Montag, 19. Februar 2018

Seelenspiel - Tarryn Fisher





** Seelenspiel **

von

~~ Tarryn Fisher ~~


Thriller ???
416 Seiten
erschienen 
am 01. Februar 2018
im PIPER Verlag



Kurz zur Geschichte
(lt. Verlagsseite)
Vor dem Fenster nichts als Schnee und Eis; die Haustür ist verschlossen. Am Morgen ihres 33. Geburtstags wacht Senna in einem fremden Haus auf. Es gibt kein Entkommen. Und sie ist nicht allein. Im Nebenzimmer findet sie Isaac, ihren Arzt. Warum sind sie hier? Wer hat sie entführt? Dann entdecken sie Spuren, die der Täter hinterlegt hat – und die Senna zutiefst verstören. Sie begreift, dass es nur einen Ausweg aus diesem abgründigen Spiel gibt: Sie muss sich ihrer Vergangenheit stellen. Und so taucht Senna tief ein in eine Geschichte von Liebe und Hass, Schuld und Rache, Leben und Tod.



Meine Meinung
Wow, das Cover sieht super aus. Der Klappentext, klingt spannend und ganz nach meinem Geschmack, doch nach fast der Hälfte des Buches musste ich aufhören zu lesen. 
Wer kam auf die Idee, dies mit dem Genre "Thriller" zu deklarieren?
Ok, bis Seite 96 kam Spannung auf und der Plot war bis dahin auch düster und atmosphärisch sehr dicht, da man mit Isaac und Senna in diesem einsamen, verschneiten Haus eingesperrt war und man aber nicht wusste oder ahnen konnte warum. In dem ersten Teil konnte mich Tarryn Fisher auch an die Geschichte fesseln und man erlebte mit, wie die Beiden in dieser ungewissen Situation sich so etwas wie einen Alltag aneigneten, um nach vielen Wochen nicht durchzudrehen.
Doch dann kam der ausufernde Rückblick, wie sich Senna und Isaac überhaupt kennen lernten. Welche gesundheitlichen Schicksalsschläge Senna zu überstehen hatte und wie tief ihre erste große Liebe zu Nick war. In diesen Abschnitten hat mich die Autorin verloren. Da war nichts mehr von einem Thriller zu spüren, es klang eher alles wie ein Lebenslauf von Senna und nachdem ich mich selbst da noch über 100 Seiten lang quälte weiter zu lesen, gab ich es auf und klappte das Buch zu. 
Es mag sein, wie ich bei anderen Rezensionen lesen konnte, das später noch etwas passiert, aber ich hatte nicht den Wunsch mich bis dahin durchzuackern. 




Fazit
Meiner persönlichen Meinung nach, leider kein Thriller der mir schlaflose Nächte bereitet hat, trotz des tollen Klappentextes. Es muss schon viel passieren bis ich ein Buch abbreche, aber hier habe ich es wirklich nur bis zur Hälfte geschafft. 



Sonntag, 18. Februar 2018

Reue - Sascha Berst-Frediani



**  Reue **

von

~~ Sascha Berst-Frediani ~~



Roman ?
Krimi ?
247 Seiten
erschienen
am 07. Februar 2018
im GMEINER-Verlag



Kurz zur Geschichte
(lt. Verlagsseite)
Ein Dorf in Deutschland. Sie – jung, hübsch und beruflich erfolgreich, ihr Ehemann – derb und eher schlicht. Dass er nur am Wochenende zu Hause ist, stört sie nicht. Eigentlich wäre alles perfekt, wenn dieser Untermieter nicht wäre. Am Anfang spielt sie nur mit ihm. Aber die Versuchung ist zu groß. Und plötzlich ist es ernst. Doch als sie beschließt, die Karten auf den Tisch zu legen, ist einer tot und für die Wahrheit ist es zu spät. 



Meine Meinung
Erzählt wird die Geschichte eines Mordes, vom ersten Gedanken daran, das man ihn begehen könnte, bis zur eigentlichen Tat. Der Weg dahin kann ein extrem kurzer sein und man tut einfach, was man in diesem Moment fühlt und denkt, es muss sein, wenn nicht jetzt, wann dann? Sabine und Dieter Holzer leben eine Wochenendehe. Sie arbeitet im Ort bei der Bank und er ist von Montag-Freitag in der Kaserne. Das Paar kauft ein Haus und sie lassen Thomas, den Mieter der Wohnung unter ihnen weiter darin wohnen. Man ahnt schon was passieren könnte, Frau daheim, Mann unter der Woche weg, Mieter auch daheim. Dieser Umstand spricht sich im Dorf herum. Das kennt man an einigen Stellen auch aus dem wahren Leben. Die Nachbarn wissen immer mehr wie man selbst oder der liebe Gott. Sie sehen alles, sprechen hinter vorgehaltener Hand und dichten so manche Sensation hinzu. Der Beginn der Geschichte ist schon haarsträubend und bis zu einem gewissen Punkt hat mich der Autor im Ungewissen gelassen, wer nun von den beiden männlichen Hauptprotagonisten überlebt hat. In Rückblenden und aus verschiedenen Blickwinkeln erzählen die Menschen, die in der Geschichte vorkommen ihre Sicht der Dinge oder lassen mich als Leserin an ihren Gedanken teilhaben. Die recht kurzen Kapitel haben mich das Buch schnell lesen lassen und hinzu kam noch der Aspekt, das ich unbedingt wissen wollte, wie die ganze Tragödie nun aufgelöst wird. Über das Ende kann man streiten, ob es so einfach im wahren Leben wirklich sein könnte. Ich habe dazu meine eigene Meinung, aber es wird wohl vom Autor so gewollt sein. Zudem erlebt man eine Achterbahn der Gefühle, denn das Buch vereint fast alle Facetten die ein Mensch fühlen und erleben kann. Von Liebe und Hass, von Leben und Tod, von Glück und Pech, von Neid, Missgunst, Rache, Eifersucht und unbändiger Wut auf alles und jeden. 



Fazit
Durch die leichten Spannungselemente würde ich das Buch eher als Krimi einstufen und nicht als Roman. Erstaunlich das man so viele verschiedene Gefühle in 247 Seiten packen kann.



Meine Lese-Zeit für dieses Buch

Beginn: Samstag, 17.02.2018
Ende: Sonntag, 18.02.2018





Samstag, 17. Februar 2018

Aus nächster Nähe - LS Hawker




** Aus nächster Nähe **

von 

~~ LS Hawker ~~



Thriller
352 Seiten
erschienen
am 05.Februar 2018
im Verlag HARPER COLLINS



Kurz zur Geschichte
(lt. Verlagsseite)
Das Leben war nicht immer gut zu Nessa Donati. Doch inzwischen konnte sie sich ihr eigenes kleines Glück aufbauen. Mit ihrem Mann John, ihrem Sohn Daltrey und dem Zurücklassen ihrer Vergangenheit. Doch plötzlich verschwindet John und die Polizei befragt sie als Verdächtige. Kurz darauf beginnen die Attacken: Erst im Internet, dann darüber hinaus. Sie fühlt sich verfolgt. Wer ist es, der sie mit ihren Geheimnissen quält? Und wie weit wird er gehen?



Meine Meinung
Der erste Thriller *Grausames Erbe* von LS Hawker hatte mir schon super gefallen, deswegen habe ich mich sehr auf diese Story gefreut.
Nessa Donati hat kein einfaches Lebens, weder aktuell noch ist ihre Vergangenheit toll gewesen. Ich war mir das ganze Buch über lang nicht sicher, ob ich Mitleid mit Nessa haben sollte, oder ob sie nicht doch alles in die Wege geleitet hat, um von sich als Täterin abzulenken und als das arme Opfer da zu stehen. Zwischendrin hat die Autorin Charaktere eingebaut, denen ich aber auch alles hätte zutrauen können. Einige Zufälle, die dann doch keine waren, haben mich wieder stutzig werden lassen. Irgendwann hatte ich alle Personen einmal in Verdacht. Doch die Lösung des Falles hat mir kurz den Atem stocken lassen, denn diese Wendung hatte ich gar nicht auf dem Schirm gehabt. Hier hat mich LS Hawker total überrascht und ich fand es einfach klasse. In letzter Zeit hatte ich bei einigen Thrillern oftmals das Gefühl, das die Lösungen irgendwie an den Haaren herbeigezogen wurden oder völlig unlogisch waren, aber hier nahm die Dramatik zu und die Spannung erreichte ihren Höhepunkt. Leider ging mir der Spannungsbogen in einigen Teilen des Buches verloren, so das ich nicht davon reden kann von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt gewesen zu sein, aber das Leben von Nessa, der Hauptperson, und ihrer düsteren Vergangenheit hat mir gefallen. Der Schreibstil ist gut und schnell zu lesen, nur an einigen Stellen plätscherte leider die Story etwas vor sich. Hier hätte ich mir mehr Nervenkitzel und mehr emotionale Spannung gewünscht.



Fazit
Ein Thriller mit leichten Abstrichen bei der nicht ganz durchgehenden Spannung, aber mit einem Ende das es wirklich in sich hat. 



Meine Lese-Zeit für dieses Buch
Beginn: Dienstag, 13.02.2018
Ende: Samstag, 17.02.2018



Link zur Rezension des ersten Thriller´s der Autorin

klick ---> LS Hawker- Grausames Erbe <--- klick

Dienstag, 13. Februar 2018

Zwentibolds Rache - Jürgen Schmidt



** Zwentibolds Rache **

von

~~ Jürgen Schmidt ~~



Krimi
220 Seiten
erscheint 
am 15. Februar 2018
im Verlag EDITION OBERKASSEL



Kurz zur Geschichte
(lt. Verlagsseite)
Claudia und Bernd Bödecker feiern mit Freunden und Bekannten im heimischen Garten ausgelassen ihren zehnten Hochzeitstag. Mit dabei sind Andreas Mücke und seine Partnerin Jessica Reinders. Alles passt an diesem herrlichen Juniabend in Bad Münstereifel zusammen, wäre da nicht der angetrunkene Schriftsteller Philipp Scharner aus Rheinbach. Nachdem er diverse Frauen angebaggert hat, wirft der Gastgeber ihn schließlich raus. In der gleichen Nacht wird Bernd Bödecker mit einer Flasche tödlich zu Boden geschlagen. Der tatverdächtige Autor bittet ausgerechnet Privatdetektiv Mücke um Hilfe. Vieles spricht gegen den unliebsamen Schriftsteller – nur das Motiv überzeugt nicht. Mücke nimmt den Auftrag zögernd an und stößt bald auf weitere Spuren. Doch Scharner, dessen Freundin Hannah und der Anwalt verheimlichen dem Ermittler entscheidende Hinweise.
Erst als eine unbekannte Person mit dem zweifelhaften Namen “Zwentibold” ins Spiel kommt, gelangt Licht in das Dunkel des Falls.


Meine Meinung
Ein guter Krimi, im Stile von Jürgen Schmidt. Mit Band 1 „Lesereise in den Tod“ konnte der Autor mich mit seinem Privatdetektiv Andreas Mücke überzeugen und mit diesem neuen Buch haben sich Beide nochmals weiterentwickelt, Detektive sowie auch der Autor. Ich mag Schmidt´s Schreibstil, kurz, knackig und nichts das groß und ellenlang beschrieben wird. Selbst die Charaktere werden nicht ausufernd vorgestellt, ich meine vom Aussehen her, hier kommen eher die inneren Werte und die Eigenschaften zum Vorschein, was mir ausgesprochen gut gefällt. Der Autor hat eine besondere Art einen Kriminalfall anzugehen, er stupst den Leser nicht direkt mit der Nase auf alle Kleinigkeiten, hier wird man beim Lesen animiert, mitzudenken und die eigenen Schlüsse zu ziehen. Ich lasse mal dahingestellt sein, ob man am Ende damit richtig liegt oder nicht, aber ich finde es super, das man nicht alles haarklein vorgekaut bekommt, sondern sich einige Teile des Plots selbst „erarbeiten“ kann. Die verschiedenen persönlichen Einstellungen und Gedanken der Personen lernt man eher durch die Dialoge kennen, nicht durch vorgegebene Darstellungen.
Mit Andreas Mücke ist ein Protagonist entstanden, der versucht alles unter einen Hut zu bekommen. Seinen Job, seine beiden Kinder die ihn regelmäßig besuchen, von deren Müttern er getrennt lebt und das Privatleben mit seiner neuen Freundin Jessica, nebenbei noch einkaufen und den Haushalt schmeißen. Neben dem eigentlichen Kriminalfall, spielt das Privateben von Mücke eine große Rolle. Gerade bei dieser Geschichte, da der Tote sein bester Freund war. Der Autor versteht es den Mord und die weiteren Gewaltdelikte nicht brutal und nicht bluttriefend zu beschreiben. Das hat dieser Krimi auch nicht nötig, so wie es beschrieben wird, so passt es einfach.



Fazit
Ein solider, spannender und guter Krimi aus Bad Münstereifel und Umgebung, der ohne Gewaltbeschreibungen auskommt und mit Andreas Mücke einen tollen Protagonisten aufweist, dem ich noch einige zu lösende Fälle wünsche.



Hier noch der Link zu meiner Rezension des ersten Bandes






Sonntag, 4. Februar 2018

Wolfswut - Andreas Gößling




** Wolfswut **

von 

~~ Andreas Gößling ~


True Crime Thriller
528 Seiten
erschienen
am 12. Januar 2018
im KNAUR TB Verlag




Kurz zur Geschichte
(lt. Verlagsseite)
Ein paar harmlos aussehende Fässer in der Garage ihres verstorbenen Vaters verwandeln das Leben von Lotte Soltau in einen Trümmerhaufen: In den Fässern lagern fünf brutal zerstückelte Frauen, teilweise müssen die Verstümmelungen bei lebendigem Leib zugefügt worden sein. Während Lotte noch versucht zu begreifen, wie ihr Vater, ein geselliger, musisch begabter Mann, zu den Taten eines Serienkillers fähig sein konnte, geschieht ein neuer grausiger Mord, diesmal an einem 16-jährigen Jungen. Und die Tat trägt eindeutig die Handschrift des toten Soltau.



Meine Meinung
Da mir die True-Crime-Trilogie, zusammen geschrieben mit Michael Tsokos,  schon gut gefallen hat, war ich sehr gespannt auf diesen "solo" geschriebenen Thriller des Autors. Zu Beginn konnten mich die Auffindesituationen, das Drumherum des Tatortes und die Vorgehensweise der Ermittler sofort begeistern. Das Grundgerüst dieser Story ist der wahre Fall des Säurefassmörders der auch durch die Presse ging. Auf dieser Grundlage hat Andreas Gößling seine Thrillerstory herumgebaut, ausgeweitet und konstruiert. Doch in der Mitte des Buches etwa hat der Autor mich kurzzeitig "verloren". Ich irrte zwischen vielen Namen und Personen herum, an einigen Stellen wurde mir der Plot zu verwirrend. Einige Gedankengänge der Ermittler, vor allem von Hallstein, waren für mich nicht nachvollziehbar und ihre Handlungen waren mir suspekt. Ihr Kollege, Max Lohmeyer dagegen, gefiel mir menschlich besser. Zartbesaitete LeserInnen sollten lieber die Hände davon lassen, denn es werden schon extremst eklige und widerliche Tatausführungen beschrieben, die einfach unvorstellbar sind. Gut geschrieben sind die Abschnitte wo man in die kranke Gedankenwelt der Personen eintaucht, die sich an dem Leid wehrlos ausgelieferter Menschen ergötzen und befriedigen. Hier hat der Autor wiederum sein Können bewiesen und mich "zurückgeholt" in den Verlauf der Geschichte. Das Ende hingegen ist wieder recht spannend und überraschend ausgefallen, womit ich gar nicht mehr gerechnet hatte. 



Fazit
Alles in allem ein gut unterhaltender True-Crime-Thriller, der meiner Meinung nach einige Länge aufweist und deshalb dem Leser einiges an Durchhaltevermögen abverlangt. 



Meine Lesezeit für dieses Buch

Beginn: Sonntag, 28.01.2018
Ende: Sonntag, 04.02.2018

Sonntag, 28. Januar 2018

Die Namen der Toten - Sarah Bailey




** Die Namen der Toten **

von 

~~ Sarah Bailey ~~



Krimi
Band 1 
Detective Richard Vega
464 Seiten
erschienen
am 09. Januar 2018
im PENGUIN Verlag
(Randomhouse)



Kurz zur Geschichte
(lt. Verlagsseite)
Detective Richard Vega fühlt sich wie in einem schlechten Traum, als nahe der südenglischen Kleinstadt Tunbridge Wells die Leiche eines 15-Jährigen gefunden wird. Denn vor sechs Jahren stand er an derselben Stelle schon einmal über die Leiche eines Teenagers gebeugt, der auf dieselbe Weise getötet wurde. Sitzt der Falsche dafür im Gefängnis? Hat Vega erneut Schuld auf sich geladen? Es wäre nicht der erste Tod, der auf seinem Gewissen lastet. Doch dieses Kapitel seines Lebens versucht er zu vergessen. Bis eines Tages ein Mann vor seiner Tür steht und Antworten fordert.



Meine Meinung
Dieses Buch ist Band 1 der neuen Krimi-Serie von Sarah Bailey. 
Mit Detective Richard Vega hat die Autorin einen nicht alltäglichen Mann aus dem Hut gezaubert. Vega hat eine Vergangenheit hinter sich als Militärgeistlicher, bevor er zur Polizei ging. In seinem aktuellen Job gilt er als knallhart, aber trotz allem kommt auch seine verletzliche Seite zum Vorschein. Im Privatleben, das sich durch das Verhältnis zu seiner Vorgesetzten Rosen ab und zu etwas schwierig gestaltet, ist er aber immer ruhig und besonnen. Bis seine Mitbewohnerin Cherry ihn allein zurücklässt. Die Charakterzüge von Vega sind gar nicht so einfach zu beschreiben und dadurch habe ich endlich mal wieder seit langer Zeit einen Cop erlebt, der "anders ist" und aus der Masse heraus sticht. Beim Lesen denkt man Vega etwas zu durchschauen, aber dann öffnet er wieder eine andere Tür aus seinem Leben und er steht wieder in einem völlig anderen Licht da. Alleine dafür war der Krimi schon lesenswert. Hinzu kommt natürlich noch der spannende Krimi-Plot, wo ich bis zum Ende rätseln konnte, wer nun der oder die Täter waren. Die Autorin legt mehrere falsche Fährten aus, die aber alle hätten gut möglich sein können, um mir dann am Ende doch noch eine andere Lösung auf den Tisch zu knallen. Sarah Bailey´s Schreibstil lässt sich gut lesen, locker, flockig, bildlich und sehr ausdrucksstark.
Einziger, kleiner Minuspunkt: Ich hatte manchmal, durch einige Namensabkürzungen oder das Erwähnen des Vornamens, dann wieder des Nachnamens, Schwierigkeiten bei den Protagonisten. Das könnte vielleicht noch etwas verbessert werden. 



Fazit
Ich hoffe sehr, das der Verlag noch weitere Fälle mit Richard Vega veröffentlichen wird, denn ich würde gerne noch mehr von seinem Privatleben erfahren, wie es mit seiner Beziehung zu Rosen weitergeht und was für spannende Kriminalfälle er noch lösen muss. 



Meine Lese-Zeit für dieses Buch

Beginn: Donnerstag, 25.01.2018
Ende: Sonntag, 28.01.2018

Donnerstag, 25. Januar 2018

Der Schattengarten - Anna Romer




** Der Schattengarten **

von 

~~ Anna Romer ~~



Roman
Familiengeheimnis
510 Seiten
erschienen
am 22. Januar 2018
im GOLDMANN Verlag
(Randomhouse)



Kurz zur Geschichte
(lt.Verlagsseite)
Nach einigen Jahren in London kehrt Lucy Briar wieder nach Melbourne zurück. Sie möchte ein ruhiges Leben führen, doch als ihr Vater Ron einen Unfall hat, holt sie ihre Vergangenheit ein. Lucys Vater bittet sie, in Bitterwood Park, dem mittlerweile halb verfallenen Anwesen der Familie, nach einem alten Fotoalbum zu suchen. Mit Bitterwood verbindet Lucy böse Erinnerungen und düstere Träume, die sie seit ihrer Kindheit quälen. Auf der Suche nach dem Album entdeckt sie schließlich ein schreckliches Geheimnis. Und sie muss sich endlich ihren Dämonen stellen.



Meine Meinung
Ein Roman über ein Familiengeheimnis, welches 60 Jahre nicht gelüftet wurde, wo jeder nur etwas vermutete, aber keiner die Wahrheit kannte.
Schon nach dem Prolog war ich mir sicher, das es eine spannende Geschichte werden wird und das wurde es dann auch. Leider muss ich auch erwähnen, das einige Passagen mir zu detailliert, zu haarklein beschrieben wurden. Trotz allem, hat mir aber der Aufbau und der Hintergrund des Geheimnisses gut gefallen. Auf den meisten Seiten habe ich den Schreibstil von Anna Romer als ausdrucksstark und intensiv erlebt, sie hat mich als Leserin tief in die Seele und die Gedankenwelt der Protagonisten blicken lassen, vor allem Lucy ist in ihrer Gefühlswelt hin und her gerissen. Das Ende ist noch einmal recht dramatisch und tränenreich, aber es klärt sich alles auf und ich bin mit dem Schluss sehr zufrieden. Man sollte Bücher mögen, die in verschiedenen Zeitebenen angesiedelt sind. "Der Schattengarten" hat davon einige zu bieten, man erlebt das Geheimnis vom Ursprung bis in die heutige Zeit, als es endlich gelöst wird. Der Plot beinhaltet Zeitsprünge von 1929, 1931, 1977 und 1993, trotzdem bin ich niemals durcheinander gekommen, denn die Jahreszahlen sind Bestandteil der Kapitelüberschriften. Ganz langsam ergänzen und verbinden sich die einzelnen Erzählungen über die 510 Seiten und vollenden und runden die Geschichte ab. 


Fazit
Ein Familiengeheimnis-Roman der gefühlvoll und teils geheimnisvoll daherkommt. Das Lesen hat mich abtauchen lassen, in die Welt von Lucy und ihrem Großvater. 


Meine Lese-Zeit für dieses Buch
Beginn: Sonntag, 21.01.2018
Ende: Donnerstag, 25.01.2018

Sonntag, 21. Januar 2018

Cold Case-Spurlos - Sandra Hausser




** Cold Case - Spurlos **

von 

~~ Sandra Hausser ~~


Rhein-Main-Krimi
Band 2 mit Hannah Bindhoffer
312 Seiten
erschienen
am 12. Januar 2018
im Verlag MIDNIGHT ULLSTEIN




~ Kurz zur Geschichte ~
(lt.Verlagsseite)
Seit Hannahs neuer Vorgesetzter krank ist, ist nicht viel los im Rüsselsheimer Polizeipräsidium. Deshalb beschäftigen sich die Kommissarin und ihre Kollegen mit einem Cold Case, einem alten Fall, der nie gelöst wurde. Ein Junge ist auf dem Weg zur Schule spurlos verschwunden, einziges Indiz: sein auf einem Spielplatz zurückgelassenes T-Shirt. Dank neuester Technik können die Polizisten nun die DNA-Spuren auf dem Kleidungsstück genauer unter die Lupe nehmen. Sie machen eine erstaunliche Entdeckung. Und plötzlich sind ihre Ermittlungen aktueller und gefährlicher denn je.




~ Meine Meinung ~
Dies ist Band 2 der Rhein-Main-Krimi-Serie mit der Ermittlerin Hannah Bindhoff und ihrem Team aus Rüsselsheim. Dieser und der vorherige Fall sind zwar in sich abgeschlossen, aber um die Zusammenhänge aus dem Privatleben zu verstehen, sollte man vielleicht doch lieber Band 1 *Tod auf leisen Pfoten* gelesen haben. 
Hannah Bindhoffer und ihre Kollegen haben eine Tatflaute in Rüsselsheim, nichts passiert, keiner wird ermordet, keiner überfallen, man könnte fast schon sagen, Rüsselsheim ist brav geworden. Doch so haben sie endlich auch mal Zeit sich um alte, ungeklärte Fälle, sogenannte Cold Cases, zu kümmern. Sie widmen sich dem Fall des 9jährigen Christopher, der 1982 spurlos von einem Spielplatz verschwindet. Dort aufgefunden wird nur sein T-Shirt, welches er an diesem Tag getragen hat. Hannah und ihr Team wälzen Akten, lassen einen DNA-Test machen, den es in den 80er Jahren so noch nicht gab und suchen Zeugen von damals auf. Das dieser alte Fall, dann auch noch seine Bahnen in einen aktuellen Fall von Heute zieht, hat mich dann doch überrascht. Hier blieb ich erst etwas unsicher, aber so nach und nach hat sich das Rätsel gelöst und die Verknüpfungen wurden klarer.
Eines muss ich unbedingt noch erwähnen: Sandra Hausser geht auf die Anmerkungen ihrer LeserInnen ein, denn beim ersten Buch wurde mir der Fall am Ende zu schnell und zu unschlüssig abgehandelt, da hätte etwas mehr Tiefe enthalten sein können. Bei diesem zweiten Krimi ist dies nun der Fall und man taucht ein, in die Welt eines Mannes der seine Phantasie ausleben will. Als ich das Wort "Knabe" las, wusste ich irgendwie gleich, das es in eine schlimme und extrem perverse Richtung gehen wird und so kam es dann auch. Doch die Autorin deutet alles nur an, beschreibt nichts direkt, aber man ahnt sofort was sich widerliches abspielen muss. Hier sind die LeserInnen gefragt, mit dieser Situation umzugehen. Gut gefallen haben mir die Rückblicke in das Jahr 1982, man erlebt praktisch "live" mit, wie das damals alles passieren konnte mit Christopher. Von Beginn an weiß man der wer Täter ist und kennt sein Motiv, doch das hat den Plot für mich irgendwie noch spannender gestaltet. Auch die Einblicke und ein mutiges Geständnis im Bezug auf Hannah Privatleben runden die Geschichte ab. Sandra Hausser hat einen lebendigen und gut zu lesenden Schreibstil. Da ich die Gegend in und um Rüsselsheim selbst gut kenne, war ich beim Lesen irgendwie mit "vor Ort". 




~ Fazit ~
Ein rundum gelungener Krimi, den ich an einem Tag regelrecht "verschlungen" habe. Ein Fall der nicht "spurlos" an mir als Leserin vorbei ging und ich hoffe, auf weitere spannende Fälle aus Rüsselsheim.



~ Link zur Rezension von Band 1 ~



~ Meine Lese-Zeit für dieses Buch ~
Beginn: Samstagmorgen, 20.01.2018
Ende: Samstagabend, 20.01.2018

Samstag, 20. Januar 2018

Und heute fällt der erste Schnee - Tara Riedman




** Und heute fällt der erste Schnee **

von 

~~ Tara Riedman ~~


Roman
264 Seiten
erschienen
am 31. August 2017
bei Books on Demand



Kurz zur Geschichte
(lt. Verlagsseite)
Du magst Buchcafés, Familiengeheimnisse und kitschfreie Liebesgeschichten? Dann bist du hier genau richtig:
Bücher, Musik und Karamellbonbons - mehr braucht die Bloggerin Sam nicht zum Glücklichsein. Doch als ihr Traum von einem Buchcafé plötzlich in greifbare Nähe rückt, wagt sie den Sprung vom schottischen Dorf ins Kölner Stadtleben. Dort stellt sie nicht nur die Umsetzung ihrer Pläne vor unerwartete Herausforderungen, auch die Verwandtschaft macht ihr das Leben schwer: Was hat es mit den geheimnisvollen Briefen auf sich, über die niemand sprechen will? Und wie soll sie bloß die Gefühle für ihren Cousin Marc in den Griff bekommen? Es wird höchste Zeit für ein Weihnachtswunder - und Sam hofft auf den ersten Schnee des Jahres, denn der bringt einen ganz besonderen Zauber mit sich.




Meine Meinung
Was mir als erstes ins Auge fiel ist das wirklich liebevoll gestaltete Cover und wie man aus der Geschichte erfährt, wird es zur Glaskugel eine besondere Verbindung geben. Ich mag das immer sehr, wenn Titel und Cover den Inhalt genau wiederspiegeln.
Das Buch entpuppt sich als Liebes- und Winterroman, aber bei dieser schönen Geschichte ist es egal zu welcher Jahreszeit man sie liest, Hauptsache man liest sie. Die Charaktere sind liebevoll und gut vorstellbar gezeichnet, vor allem Oma Josefine hat es mir angetan. Sie ist es, die ihre "Enkelin" Sam immer wieder bestärkt sich ihren Traum zu erfüllen und Mut zu zeigen es zu wagen. Doch leider stirbt die Oma dann und ihr Testament stellt Sam´s Welt auf den Kopf. Die Menschen in dieser Geschichte ergänzen sich perfekt, sie entwickeln sich weiter und kommen sehr menschlich rüber. Tara Riedman beschreibt die Gefühle und Gedanken sehr real und verständlich. Auch der Humor kommt nicht zu kurz und die Liebesgeschichte ist auf keinen Fall kitschig oder überspitzt dargestellt, das hat mir extrem gut gefallen. Oftmals hat man ja, das es vor Herzschmerz nur so trieft und einiges sehr unrealistisch rüberkommt, aber hier nicht, hier sind diese Abschnitte hervorragend geglückt.
Der Schreibstil ist einfach (was ich aber nicht als negativ auslegen möchte), die Autorin verwendet oftmals kurze Sätze, die aber alles beinhalten, was ich als LeserIn genau in diesem Moment wissen muss und will. Keine ausufernden sinnlosen Beschreibungen, sondern direkt auf den Punkt. So fliegen die Seiten schnell dahin und schon hat man das Buch durchgelesen und landet bei einem Ende, wo man sich als LeserIn seine eigenen Gedanken machen kann. 




Fazit
Wie viele wissen bin ich ja eigentlich eher die Spannungsleserin, aber bei diesem Buch hat mich einfach sofort alles sehr angesprochen und ich wurde in meinem Gefühl bestätigt, das es doch bestimmt ein wunderbares Buch sein wird. Und ja, das ist es, ich kann es jedem nur wärmstens ans Herz legen. Lasst Euch vom Schnee und von Sam´s Geschichte verzaubern.

Donnerstag, 18. Januar 2018

Die Vergessenen - Ellen Sandberg




** Die Vergessenen **

von 

~~ Ellen Sandberg ~~



Roman
509 Seiten
erschienen
am 27. Dezember 2017
im PENGUIN Verlag
(Randomhouse)



Kurz zur Geschichte
(lt. Verlagsseite)
1944. Kathrin Mändler tritt eine Stelle als Krankenschwester an und meint, endlich ihren Platz im Leben gefunden zu haben. Als die junge Frau kurz darauf dem charismatischen Arzt Karl Landmann begegnet, fühlt sie sich unweigerlich zu ihm hingezogen. Zu spät merkt sie, dass Landmanns Arbeit das Leben vieler Menschen bedroht – auch ihr eigenes.

2013. In München lebt ein Mann für besondere Aufträge, Manolis Lefteris. Als er geheimnisvolle Akten aufspüren soll, die sich im Besitz einer alten Dame befinden, hält er das für reine Routine. Er ahnt nicht, dass er im Begriff ist, ein Verbrechen aufzudecken, das Generationen überdauert hat.



Meine Meinung
Mit dem Pseudonym Ellen Sandberg hat sich die Krimi-Autorin Inge Löhnig einen Wunsch erfüllt und zwar diesen Roman zu schreiben. Dem Buch merkt man an, das er der Autorin sehr am Herzen liegt. Diese Geschichte gehört den Menschen nahe gebracht und ist sehr lesenswert.
Die zwei Erzählungen, im Heute und im Damals, fügen sich harmonisch ineinander und haben mich sehr gut unterhalten. Bei den Damals-Abschnitten ist der Inhalt oftmals schwer zu verdauen. Ellen Sandberg/Inge Löhnig findet aber die richtigen Worte ohne zu übertreiben, oder dem Leser schlaflose Nächte zu bereiten. Mit ihrem Schreibstil berührte sie mich beim Lesen, sie erwähnt unbedeutende Kleinigkeiten, die aber keineswegs uninteressant wirken, sondern das Bild bzw. den Blick abrunden. Die Charaktere sind vielschichtig und interessant angelegt, keiner sticht hervor oder wird in den Mittelpunkt gestellt, alle haben ihren Raum bekommen sich zu entfalten und ihre Sichtweise auf die Geschichte zu darzustellen. Sehr berührend und bewegend, aber auch grausam und sprachlos machend, sind die Abschnitte in den Kriegsjahren, als Kathrin Krankenschwester in der Heil- und Pflegeanstalt Winkelberg ist. Beim Lesen spürt man das Leid der Menschen, man kann es sich kaum vorstellen. Einige grausame Details erwähnt die Autorin, aber es bleibt auch genug ungesagt, doch man kann es erahnen. So ernst wie das Buch und sein Hintergrund auch sein mögen, aber am Schluss musste ich auch ein bisschen schmunzeln. Rache und Gerechtigkeit sind bekanntlich ...   



Fazit
Ein wunderbarer Roman der niemanden beim Lesen unberührt lässt und der einige Zeit der Recherche in Anspruch genommen hat, aber es hat sich voll und ganz gelohnt. Der Schreibstil ist toll und vereint viel Gefühl, Mitgefühl, Liebe, Trauer, Hass, Rache und der Suche nach Gerechtigkeit. 
Eine Geschichte die erzählt werden muss, damit die Vergessenen wirklich nicht vergessen werden. 



Weiterer Link zu einer Rezension dieses Buches

Blog: Wie die Luft zum atmen

Danke an Amy J.Brown für diese recht spontane und zwei Frau starke, kleine private Leserunde.
Habe mich gefreut,mich mit Dir austauschen zu können, da die Geschichte doch recht bewegend war.

Sonntag, 14. Januar 2018

Immer wenn Du schläfst - Jaye Ford




** Immer wenn Du schläfst **

von 

~~ Jaye Ford~~



Psycho-Thriller
511 Seiten
erscheint
am 15. Januar 2018
im GOLDMANN Verlag (Randomhouse)




Kurz zur Geschichte
(lt. Verlagsseite)
Nach einem Schicksalsschlag beginnt Carly Townsend ein neues Leben. In der Hoffnung, die schrecklichen Erinnerungen zurückzulassen, zieht die junge Frau in eine andere Stadt und geht wieder zur Uni. Eines Nachts kurz nach ihrem Einzug wacht Carly auf. Sie fühlt sich benommen, blickt in die Dunkelheit – und auf die Silhouette eines Mannes. Panisch tastet sie nach ihrem Handy, da ist der Mann plötzlich verschwunden. Eine Woche später dringt der Fremde erneut in ihre Wohnung ein, und Carly ist ihm schutzlos ausgeliefert. Doch niemand glaubt ihr – die Polizei findet keine Einbruchsspuren, alle Fenster und Türen sind stets verschlossen. Derweil ist sie allein – mit der Angst vor jeder kommenden Nacht.




Meine Meinung
Der Titel ist bei diesem Buch Programm, treffender geht es nicht und man könnte ihn sich auch nicht anders vorstellen.
Auf den ersten Seiten wird man gnadenlos mit der Angst von Carly konfrontiert und man fällt in die Situation hinein, in der sie das erste mal von dieser schwarzen Silhouette in der Nacht besucht wird. Die Spannung ist sofort greifbar und als LeserIn lernt man die Hauptperson von ihrer ängstlichen und verletzlichen Seite kennen. Im weiteren Verlauf bekommt man immer wieder so kleine Häppchen zugeworfen, das Carly in ihrem vorherigen Leben etwas schlimmes erlebt haben muss, für das sie ihr Leben lang die Verantwortung trägt. Doch man wird hingehalten und erst so nach und nach kommt zum Vorschein was damals alles passiert ist und womit Carly immer in Verbindung gebracht wird. Deswegen sollte die neue Wohnung auch ein Neuanfang für sie sein, der sich aber Woche für Woche zu einen Albtraum entwickelt. Durch ihre Vergangenheit und ihren Selbstmordversuch denkt man als LeserIn später auch darüber nach, wenn Carly sich immer mehr in die Besuche des dunklen Schatten hineinsteigert, das sie dies vielleicht alles träumt, das es nicht wahr ist, das sie Aufmerksamkeit will, denn die Polizei findet niemals Anhaltspunkte oder Spuren, wie der Täter in die Wohnung gekommen sein soll. Diese Ungewissheit, ob Carly lügt, hat mich durch den Roman getrieben, da ich endlich wissen wollte, was und vor allem wie dies alles passieren konnte. Neben dem Hauptstrang des Thrillers, entwickelt sich auch eine kleine Liebesgeschichte zu Nate, ihrem Nachbarn, der immer hilfsbereit ist, aber auch durch manche Handlungen in den Fokus als Täter gerät, zumindest meiner Ansicht nach. Irgendwann versucht Carly selbst der Sache auf den Grund zu gehen, wie der Täter in ihre Wohnung gelangen konnte, da die Polizei schon nicht mehr zu ihr kommt und hier wurde es meiner Meinung nach etwas langatmig und ausufernd erzählt. Näher kann ich auf diese Aussage nicht eingehen, da ich ansonsten zu viel verraten würde und die Spannung komplett weg wäre.  



Fazit
Trotz der kleinen Längen in einigen Passagen hat mir der Psycho-Thriller gut gefallen. Der Schreibstil ist klar, schnörkellos und gut zu lesen. 
Ob dies wirklich alles so passierte wie Carly es erzählte, bleibt bis zum Ende hin offen und ungewiss, aber dann hat Jaye Ford noch ein ungewöhnliches Vorgehen eingebaut, das mich doch sehr überraschte.  

Freitag, 12. Januar 2018

Isoliert - Åsa Avdic




** Isoliert **

von

~~ Åsa Avdic ~~



Thriller
303 Seiten
erschienen
am 01. Dezember 2017
im Verlag HARPER COLLINS



Kurz zur Geschichte
(lt. Verlagsseite)
Ein einsames Haus auf einer menschenleeren Insel vor der schwedischen Küste. Sechs Menschen kämpfen um einen Platz im inneren Zirkel der Partei. Doch einer von ihnen ist ein Spion - Anna Francis. Ihre Aufgabe ist es, ihren eigenen Tod zu inszenieren und danach die Testpersonen aus dem Verborgenen zu beobachten und zu bewerten. Doch plötzlich stirbt die einzige Eingeweihte. Und dann der erste Kandidat … Anna steht vor einer einsamen Entscheidung: Aus dem sicheren Versteck den Täter ermitteln oder mit den anderen gegen die Gefahr kämpfen?



Meine Meinung
Cover und Klappentext zusammen haben mich neugierig gemacht, auf diesen schwedischen Thriller. 
Die Geschichte ist im Jahr 2037 angesiedelt und die EU existiert nicht mehr. Der Staat und der Geheimdienst bestimmen das Leben der Bürger. In dieser Zeit hat Anna Francis einen Schreibtischjob beim Ministerium bis ihr eines Tages ein Projekt angeboten wird, welchem sie schon aus einem einzigen Grund zustimmen wird, sie kann soviel Geld auf einen Schlag verdienen wie sie niemals erarbeiten könnte. Unter größter Geheimhaltung wird sie in das RAN-Projekt eingewiesen. Sie soll für dafür die Teilnehmer heimlich beobachten und später einen Bericht über jede Person verfassen, ob diese in Betracht kommt um am RAN-Projekt teilzunehmen. Anna soll zu diesem Auswahlverfahren mit den andere 6 Personen auf die einsame Insel "Isola" in den schwedischen Schären gebracht werden. Doch wie man schon erahnen kann, läuft nichts nach Plan und plötzlich traut keiner keinem mehr. Sobald die Teilnehmer auf der kleinen Insel ankommen, nimmt die Geschichte an Fahrt auf und es entwickelt sich der Thriller, den ich vorher etwas vermisst habe, da man in den ersten Kapiteln ziemlich viel über Anna und ihr Leben zu lesen bekommt. Man sollte als LeserIn keine große Action erwarten, denn ich finde, die Geschichte kommt in einem ruhigen, aber nicht minder spannenden, Stil daher und zum Ende hin wurden einige überraschende Wendungen eingebaut. 
Ganz zu Beginn der Geschichte wird man mit Fakten und Personen konfrontiert, die keine Namen haben, sondern sie werden nur mit ihrem Dienstgrad genannt. Das kam mir etwas kühl und unpersönlich vor, aber nachdem die Geschichte ja 2037 spielt und unter dem Protektorat der kommunistischen Freundschaftsunion steht, passte es wieder. Der Eiserne Vorgang lässt grüßen. 



Fazit
Ein Thriller der mit einem Verlauf daherkommt, den man so schon gelesen oder auch im Fernsehen gesehen hat, aber durch die Abgeschiedenheit auf der Schäreninsel und dem damit begrenzten Raum der Akteure, sind Spannung und Unberechenbarkeit garantiert. 


Das Seelenhaus - Hannah Kent

Roman




** Das Seelenhaus **

von

~~ Hannah Kent ~~


Roman
384 Seiten
erschienen 
am 01. Oktober 2015
im Droemer & Knaur Verlag




Kurz zur Geschichte
(lt. Verlagsseite)
"Sie sagen, ich soll sterben. Sie sagen, ich hätte Männern den Atem gestohlen und jetzt müssten sie mir den meinen stehlen."

Island 1828. Agnes ist eine selbstbewusste und verschlossene Frau. Sie wird als hart ­arbeitende Magd respektiert, was sie denkt und fühlt, behält sie für sich. Als sie des Mordes an zwei Männern angeklagt wird, ist sie allein. Die Zeit bis zur Hinrichtung soll sie auf dem Hof eines Beamten verbringen. Die Familie ist außer sich, eine Mörderin beherbergen zu müssen – bis Agnes Stück um Stück die Geschichte ihres Lebens preisgibt.

Die Tat war grausam: zwei Männer erschlagen, erstochen und verbrannt. Die angeblichen Täter, neben Agnes Magnúsdóttir ein junges Paar, werden zum Tode verurteilt. Vor allem an Agnes will der zuständige Landrat ein Exempel statuieren. 
Scheinbar ungerührt nimmt Agnes das Urteil hin, ebenso wie die Ablehnung der Familie. Erleichtert, dem Kerker entkommen zu sein, kann sie bei der Arbeit manchmal ihr Schicksal vergessen. Vieles hier ist ihr vertraut: die schroffe Landschaft, die ärmliche Torfbehausung, der harsche Ton der Hausherrin. Ihr ganzes Leben war davon bestimmt – bis sie einen Mann kennenlernte und sich nach langer Zeit erlaubte, sich ihre Sehnsucht nach Liebe und Zugehörig­keit einzugestehen. Der Schmerz über seinen Tod, der ihr nun angelastet wird, überlagert alles, auch die Angst vor dem eigenen Tod. Schließlich vertraut sich Agnes einem jungen Vikar an, der sie auf den Weg der Reue und Buße führen soll. Während der langen Gespräche, die die ganze Familie mithört, ist es vor allem 
Margrét, die Hausherrin, die ahnt, dass die offizielle Wahrheit über Agnes vielleicht falsch sein könnte.




~ Meine Meinung ~
Ich musste das Buch bei etwa Seite 200 abbrechen.
Mit der Geschichte bin ich so gar nicht zurecht gekommen. Die Charaktere sind zwar gut angelegt und auch der damaligen Zeit, im Jahre 1828, entsprechend, aber wie schon bei dem anderen Roman der Autorin "Wo drei Flüsse sich kreuzen", den ich auch abgebrochen hatte, kam für mich keine Sogwirkung auf. So nach dem Motto, ich muss unbedingt weiter lesen und wissen was wirklich passierte. Die beeindruckenden Landschaftsbeschreibungen Islands und die gute Recherchearbeit von Hannah Kent machen sich aber schon auf den ersten Seiten bemerkbar und Fans solcher historischer Literatur mögen auch ihre Kosten kommen, aber für mich hat es sich nicht gelohnt.


~ Fazit ~
Dies soll niemanden abschrecken, die Romane dieser Autorin zu lesen, da ihre Bücher viele positive Bewertungen haben. Und meine Meinung spiegelt nur den persönlichen Eindruck wider, den ich beim Lesen empfunden habe.