüre lese, aber dieser Thriller-Auftakt zu einer Trilogie konnte mich leider nicht ganz überzeugen. Der Autor hat zuviel gewollt und somit kam für mich als Leserin eine Geschichte zustande, die mir zu sprunghaft und zu unübersichtlich wurde.

Montag, 17. Juli 2017

... und morgen werde ich dich vermissen - Heine Bakkeid





** ... und morgen werde ich dich vermissen **

von

~~~ Heine Bakkeid ~~~




416 Seiten
Norwegen-Thriller
Band 1 einer neuen Reihe
erschienen
am 23. Juni 2017
im ROWOHLT-Polaris Verlag



Kurz zur Geschichte
(lt. Verlagsseite)
Thorkild Aske wird aus dem Gefängnis entlassen. Früher war er interner Ermittler bei der norwegischen Polizei und ein gefragter Verhörspezialist, doch dann lief etwas entsetzlich schief. Von Schuldgefühlen und Schmerzen geplagt, steht er vor dem Nichts. Ulf, sein Freund und Psychologe, überredet ihn, nach einem verschwundenen jungen Mann zu suchen. Rasmus Moritzen hatte auf einer verlassenen Leuchtturminsel im nordnorwegischen Meer gearbeitet. Ein Tauchunfall, vermutet die örtliche Polizei, für sie ist der Fall erledigt. Als während der Herbststürme eine Leiche angeschwemmt wird, ist Thorkilds alter Spürsinn erwacht: Denn es handelt sich nicht um Rasmus.




Meine Meinung
Heine Bakkeid kennt man in Norwegen als Jugendbuchautor und nun hat er mit "... und morgen werde ich dich vermissen" seinen ersten Thriller herausgebracht und ich muss sagen, er hat mich überzeugen können. Ich liebe diese düsteren skandinavischen Krimis und Thriller sehr und hier spürte ich das Wasser auf der Haut und den Wind in den Haaren, so nah kam man der Natur und vor allem Thorkild Aske, einem zerrissenen und abgewrackten Charakter, der in letzter Zeit anscheinend wieder sehr in Mode gekommen ist, aber hier hatte es einen sehr ausschlaggebenden Grund warum er so geworden ist. Ab und an hatte ich wirklich Mitleid mit ihm, aber er scheint ein endloses Stehauf-Männchen zu sein. Wir begleiten Thorkild ab dem Moment, als er frisch aus dem Gefängnis in Stavanger entlassen wird. Er hatte eine 3-jährige Haftstrafe aufgebrummt bekommen, aber warum, das erfährt man erst so nach und nach in einigen Rückblicken. Dadurch hat Thorkild natürlich seine Polizeijob verloren und nun steht er ohne etwas vor einem Scherbenhaufen und muss außerhalb der Mauer wieder Fuß fassen. Nach einem gescheiterten Selbstmordversuch im Knast und einigen schweren Verletzungen, aufgrund des Vorfalles weswegen er einsitzen musste, bekommt er sehr starke Medikamente, die er bevorzugt mit Alkohol runterspült. Der Fall selbst war spannend und oftmals auch gruselig, zudem hat der Autor sehr intensiv diese bedrückende und düstere Atmosphäre Norwegen´s eingefangen. Die Natur, die mich immer wieder begeisternd in ihren Bann zieht und die Menschen, die erstmal eigenbrötlerisch daherkommen, dann aber, wenn es darauf ankommt, doch zur Stelle sind. Genau bei diesen Zeilen merkt man, das der Autor genau weiß, wovon er schreibt. Zum eigentlichen Fall, das Thorkild einen verschwundenen jungen Mann auf einer einsamen Insel suchen soll, möchte ich nicht zu viel verraten. Zur Lösung, schon weit vor dem Ende, hat mich ein Satz gebracht der eine Geste eines Protagonisten beschreibt, die eigentlich belanglos ist und auch keine entscheidende Bedeutung hat, aber ab diesem Moment wusste ich, diese Person muss der Täter sein.  



Fazit
Dieses Thriller-Debüt konnte mich restlos überzeugen und zwar durch diese düstere, bedrohliche Umgebung und Atmosphäre, das macht für mich einen ganz großen Reiz dieser Bücher aus. Hinzu kommt noch diese dunkle, depressive und einzigartige Stimmung, der ich mich beim Lesen einfach nicht entziehen kann und es auch gar nicht will.




Freitag, 14. Juli 2017

Targa - B.C. Schiller





** TARGA - Der Moment, bevor Du stirbst **

von

~~ B.C. Schiller ~~



Thriller
Band 1 der TARGA-Serie
400 Seiten
erschienen
am 10.Juli 2017
im PENGUIN Verlag


Kurz zur Geschichte
(lt. Verlagsseite)
Targa Hendricks hat keine Freunde, keine Liebe, nichts zu verlieren. Doch vor allem hat sie keine Angst – und genau das macht sie so verdammt gut in ihrem Job. Denn als Undercover-Ermittlerin einer Sondereinheit des BKA ist es ihre Aufgabe, Serienkiller auf frischer Tat zu überführen, und dazu gibt es nur zwei Wege: Targa muss sich einem Mörder ausliefern – oder ihn glauben lassen, sie sei wie er.

Falk Sandman ist Hochschuldozent, charismatisch, clever und besessen von den letzten Worten Sterbender – seiner Opfer. Eines Tages trifft er eine junge Frau, die sich für seine dunkle Seite interessiert. Sie will von ihm lernen, und Sandman fasziniert ihr gefühlloses Verhalten. Zunächst ist er skeptisch, doch allmählich vertraut er ihr.

Ein tödliches Spiel beginnt. Wer wird gewinnen?



Meine Meinung
Dies war das erste Buch, welches ich jemals von den Autoren gelesen habe und ich habe mich gut in den Anfangsband der neuen Serie eingelesen. Diesmal ist die Story etwas anders aufgebaut, wie die, die ich so in den letzten Wochen/Monaten gelesen habe, denn Targa wird als Lockvogel bzw. Komplizin auf den Täter angesetzt. Sie soll ihn praktisch zwingen, gemeinsam mit ihr eine Tat zu begehen und dann soll sie ihn somit quasi live und direkt überführen können. Doch wie man es bestimmt schon ahnt, läuft es nicht so geschmiert wie gedacht.
Mit dem Charakter Targa haben B.C. Schiller eine Frau "erschaffen", der man nicht unbedingt auf die Füsse treten möchte. Targa arbeitet für das BKA, wo sie als Undercover-Ermittlerin Serienkiller aufspüren und überführen soll. Sie hat nach einem schwierigen Start in ihr Leben, eigentlich nur ihren VW-Bus in dem sie lebt und ihren Hund, der "Hund" heißt. Ihm vertraut sie und er bekommt, die meiste Liebe ab, die Targa überhaupt nur geben und zeigen kann. Als Bezugspersonen kommen nur ihre Ziehmutter Margarete und ihr Vorgesetzter Volker Lundt in Frage. Zudem zeigt sie autistische Züge, eckt oftmals bei ihren Mitmenschen an und ihr größter Wunsch ist es, ihren Vater zu finden. 
Spannend ist zu lesen, wie Targa versucht sich an Falk Sandman heranzumachen. Falk ist Dozent an einer Business-School, eigentlich ein schlaues Kerlchen, aber in seinem Privatleben ist er krank und einfach nur irre. Er quält Mädchen in seinem Kellerversteck und nimmt ihnen kurz gesagt, die Luft zum Atmen. Der Tod ist dann nur noch eine Frage der Zeit und des Willens von Falk. Ein Charakter der sehr gut dargestellt und ausgeleuchtet wurde.
Der Schreibstil ist modern, flüssig zu lesen und ich wäre auf alle Fälle dabei, wenn Targa wieder einem potenziellen Mörder auf die Schliche kommen muss.
Kleine Kritik von meiner Seite aus: Das Ende war mir dann doch etwas zu schnell abgehandelt. An einigen Stellen war zuviel gewollt und es wurden Zufälle eingebaut, die sich so gelesen haben wie, als hätte man vergessen dies vorher in die Story einzubauen und nun müsste es aber erwähnt werden um es logisch rüberkommen zu lassen. 


Fazit
Ein erster Band der Lust auf mehr macht und mit Targa hat das Autorenehepaar einen Charakter erfunden, der uns LeserInnen bestimmt noch einiges zu bieten hat. Ich bin gespannt wie es weitergehen wird und welche Marotten Targa noch "aufgebrummt" bekommt. 



Die 7 Farben des Blutes - Uwe Wilhelm

Thriller



** Die 7 Farben des Blutes **

von

~~ Uwe Wilhelm ~~


Thriller
480 Seiten
erscheint am
Ebook: 03. Juli 2017
Taschenbuch: 17. Juli 2017
im
Blanvalet Verlag




Kurz zur Geschichte
(lt.Autorenseite)
Drei Morde in drei Monaten. Drei Frauen. Drei Verkündungen, in denen der Mörder von sieben „Heilungen“ erzählt. Die Berliner Polizei steht unter Druck. Doch dann ist die Serie mit einem Mal beendet und gerät in Vergessenheit – nur nicht für Staatsanwältin Helena Faber, die davon überzeugt ist, dass dies erst der Anfang war. Als ein Jahr später eine vierte Frau brutal ermordet wird, macht Helena Jagd auf den, der sich selbst Dionysos nennt. Es ist der Beginn eines Rennens gegen die Zeit, aber auch eines Kampfes ums Überleben, denn sie ist ins Visier des Täters geraten. Und er wird nicht aufgeben, solange sie nicht „geheilt“ wurde.



Meine Meinung
Ein spannender Thriller der in Berlin angesiedelt ist und für LeserInnen mit einem zarten Seelchen ist er nicht unbedingt zu empfehlen, denn bei manchen Beschreibungen geht es schon extrem zur Sache, was mich persönlich allerdings nicht gestört hat. Das hat diesem ungewöhnlichen Fall nochmals eine gewissen Brisanz verliehen. Aus Sicht einer Frau sind manche Taten schwer zu lesen, denn der Täter, der zu Beginn nur als Dionysos bezeichnet wird, hat widerliche und brutale Gedanken um gewisse Frauen zu "heilen", aus seiner kranken Sichtweise. Deswegen nimmt Staatsanwältin Helena Faber sich dieses Falles wieder an, um das "kranke Schwein" vollends aus dem Verkehr zu ziehen, nachdem dieser wieder eine starke und prominente Persönlichkeit aus dem Berliner Leben, gerissen hat. Helena ist allein erziehende Mutter von zwei Töchtern, lebte getrennt von ihrem Mann Robert, mit dem sie aber beruflich immer wieder zutun hat, und sie leidet zunehmend an Gedächtnisschwund sobald sie in Stress gerät. Das geht soweit das sie selbst die Namen ihrer Töchter vergisst. Dieser Verlust erschwert die Ermittlungsarbeiten sehr. Man möchte Helena in diesen Situationen helfen und ihr zurufen was man selbst weiß, sie aber schon wieder vergessen hat. Das hat mich beim Lesen selbst manchmal irre werden lassen. Helena blieb mir immer etwas kühl und distanziert und ich hätte gerne noch intensivere Gedanken von ihr gelesen, vor allem als sie nicht mehr wusste, wer sie selbst ist und wohin sie gehört. 
Obwohl man nach gut der Hälfte des Buches wusste, wer nun dieser ominöse Dionysos ist, hat dies der Spannung keinen Abbruch getan, sondern ich fand, das durch das Wissen, es noch irrer wurde, da die Ermittler erst langsamer und etwas später dahinter kamen, wer es nun ist. Zum Ende hin treibt Uwe Wilhelm die Spannung nochmals in die Höhe, denn die Jagd wird an mehreren Stellen beschrieben, so das man von einer Örtlichkeit zur nächsten hetzt. Es wird nochmals recht brenzlig und ich habe ohne viel Luft zu holen gelesen und gelesen und gelesen, bis endlich die letzten Seiten mit dem großen Showdown kam und ich wieder durchatmen konnte.
Der Fall ist zwar gelöst, doch die letzte Seite hält eine kleine Überraschung parat. Sie lässt mich erschaudern und kurbelte sofort meine Fantasie an.
Kleiner Kritikpunkt meinerseits: Es haben sich einige kleine Logikfehler eingeschlichen, aber das tut der Story an sich keinen großen Abbruch, störte mich aber persönlich etwas.



Fazit
Ein lesenswerter Thriller, der seine Bahnen bis in die höchsten Kreise der Berliner Justiz zieht und der an der Brutalität, den Opfern gegenüber, kaum zu überbieten ist.
Sehr lesenwert und ich hoffe, das man nochmals ein Buch mit Helena Faber und Co. zu lesen bekommt.



~ Lesenswerte Link´s ~


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Donnerstag, 13. Juli 2017

Blutebbe - Derek Meister



** Blutebbe **

von

~~ Derek Meister ~~


Thriller 
Band 3 der 
Knut Jansen & Helen Henning- Reihe
erschienen
am 19. Juni 2017
im BLANVALET Verlag



Kurz zur Geschichte
(lt.Verlagsseite)
Auf einem Geisterschiff im Watt werden die Leichen zweier Frauen gefunden. Sie sind grausam zugerichtet, wie Fische aufgehängt und ausgenommen worden. Ihre Lungen fehlen, und der Mörder hat eine seltsame Rune hinterlassen. Ein Ritualmord? Die Ermittlungen führen Knut und Helen zu einem weiteren Todesfall, der bereits Jahrzehnte zurückliegt. Treibt ihr Täter seitdem unbemerkt an der Küste sein Unwesen? Bevor Knut und Helen die schaurige Wahrheit herausfinden können, werden sie selbst zu Gejagten.


Meine Meinung
Nach *Der Jungfrauenmacher* und *Die Sandwitwe* legt der Autor Derek Meister nun mit seinem dritten Band der Knut Jansen und Helen Henning-Reihe nach. 
Ein Thriller der mich sehr gut unterhalten hat und der etwas härter ist als die Vorgänger. Hier hat der Autor ganz schön an Brutalität und detaillierten Beschreibungen zugelegt und wie ich finde, hat sich das sehr zum Vorteil verändert an seinem Schreibstil, der trotz allem flüssig und sehr gut zu lesen ist. Die Geschichte ist mit einem Hauch Mystik versehen, mit vielen Toten und Verletzten, selbst in den eigenen Reihen der Ermittler. 
Sehr brutal und ungewöhnlich finde ich diesmal die Tötungsarten und auch den Charakter des Täters finde ich gut gelungen. Ich mag es ja, wenn man tiefe Einblicke in die Psyche und in das Tun und Handeln eines Täters bekommt. 
Durch kurze, rückblickende Erwähnungen, bei den Ermittlern war ich wieder sofort im Bilde, denn es war schon etwas her, das ich Band 2 gelesen hatte. Dadurch fiel mir der Einstieg in diese Geschichte sehr leicht und ich fand mich sofort wieder in Valandsiel zurecht. Helen und Knut haben diesmal wirklich viel zu durchleiden, doch beide erweisen sich als sehr starke Menschen, auch wenn die schreckliche Vergangenheit beide einzuholen scheint.
Der Grund des Tötens, wenn man ihn denn wirklich als Grund benennen kann, ist geschichtlich verankert und wird zudem gut erklärt bzw. später aufgelöst.
Obwohl man den Täter gleich zu Beginn der Story kennenlernt, hat dies der Spannung nicht geschadet, die von der ersten bis zur letzten Seite zu spüren ist. Der Thriller endet mit einem furiosen Finale im nebligen Watt und hier wurde ich als Leserin dann alleine mit meinen Gedanken zu diesen zwischenmenschlichen Dramen gelassen. 
Einziger Kritikpunkt: Mir wurde nach dem ersten Doppelmord zuviel und zu lange herumspekuliert wieso, weshalb und warum dies nun geschehen ist. Das war mir zu ausführlich.


Fazit
Ein toller 3. Band dieser Serie, der vieles vereint: Spannung, Mystik, Mord, Qual, eine Vergangenheit die eigentlich abgeschlossen scheint und zwischenmenschliche Begegnungen, die noch lange in Erinnerung bleiben.



~ Interessante Link´s ~

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Ulrike Busch - Mordsleben


~~~ NEUERSCHEINUNG / BUCHVORSTELLUNG ~~~


** Mordsleben **
von
~ Ulrike Busch~

Ostfrieslandkrimi
Band 3
der Fenna Stern & Tammo Anders-Reihe



Klappentext
Mit der ostfriesischen Ruhe ist es in Greetsiel vorbei: Die norddeutsche Schauspielerin Leonie Altinga kehrt in ihre Heimat zurück und eines Abends werden Schüsse auf sie abgegeben. Sie bleibt unverletzt, aber bald darauf werden mehrere Bürger des idyllischen Fischerdorfes zum Ziel weiterer perfider Anschläge. Bei allen beteiligten Personen finden sich Verbindungen zu Leonies Leben. Doch wer ist hier Opfer, wer ist Täter? Vor vielen Jahren hatte Leonie in Greetsiel ihre Tochter und ihren Mann verloren. Führt sie in Wahrheit einen brutalen Rachefeldzug, und die Schüsse auf sie waren nur inszeniert? Die Ermittler Tammo Anders und Fenna Stern stehen vor einem mysteriösen Fall, und das mörderische Spiel in Ostfriesland scheint kein Ende zu nehmen.

Von Diebstahl und Erpressung bis hin zum Bombenanschlag und der Verwendung eines Autos als mörderische Waffe – das idyllische Greetsiel erlebt Tage des Schreckens. Alles hängt zusammen mit Leonie Altinga – ehemals eine international gefeierte Schauspielerin, nach ihrer Schauspielkarriere erfolgreiche Autorin. Die friesischen Kommissare haben es in ihrem neuen Fall mit einer echten Diva zu tun, und schon bald wird klar: Der Schlüssel zur Lösung liegt in der Autobiografie, die Leonie Altinga kürzlich veröffentlicht hat.

Die Diva hatte ein „Mordsleben“ im wahrsten Sinne des Wortes, und ist dabei so manchem auf die Füße getreten ... Dem friesischen Ermittlerteam bleibt nicht viel Zeit, der Sache auf die Spur zu kommen, denn die Anschlagserie scheint kein Ende zu nehmen ...

Gelingt es den Kommissaren, das mörderische Treiben zu stoppen? Kann wirklich eine Person für diese Serie an Anschlägen verantwortlich sein oder gibt es mehrere Täter? 
Findet es heraus und begleitet Tammo Anders und Fenna Stern auf der Jagd nach dem Täter. Der Ostfriesenkrimi „Mordsleben“ ist als E-Book erschienen sowie als schickes Taschenbuch.


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Weltbild: 


Taschenbuch http://bit.ly/2t7jd7e





Mittwoch, 12. Juli 2017

Ich musste sie kaputt machen - Stephan Harbort



** Ich musste sie kaputt machen **

von

~~ Stephan Harbort ~~


384 Seiten
erschienen
am 10. Oktober 2013
im ULLSTEIN Verlag


Kurz zum Inhalt
(lt. Verlagsseite)
Der Name Joachim Georg Kroll steht für eines der dunkelsten Kapitel der deutschen Kriminalgeschichte. In mehr als zwei Jahrzehnten tötete der Serienmörder mehrere Frauen und Mädchen, bevor er von der Polizei gefasst wurde. Mit analytischer Schärfe untersucht der bekannte Kriminalist Stephan Harbort den Fall des »Jahrhundertmörders«. Dabei entsteht das beeindruckende Psychogramm eines Mannes, der zeit seines Lebens von seinen Trieben gesteuert wurde.


Meine Meinung
Ein Buch, welches einem beim Lesen, das Blut in den Adern gefrieren lässt.
Ich habe mich immer wieder gefragt, wie Kroll sich so gleichgültig und kaltherzig gegenüber einem anderen Menschen verhalten kann? Unfassbar und sehr schrecklich. 
Stephan Harbort macht einem wieder deutlich wie solche Menschen jahrelang unerkannt nebenan wohnen können und man es nicht ahnt. Wenn man nicht wüsste, das sich diese Verbrechen so zugetragen haben, hätte man denken können einen harten Krimi zu lesen. Der Schreibstil und die damit einhergehenden Erklärungen gelingen Harbort immer hervorragend, zudem hält er die Spannung hoch, auch wenn das Leben von Kroll an einigen Stellen doch extrem langweilig und normal dargestellt wird. Sehr lesenswert ist es, wenn die Gedanken des Täters beschrieben werden, wenn man noch tiefer in sein Tun eintaucht. Dabei musste ich oftmals den Kopf schütteln und das Buch zur Seite legen um alles sacken zu lassen. 
Immer wieder klasse finde ich, das der Autor auch die Sicht auf Opfer und deren Hinterbliebende in den Blickpunkt zieht und diese so nicht in Vergessenheit geraten, denn auch deren Leben wird für immer mit diesem Fall in Verbindung stehen. Sehr interessant sind auch die Vernehmungsprotokolle, die einen noch tieferen Einblick von Kroll zulassen. 
Bei den, doch recht detaillierten Beschreibungen der grausamen Morde, kann einem ganz anders werden und es kann doch nicht nur daran liegen, das Kroll so geworden ist, weil er keine wundervolle und behütete Kindheit hatte? Nach dem Ende habe ich das Buch zugeklappt und es wird mir noch sehr lange in Erinnerung bleiben, so schrecklich auch alles ist. 
Einziger Kritikpunkt: Mir ist die Schrift etwas zu klein.



Fazit
Eindringlich beschrieben im Stile Harbort´s, nicht zu reißerisch, aber aufklärend und fast so spannend wie ein Krimi,wenn man nur nicht wüsste das es die brutale Realität ist.
 Harte Kost und nichts für Menschen mit einer zarten Seele.



~~ Interessante Link´s ~~

klick ---> Stephan Harbort - Seite des Autors <--- klick

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Sonntag, 9. Juli 2017

Friesenhuus - Ele Wolff




** Friesenhuus **

von

~~ Ele Wolff ~~



Ostfrieslandkrimi
Band 1 der Serie um Janneke Hoogestraat
187 Seiten
erschienen
am 30. September 2016
im KLARANT Verlag



Kurz zur Geschichte
(lt.Verlagsseite)
 Alles, was in Ostfriesland Rang und Namen hat, befindet sich im Hotel Friesenhuus in Leer, denn der bekannte Schmuck-Unternehmer Habbo Hohboom feiert seinen Fünfundsechzigsten. Doch während der Feier verschwindet sein Sohn Peter spurlos, und schon bald wird die Befürchtung zur Gewissheit: Der Juniorchef wurde entführt.
Die junge Krimi-Schriftstellerin Janneke Hoogestraat, die gerade im Friesenhuus einen Werbejob angenommen hat, ist vor Ort und voll in ihrem Element – ganz ungefragt ermittelt sie kräftig mit. Schnell wird klar, die Familie und das Unternehmen Hohboom sind geprägt von Streit und Machenschaften. Und so weigert sich der Schmuck-Millionär, das Lösegeld zu zahlen, denn er glaubt, sein Sohn habe die Entführung nur inszeniert. Die Katastrophe nimmt ihren Lauf.



Meine Meinung
Wer einen typischen Ostfrieslandkrimi sucht, der kommt um die Serie mit der Zufalls-Hobbyermittlerin Janneke Hoogestraat, nicht drum herum. Ich habe mich sehr gut und kurzweilig unterhalten gefühlt. Gleich die ersten Sätze haben mich hellhörig werden lassen, denn wenn ich solche Wörter wie verklebte Fensterrahmen lesen, dazu noch mit dicker Isolierfolie versehen um Geräusche zu verschlucken, na da läuft doch mein Kopfkino sofort auf Hochtouren. Der ruppige Charme der Bewohner und das Gefühl auf dem "platten Land" zu leben, wurde mir als Leserin hier sehr gut vermittelt. Der Aufbau der Geschichte lässt nicht lange auf sich warten, Entführung, Erpressung und Mord, alles auf 187 Seiten spannend vereint und verpackt. Es werden keine detaillierten Brutalitäten geschildert, denn das hat dieser Krimi nicht nötig, die Spannung baut sich durch die Fantasie des Lesers auf, denn dafür wird hier viel Platz geboten, vor allem in den Kapiteln aus der Sicht des Entführten. Neben all diesen schlimmen Sachen gibt es auch ein kleines bisschen Liebe, denn Janneke lernt den Ermittler Renke de Buhr kennen und ich hoffe, die Beiden werden sich nicht aus den Augen verlieren, nachdem der Fall mit einer überraschenden Auflösung endete.
Janneke Hoogestraat ist eine taffe Frau, Anfang 30, die nach ihrer Scheidung von Bayern-Bertie bei ihrem liebevoll-chaotischen Onkel Hinrich eingezogen ist. Neben exklusiven Handtaschen liebt Janneke teure High Heels und ganz nebenbei schreibt sie unter einem männlichen Pseudonym Krimis. Ach, ich mochte sie sofort, denn Janneke ist liebenswert und nie um einen guten Spruch verlegen.


Fazit
Wer einen Krimi mit Lokalkolorit, einem spannenden Kriminalfall, einer coolen Hobbyermittlerin und dem spröden Charme der Ostfriesen sucht, der sollte sich getrost diesem Krimi, bzw. dieser Serie, widmen.



~ Interessante Link´s ~

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Samstag, 8. Juli 2017

Das Verschwinden der Adéle Bedeau - Graeme Macrae Burnet




** Das Verschwinden der Adéle Bedeau**

von

~ Graeme Macrae Burnet ~


Kriminalroman
288 Seiten
erschienen
am 30. Juni 2017
im EUROPA VERLAG


Klappentext
(lt.Verlagsseite)
Keine Frage: Manfred Baumann ist ein Sonderling. Obwohl als Bankdirektor der elsässischen Gemeinde Saint-Louis in guter Stellung, tut sich der 36-Jährige schwer im Umgang mit Menschen. Umso wichtiger sind für den eigenbrötlerischen Junggesellen seine gewohnten Routinen: ein penibel geplanter Tagesablauf, die regelmäßigen Ausflüge nach Straßburg zu den leichten Mädchen von Madame Simone und die Besuche in seinem Stammlokal. Tag für Tag beobachtet er dort, meist schweigend, die blutjunge Kellnerin Adèle Bedeau. Bis sie eines Abends spurlos verschwindet. Manfreds Welt gerät ins Wanken, als Kommissar Georges Gorski die Ermittlungen im Fall Adèle Bedeau aufnimmt…
Wird Gorski, der noch immer schwer an einem lang zurückliegenden Ermittlungsfehler zu tragen hat, diesmal den richtigen Riecher haben und das plötzliche Verschwinden von Adèle aufklären, die wie vom Erdboden verschluckt zu sein scheint? Und was hat Manfred mit dem Fall zu tun, der auf einmal mit vergessen geglaubten Geistern seiner Vergangenheit kämpft?

Meine Meinung
Da ich auf der ersten Seite, bevor die Story überhaupt anfängt, gelesen habe das als Autor des Buches Raymond Brunet genannt wird und Graeme Macrae Burnet als Übersetzer, stand ich erstmal kurz auf dem Schlauch. Also habe ich zackig zum Nachwort geblättert und habe mich aufklären lassen. 
Raymond Brunet hat *Das Verschwinden der Adéle Bedeau* im Jahr 1982 veröffentlicht. Er starb mit nur 38 Jahren, im Jahre 1992, als er sich vor einen Zug warf. Seine Lebensgeschichte, die im Nachwort ausführlicher beschrieben wird, weist viele Parallelen zur eigentlichen Story des Buches auf, doch er widersprach diesen Hinweisen seiner Leser immer entrüstet.
Die Geschichte des Buches beschreibt im Grunde das Leben zweier Männer, die sich vor einigen Jahrzehnten schon einmal begegnet waren, im Zuge einer Mordermittlung und die sich nun erstmals wieder begegnen, ohne sich direkt zu erkennen. Es geht um den Bankangestellten Manfred Baumann, der sein Leben am liebsten so lebt das sein routinierter Tagesablauf niemals durch etwas unvorhergesehenes aus dem Tritt gebracht werden darf. Sollte es doch einmal so sein, analysiert er alles haarklein und am liebsten wäre ihm, er würde unsichtbar und unscheinbar sein Leben leben. Das war auch schon in der Kindheit so. 
Dann kommt Georges Gorski hinzu, ein Kommissar der als Vorzeigeobjekt seiner Frau herhalten muss, denn sie ist Besitzerin einer Boutique und kann es sich nicht leisten, das die Bewohner von Saint-Louis ihren Mann schludderig herum laufen sehen. Er hat vor über 20 Jahren an dem Mord von Juliette, einem jungen Mädchen, ermittelt. Es wurde zwar ein Obdachloser für diese Tat verurteilt, aber Gorski war sich immer sicher, das dieser die Tat niemals begangen hat. Auch heute noch, nach diesen vielen Jahren, zieht es ihn oft an den Tatort zurück, mit der Hoffnung irgendetwas damals zu übersehen haben.
Durch das Verschwinden von der Kellnerin Adéle Bedeau kreuzen sich die Wege von Baumann und Gorski und die Vergangenheit holt beide ein. Die Männer haben verletzte Seele und ich als Leserin hatte wirklich Mitleid. Beide haben kein einfaches Leben, nicht in der Jugend und im späteren Erwachsenenleben auch nicht. Doch einer von beiden wird sein Leben beenden, um allem zu entkommen. Doch ist das die richtige und beste Lösung?

Fazit
Ein eindringliches und sehr intensiv beschriebenes Psychogramm von zwei Männern, die ihr Leben lang in sich selbst gefangen waren bzw. sind.

~ Lesenswerter Link ~
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