Sonntag, 28. Januar 2018

Die Namen der Toten - Sarah Bailey




** Die Namen der Toten **

von 

~~ Sarah Bailey ~~



Krimi
Band 1 
Detective Richard Vega
464 Seiten
erschienen
am 09. Januar 2018
im PENGUIN Verlag
(Randomhouse)



Kurz zur Geschichte
(lt. Verlagsseite)
Detective Richard Vega fühlt sich wie in einem schlechten Traum, als nahe der südenglischen Kleinstadt Tunbridge Wells die Leiche eines 15-Jährigen gefunden wird. Denn vor sechs Jahren stand er an derselben Stelle schon einmal über die Leiche eines Teenagers gebeugt, der auf dieselbe Weise getötet wurde. Sitzt der Falsche dafür im Gefängnis? Hat Vega erneut Schuld auf sich geladen? Es wäre nicht der erste Tod, der auf seinem Gewissen lastet. Doch dieses Kapitel seines Lebens versucht er zu vergessen. Bis eines Tages ein Mann vor seiner Tür steht und Antworten fordert.



Meine Meinung
Dieses Buch ist Band 1 der neuen Krimi-Serie von Sarah Bailey. 
Mit Detective Richard Vega hat die Autorin einen nicht alltäglichen Mann aus dem Hut gezaubert. Vega hat eine Vergangenheit hinter sich als Militärgeistlicher, bevor er zur Polizei ging. In seinem aktuellen Job gilt er als knallhart, aber trotz allem kommt auch seine verletzliche Seite zum Vorschein. Im Privatleben, das sich durch das Verhältnis zu seiner Vorgesetzten Rosen ab und zu etwas schwierig gestaltet, ist er aber immer ruhig und besonnen. Bis seine Mitbewohnerin Cherry ihn allein zurücklässt. Die Charakterzüge von Vega sind gar nicht so einfach zu beschreiben und dadurch habe ich endlich mal wieder seit langer Zeit einen Cop erlebt, der "anders ist" und aus der Masse heraus sticht. Beim Lesen denkt man Vega etwas zu durchschauen, aber dann öffnet er wieder eine andere Tür aus seinem Leben und er steht wieder in einem völlig anderen Licht da. Alleine dafür war der Krimi schon lesenswert. Hinzu kommt natürlich noch der spannende Krimi-Plot, wo ich bis zum Ende rätseln konnte, wer nun der oder die Täter waren. Die Autorin legt mehrere falsche Fährten aus, die aber alle hätten gut möglich sein können, um mir dann am Ende doch noch eine andere Lösung auf den Tisch zu knallen. Sarah Bailey´s Schreibstil lässt sich gut lesen, locker, flockig, bildlich und sehr ausdrucksstark.
Einziger, kleiner Minuspunkt: Ich hatte manchmal, durch einige Namensabkürzungen oder das Erwähnen des Vornamens, dann wieder des Nachnamens, Schwierigkeiten bei den Protagonisten. Das könnte vielleicht noch etwas verbessert werden. 



Fazit
Ich hoffe sehr, das der Verlag noch weitere Fälle mit Richard Vega veröffentlichen wird, denn ich würde gerne noch mehr von seinem Privatleben erfahren, wie es mit seiner Beziehung zu Rosen weitergeht und was für spannende Kriminalfälle er noch lösen muss. 



Meine Lese-Zeit für dieses Buch

Beginn: Donnerstag, 25.01.2018
Ende: Sonntag, 28.01.2018

Donnerstag, 25. Januar 2018

Der Schattengarten - Anna Romer




** Der Schattengarten **

von 

~~ Anna Romer ~~



Roman
Familiengeheimnis
510 Seiten
erschienen
am 22. Januar 2018
im GOLDMANN Verlag
(Randomhouse)



Kurz zur Geschichte
(lt.Verlagsseite)
Nach einigen Jahren in London kehrt Lucy Briar wieder nach Melbourne zurück. Sie möchte ein ruhiges Leben führen, doch als ihr Vater Ron einen Unfall hat, holt sie ihre Vergangenheit ein. Lucys Vater bittet sie, in Bitterwood Park, dem mittlerweile halb verfallenen Anwesen der Familie, nach einem alten Fotoalbum zu suchen. Mit Bitterwood verbindet Lucy böse Erinnerungen und düstere Träume, die sie seit ihrer Kindheit quälen. Auf der Suche nach dem Album entdeckt sie schließlich ein schreckliches Geheimnis. Und sie muss sich endlich ihren Dämonen stellen.



Meine Meinung
Ein Roman über ein Familiengeheimnis, welches 60 Jahre nicht gelüftet wurde, wo jeder nur etwas vermutete, aber keiner die Wahrheit kannte.
Schon nach dem Prolog war ich mir sicher, das es eine spannende Geschichte werden wird und das wurde es dann auch. Leider muss ich auch erwähnen, das einige Passagen mir zu detailliert, zu haarklein beschrieben wurden. Trotz allem, hat mir aber der Aufbau und der Hintergrund des Geheimnisses gut gefallen. Auf den meisten Seiten habe ich den Schreibstil von Anna Romer als ausdrucksstark und intensiv erlebt, sie hat mich als Leserin tief in die Seele und die Gedankenwelt der Protagonisten blicken lassen, vor allem Lucy ist in ihrer Gefühlswelt hin und her gerissen. Das Ende ist noch einmal recht dramatisch und tränenreich, aber es klärt sich alles auf und ich bin mit dem Schluss sehr zufrieden. Man sollte Bücher mögen, die in verschiedenen Zeitebenen angesiedelt sind. "Der Schattengarten" hat davon einige zu bieten, man erlebt das Geheimnis vom Ursprung bis in die heutige Zeit, als es endlich gelöst wird. Der Plot beinhaltet Zeitsprünge von 1929, 1931, 1977 und 1993, trotzdem bin ich niemals durcheinander gekommen, denn die Jahreszahlen sind Bestandteil der Kapitelüberschriften. Ganz langsam ergänzen und verbinden sich die einzelnen Erzählungen über die 510 Seiten und vollenden und runden die Geschichte ab. 


Fazit
Ein Familiengeheimnis-Roman der gefühlvoll und teils geheimnisvoll daherkommt. Das Lesen hat mich abtauchen lassen, in die Welt von Lucy und ihrem Großvater. 


Meine Lese-Zeit für dieses Buch
Beginn: Sonntag, 21.01.2018
Ende: Donnerstag, 25.01.2018

Sonntag, 21. Januar 2018

Cold Case-Spurlos - Sandra Hausser




** Cold Case - Spurlos **

von 

~~ Sandra Hausser ~~


Rhein-Main-Krimi
Band 2 mit Hannah Bindhoffer
312 Seiten
erschienen
am 12. Januar 2018
im Verlag MIDNIGHT ULLSTEIN




~ Kurz zur Geschichte ~
(lt.Verlagsseite)
Seit Hannahs neuer Vorgesetzter krank ist, ist nicht viel los im Rüsselsheimer Polizeipräsidium. Deshalb beschäftigen sich die Kommissarin und ihre Kollegen mit einem Cold Case, einem alten Fall, der nie gelöst wurde. Ein Junge ist auf dem Weg zur Schule spurlos verschwunden, einziges Indiz: sein auf einem Spielplatz zurückgelassenes T-Shirt. Dank neuester Technik können die Polizisten nun die DNA-Spuren auf dem Kleidungsstück genauer unter die Lupe nehmen. Sie machen eine erstaunliche Entdeckung. Und plötzlich sind ihre Ermittlungen aktueller und gefährlicher denn je.




~ Meine Meinung ~
Dies ist Band 2 der Rhein-Main-Krimi-Serie mit der Ermittlerin Hannah Bindhoff und ihrem Team aus Rüsselsheim. Dieser und der vorherige Fall sind zwar in sich abgeschlossen, aber um die Zusammenhänge aus dem Privatleben zu verstehen, sollte man vielleicht doch lieber Band 1 *Tod auf leisen Pfoten* gelesen haben. 
Hannah Bindhoffer und ihre Kollegen haben eine Tatflaute in Rüsselsheim, nichts passiert, keiner wird ermordet, keiner überfallen, man könnte fast schon sagen, Rüsselsheim ist brav geworden. Doch so haben sie endlich auch mal Zeit sich um alte, ungeklärte Fälle, sogenannte Cold Cases, zu kümmern. Sie widmen sich dem Fall des 9jährigen Christopher, der 1982 spurlos von einem Spielplatz verschwindet. Dort aufgefunden wird nur sein T-Shirt, welches er an diesem Tag getragen hat. Hannah und ihr Team wälzen Akten, lassen einen DNA-Test machen, den es in den 80er Jahren so noch nicht gab und suchen Zeugen von damals auf. Das dieser alte Fall, dann auch noch seine Bahnen in einen aktuellen Fall von Heute zieht, hat mich dann doch überrascht. Hier blieb ich erst etwas unsicher, aber so nach und nach hat sich das Rätsel gelöst und die Verknüpfungen wurden klarer.
Eines muss ich unbedingt noch erwähnen: Sandra Hausser geht auf die Anmerkungen ihrer LeserInnen ein, denn beim ersten Buch wurde mir der Fall am Ende zu schnell und zu unschlüssig abgehandelt, da hätte etwas mehr Tiefe enthalten sein können. Bei diesem zweiten Krimi ist dies nun der Fall und man taucht ein, in die Welt eines Mannes der seine Phantasie ausleben will. Als ich das Wort "Knabe" las, wusste ich irgendwie gleich, das es in eine schlimme und extrem perverse Richtung gehen wird und so kam es dann auch. Doch die Autorin deutet alles nur an, beschreibt nichts direkt, aber man ahnt sofort was sich widerliches abspielen muss. Hier sind die LeserInnen gefragt, mit dieser Situation umzugehen. Gut gefallen haben mir die Rückblicke in das Jahr 1982, man erlebt praktisch "live" mit, wie das damals alles passieren konnte mit Christopher. Von Beginn an weiß man der wer Täter ist und kennt sein Motiv, doch das hat den Plot für mich irgendwie noch spannender gestaltet. Auch die Einblicke und ein mutiges Geständnis im Bezug auf Hannah Privatleben runden die Geschichte ab. Sandra Hausser hat einen lebendigen und gut zu lesenden Schreibstil. Da ich die Gegend in und um Rüsselsheim selbst gut kenne, war ich beim Lesen irgendwie mit "vor Ort". 




~ Fazit ~
Ein rundum gelungener Krimi, den ich an einem Tag regelrecht "verschlungen" habe. Ein Fall der nicht "spurlos" an mir als Leserin vorbei ging und ich hoffe, auf weitere spannende Fälle aus Rüsselsheim.



~ Link zur Rezension von Band 1 ~



~ Meine Lese-Zeit für dieses Buch ~
Beginn: Samstagmorgen, 20.01.2018
Ende: Samstagabend, 20.01.2018

Samstag, 20. Januar 2018

Und heute fällt der erste Schnee - Tara Riedman




** Und heute fällt der erste Schnee **

von 

~~ Tara Riedman ~~


Roman
264 Seiten
erschienen
am 31. August 2017
bei Books on Demand



Kurz zur Geschichte
(lt. Verlagsseite)
Du magst Buchcafés, Familiengeheimnisse und kitschfreie Liebesgeschichten? Dann bist du hier genau richtig:
Bücher, Musik und Karamellbonbons - mehr braucht die Bloggerin Sam nicht zum Glücklichsein. Doch als ihr Traum von einem Buchcafé plötzlich in greifbare Nähe rückt, wagt sie den Sprung vom schottischen Dorf ins Kölner Stadtleben. Dort stellt sie nicht nur die Umsetzung ihrer Pläne vor unerwartete Herausforderungen, auch die Verwandtschaft macht ihr das Leben schwer: Was hat es mit den geheimnisvollen Briefen auf sich, über die niemand sprechen will? Und wie soll sie bloß die Gefühle für ihren Cousin Marc in den Griff bekommen? Es wird höchste Zeit für ein Weihnachtswunder - und Sam hofft auf den ersten Schnee des Jahres, denn der bringt einen ganz besonderen Zauber mit sich.




Meine Meinung
Was mir als erstes ins Auge fiel ist das wirklich liebevoll gestaltete Cover und wie man aus der Geschichte erfährt, wird es zur Glaskugel eine besondere Verbindung geben. Ich mag das immer sehr, wenn Titel und Cover den Inhalt genau wiederspiegeln.
Das Buch entpuppt sich als Liebes- und Winterroman, aber bei dieser schönen Geschichte ist es egal zu welcher Jahreszeit man sie liest, Hauptsache man liest sie. Die Charaktere sind liebevoll und gut vorstellbar gezeichnet, vor allem Oma Josefine hat es mir angetan. Sie ist es, die ihre "Enkelin" Sam immer wieder bestärkt sich ihren Traum zu erfüllen und Mut zu zeigen es zu wagen. Doch leider stirbt die Oma dann und ihr Testament stellt Sam´s Welt auf den Kopf. Die Menschen in dieser Geschichte ergänzen sich perfekt, sie entwickeln sich weiter und kommen sehr menschlich rüber. Tara Riedman beschreibt die Gefühle und Gedanken sehr real und verständlich. Auch der Humor kommt nicht zu kurz und die Liebesgeschichte ist auf keinen Fall kitschig oder überspitzt dargestellt, das hat mir extrem gut gefallen. Oftmals hat man ja, das es vor Herzschmerz nur so trieft und einiges sehr unrealistisch rüberkommt, aber hier nicht, hier sind diese Abschnitte hervorragend geglückt.
Der Schreibstil ist einfach (was ich aber nicht als negativ auslegen möchte), die Autorin verwendet oftmals kurze Sätze, die aber alles beinhalten, was ich als LeserIn genau in diesem Moment wissen muss und will. Keine ausufernden sinnlosen Beschreibungen, sondern direkt auf den Punkt. So fliegen die Seiten schnell dahin und schon hat man das Buch durchgelesen und landet bei einem Ende, wo man sich als LeserIn seine eigenen Gedanken machen kann. 




Fazit
Wie viele wissen bin ich ja eigentlich eher die Spannungsleserin, aber bei diesem Buch hat mich einfach sofort alles sehr angesprochen und ich wurde in meinem Gefühl bestätigt, das es doch bestimmt ein wunderbares Buch sein wird. Und ja, das ist es, ich kann es jedem nur wärmstens ans Herz legen. Lasst Euch vom Schnee und von Sam´s Geschichte verzaubern.

Donnerstag, 18. Januar 2018

Die Vergessenen - Ellen Sandberg




** Die Vergessenen **

von 

~~ Ellen Sandberg ~~



Roman
509 Seiten
erschienen
am 27. Dezember 2017
im PENGUIN Verlag
(Randomhouse)



Kurz zur Geschichte
(lt. Verlagsseite)
1944. Kathrin Mändler tritt eine Stelle als Krankenschwester an und meint, endlich ihren Platz im Leben gefunden zu haben. Als die junge Frau kurz darauf dem charismatischen Arzt Karl Landmann begegnet, fühlt sie sich unweigerlich zu ihm hingezogen. Zu spät merkt sie, dass Landmanns Arbeit das Leben vieler Menschen bedroht – auch ihr eigenes.

2013. In München lebt ein Mann für besondere Aufträge, Manolis Lefteris. Als er geheimnisvolle Akten aufspüren soll, die sich im Besitz einer alten Dame befinden, hält er das für reine Routine. Er ahnt nicht, dass er im Begriff ist, ein Verbrechen aufzudecken, das Generationen überdauert hat.



Meine Meinung
Mit dem Pseudonym Ellen Sandberg hat sich die Krimi-Autorin Inge Löhnig einen Wunsch erfüllt und zwar diesen Roman zu schreiben. Dem Buch merkt man an, das er der Autorin sehr am Herzen liegt. Diese Geschichte gehört den Menschen nahe gebracht und ist sehr lesenswert.
Die zwei Erzählungen, im Heute und im Damals, fügen sich harmonisch ineinander und haben mich sehr gut unterhalten. Bei den Damals-Abschnitten ist der Inhalt oftmals schwer zu verdauen. Ellen Sandberg/Inge Löhnig findet aber die richtigen Worte ohne zu übertreiben, oder dem Leser schlaflose Nächte zu bereiten. Mit ihrem Schreibstil berührte sie mich beim Lesen, sie erwähnt unbedeutende Kleinigkeiten, die aber keineswegs uninteressant wirken, sondern das Bild bzw. den Blick abrunden. Die Charaktere sind vielschichtig und interessant angelegt, keiner sticht hervor oder wird in den Mittelpunkt gestellt, alle haben ihren Raum bekommen sich zu entfalten und ihre Sichtweise auf die Geschichte zu darzustellen. Sehr berührend und bewegend, aber auch grausam und sprachlos machend, sind die Abschnitte in den Kriegsjahren, als Kathrin Krankenschwester in der Heil- und Pflegeanstalt Winkelberg ist. Beim Lesen spürt man das Leid der Menschen, man kann es sich kaum vorstellen. Einige grausame Details erwähnt die Autorin, aber es bleibt auch genug ungesagt, doch man kann es erahnen. So ernst wie das Buch und sein Hintergrund auch sein mögen, aber am Schluss musste ich auch ein bisschen schmunzeln. Rache und Gerechtigkeit sind bekanntlich ...   



Fazit
Ein wunderbarer Roman der niemanden beim Lesen unberührt lässt und der einige Zeit der Recherche in Anspruch genommen hat, aber es hat sich voll und ganz gelohnt. Der Schreibstil ist toll und vereint viel Gefühl, Mitgefühl, Liebe, Trauer, Hass, Rache und der Suche nach Gerechtigkeit. 
Eine Geschichte die erzählt werden muss, damit die Vergessenen wirklich nicht vergessen werden. 



Weiterer Link zu einer Rezension dieses Buches

Blog: Wie die Luft zum atmen

Danke an Amy J.Brown für diese recht spontane und zwei Frau starke, kleine private Leserunde.
Habe mich gefreut,mich mit Dir austauschen zu können, da die Geschichte doch recht bewegend war.

Sonntag, 14. Januar 2018

Immer wenn Du schläfst - Jaye Ford




** Immer wenn Du schläfst **

von 

~~ Jaye Ford~~



Psycho-Thriller
511 Seiten
erscheint
am 15. Januar 2018
im GOLDMANN Verlag (Randomhouse)




Kurz zur Geschichte
(lt. Verlagsseite)
Nach einem Schicksalsschlag beginnt Carly Townsend ein neues Leben. In der Hoffnung, die schrecklichen Erinnerungen zurückzulassen, zieht die junge Frau in eine andere Stadt und geht wieder zur Uni. Eines Nachts kurz nach ihrem Einzug wacht Carly auf. Sie fühlt sich benommen, blickt in die Dunkelheit – und auf die Silhouette eines Mannes. Panisch tastet sie nach ihrem Handy, da ist der Mann plötzlich verschwunden. Eine Woche später dringt der Fremde erneut in ihre Wohnung ein, und Carly ist ihm schutzlos ausgeliefert. Doch niemand glaubt ihr – die Polizei findet keine Einbruchsspuren, alle Fenster und Türen sind stets verschlossen. Derweil ist sie allein – mit der Angst vor jeder kommenden Nacht.




Meine Meinung
Der Titel ist bei diesem Buch Programm, treffender geht es nicht und man könnte ihn sich auch nicht anders vorstellen.
Auf den ersten Seiten wird man gnadenlos mit der Angst von Carly konfrontiert und man fällt in die Situation hinein, in der sie das erste mal von dieser schwarzen Silhouette in der Nacht besucht wird. Die Spannung ist sofort greifbar und als LeserIn lernt man die Hauptperson von ihrer ängstlichen und verletzlichen Seite kennen. Im weiteren Verlauf bekommt man immer wieder so kleine Häppchen zugeworfen, das Carly in ihrem vorherigen Leben etwas schlimmes erlebt haben muss, für das sie ihr Leben lang die Verantwortung trägt. Doch man wird hingehalten und erst so nach und nach kommt zum Vorschein was damals alles passiert ist und womit Carly immer in Verbindung gebracht wird. Deswegen sollte die neue Wohnung auch ein Neuanfang für sie sein, der sich aber Woche für Woche zu einen Albtraum entwickelt. Durch ihre Vergangenheit und ihren Selbstmordversuch denkt man als LeserIn später auch darüber nach, wenn Carly sich immer mehr in die Besuche des dunklen Schatten hineinsteigert, das sie dies vielleicht alles träumt, das es nicht wahr ist, das sie Aufmerksamkeit will, denn die Polizei findet niemals Anhaltspunkte oder Spuren, wie der Täter in die Wohnung gekommen sein soll. Diese Ungewissheit, ob Carly lügt, hat mich durch den Roman getrieben, da ich endlich wissen wollte, was und vor allem wie dies alles passieren konnte. Neben dem Hauptstrang des Thrillers, entwickelt sich auch eine kleine Liebesgeschichte zu Nate, ihrem Nachbarn, der immer hilfsbereit ist, aber auch durch manche Handlungen in den Fokus als Täter gerät, zumindest meiner Ansicht nach. Irgendwann versucht Carly selbst der Sache auf den Grund zu gehen, wie der Täter in ihre Wohnung gelangen konnte, da die Polizei schon nicht mehr zu ihr kommt und hier wurde es meiner Meinung nach etwas langatmig und ausufernd erzählt. Näher kann ich auf diese Aussage nicht eingehen, da ich ansonsten zu viel verraten würde und die Spannung komplett weg wäre.  



Fazit
Trotz der kleinen Längen in einigen Passagen hat mir der Psycho-Thriller gut gefallen. Der Schreibstil ist klar, schnörkellos und gut zu lesen. 
Ob dies wirklich alles so passierte wie Carly es erzählte, bleibt bis zum Ende hin offen und ungewiss, aber dann hat Jaye Ford noch ein ungewöhnliches Vorgehen eingebaut, das mich doch sehr überraschte.  

Freitag, 12. Januar 2018

Isoliert - Åsa Avdic




** Isoliert **

von

~~ Åsa Avdic ~~



Thriller
303 Seiten
erschienen
am 01. Dezember 2017
im Verlag HARPER COLLINS



Kurz zur Geschichte
(lt. Verlagsseite)
Ein einsames Haus auf einer menschenleeren Insel vor der schwedischen Küste. Sechs Menschen kämpfen um einen Platz im inneren Zirkel der Partei. Doch einer von ihnen ist ein Spion - Anna Francis. Ihre Aufgabe ist es, ihren eigenen Tod zu inszenieren und danach die Testpersonen aus dem Verborgenen zu beobachten und zu bewerten. Doch plötzlich stirbt die einzige Eingeweihte. Und dann der erste Kandidat … Anna steht vor einer einsamen Entscheidung: Aus dem sicheren Versteck den Täter ermitteln oder mit den anderen gegen die Gefahr kämpfen?



Meine Meinung
Cover und Klappentext zusammen haben mich neugierig gemacht, auf diesen schwedischen Thriller. 
Die Geschichte ist im Jahr 2037 angesiedelt und die EU existiert nicht mehr. Der Staat und der Geheimdienst bestimmen das Leben der Bürger. In dieser Zeit hat Anna Francis einen Schreibtischjob beim Ministerium bis ihr eines Tages ein Projekt angeboten wird, welchem sie schon aus einem einzigen Grund zustimmen wird, sie kann soviel Geld auf einen Schlag verdienen wie sie niemals erarbeiten könnte. Unter größter Geheimhaltung wird sie in das RAN-Projekt eingewiesen. Sie soll für dafür die Teilnehmer heimlich beobachten und später einen Bericht über jede Person verfassen, ob diese in Betracht kommt um am RAN-Projekt teilzunehmen. Anna soll zu diesem Auswahlverfahren mit den andere 6 Personen auf die einsame Insel "Isola" in den schwedischen Schären gebracht werden. Doch wie man schon erahnen kann, läuft nichts nach Plan und plötzlich traut keiner keinem mehr. Sobald die Teilnehmer auf der kleinen Insel ankommen, nimmt die Geschichte an Fahrt auf und es entwickelt sich der Thriller, den ich vorher etwas vermisst habe, da man in den ersten Kapiteln ziemlich viel über Anna und ihr Leben zu lesen bekommt. Man sollte als LeserIn keine große Action erwarten, denn ich finde, die Geschichte kommt in einem ruhigen, aber nicht minder spannenden, Stil daher und zum Ende hin wurden einige überraschende Wendungen eingebaut. 
Ganz zu Beginn der Geschichte wird man mit Fakten und Personen konfrontiert, die keine Namen haben, sondern sie werden nur mit ihrem Dienstgrad genannt. Das kam mir etwas kühl und unpersönlich vor, aber nachdem die Geschichte ja 2037 spielt und unter dem Protektorat der kommunistischen Freundschaftsunion steht, passte es wieder. Der Eiserne Vorgang lässt grüßen. 



Fazit
Ein Thriller der mit einem Verlauf daherkommt, den man so schon gelesen oder auch im Fernsehen gesehen hat, aber durch die Abgeschiedenheit auf der Schäreninsel und dem damit begrenzten Raum der Akteure, sind Spannung und Unberechenbarkeit garantiert. 


Das Seelenhaus - Hannah Kent

Roman




** Das Seelenhaus **

von

~~ Hannah Kent ~~


Roman
384 Seiten
erschienen 
am 01. Oktober 2015
im Droemer & Knaur Verlag




Kurz zur Geschichte
(lt. Verlagsseite)
"Sie sagen, ich soll sterben. Sie sagen, ich hätte Männern den Atem gestohlen und jetzt müssten sie mir den meinen stehlen."

Island 1828. Agnes ist eine selbstbewusste und verschlossene Frau. Sie wird als hart ­arbeitende Magd respektiert, was sie denkt und fühlt, behält sie für sich. Als sie des Mordes an zwei Männern angeklagt wird, ist sie allein. Die Zeit bis zur Hinrichtung soll sie auf dem Hof eines Beamten verbringen. Die Familie ist außer sich, eine Mörderin beherbergen zu müssen – bis Agnes Stück um Stück die Geschichte ihres Lebens preisgibt.

Die Tat war grausam: zwei Männer erschlagen, erstochen und verbrannt. Die angeblichen Täter, neben Agnes Magnúsdóttir ein junges Paar, werden zum Tode verurteilt. Vor allem an Agnes will der zuständige Landrat ein Exempel statuieren. 
Scheinbar ungerührt nimmt Agnes das Urteil hin, ebenso wie die Ablehnung der Familie. Erleichtert, dem Kerker entkommen zu sein, kann sie bei der Arbeit manchmal ihr Schicksal vergessen. Vieles hier ist ihr vertraut: die schroffe Landschaft, die ärmliche Torfbehausung, der harsche Ton der Hausherrin. Ihr ganzes Leben war davon bestimmt – bis sie einen Mann kennenlernte und sich nach langer Zeit erlaubte, sich ihre Sehnsucht nach Liebe und Zugehörig­keit einzugestehen. Der Schmerz über seinen Tod, der ihr nun angelastet wird, überlagert alles, auch die Angst vor dem eigenen Tod. Schließlich vertraut sich Agnes einem jungen Vikar an, der sie auf den Weg der Reue und Buße führen soll. Während der langen Gespräche, die die ganze Familie mithört, ist es vor allem 
Margrét, die Hausherrin, die ahnt, dass die offizielle Wahrheit über Agnes vielleicht falsch sein könnte.




~ Meine Meinung ~
Ich musste das Buch bei etwa Seite 200 abbrechen.
Mit der Geschichte bin ich so gar nicht zurecht gekommen. Die Charaktere sind zwar gut angelegt und auch der damaligen Zeit, im Jahre 1828, entsprechend, aber wie schon bei dem anderen Roman der Autorin "Wo drei Flüsse sich kreuzen", den ich auch abgebrochen hatte, kam für mich keine Sogwirkung auf. So nach dem Motto, ich muss unbedingt weiter lesen und wissen was wirklich passierte. Die beeindruckenden Landschaftsbeschreibungen Islands und die gute Recherchearbeit von Hannah Kent machen sich aber schon auf den ersten Seiten bemerkbar und Fans solcher historischer Literatur mögen auch ihre Kosten kommen, aber für mich hat es sich nicht gelohnt.


~ Fazit ~
Dies soll niemanden abschrecken, die Romane dieser Autorin zu lesen, da ihre Bücher viele positive Bewertungen haben. Und meine Meinung spiegelt nur den persönlichen Eindruck wider, den ich beim Lesen empfunden habe. 




Dienstag, 9. Januar 2018

Die Oleanderfrauen - Teresa Simon




** Die Oleanderfrauen **

von

~~ Teresa Simon ~~


 Roman
544 Seiten
erschienen am
09.Januar 2018
im HEYNE Verlag (Randomhouse)


Kurz zur Geschichte
(lt. Verlagsseite)
Hamburg 1936. Die junge Sophie Terhoven, Tochter eines einflussreichen Kaffeebarons, genießt ihr komfortables Leben. Hannes Kröger, der Sohn der Köchin, ist ihr von Kindheit an Freund und Vertrauter. Irgendwann verändern sich ihre Gefühle füreinander, und plötzlich wird ihnen klar, dass sie sich ineinander verliebt haben. Doch Reich und Arm gehören nicht zusammen, und ein dunkles Geheimnis ihrer Eltern, von dem sie bisher nichts wussten, scheint ihre Liebe unmöglich zu machen.


Meine Meinung
Ein Roman, dessen Geschichte die Leser mit auf eine Zeitreise nimmt.
Man schwelgt in Tagebucheinträgen von 1936-1943 und erlebt parallel dazu wie im Jahre 2016 Verbindungen aufgedeckt werden, die zu Beginn der Geschichte unvorstellbar erschienen.
Ich liebe solche Bücher ja sehr, wo man tiefe, beeindruckende, aber auch bedrückende Einblicke in das Leben aus vergangenen Zeiten wirft.

Hamburg in den 1930er Jahren: In diesem Zeitraum nimmt mich Sophie Terhoven an die Hand und ich begleite sie durch ihr Leben. Durch Höhen und Tiefen, durch Liebe und Trauer, durch Glück und Tod. Sie wächst als Tochter eines Kaffeebarons in einer noblen Villa direkt an der Elbe auf. Sie ist verliebt in Hannes, er ist der Sohn der Köchin, und wie man ahnt, ist dies nicht gern gesehen. Doch dann wird Sophie auch noch schwanger von Hannes, doch um der Schande vorzubeugen, wird Sophie bis zur Geburt von Rose-Marie auf die Insel Föhr verbannt. Wie man sich vorstellen kann, wird das Leben von Sophie nicht leichter. Im weiteren Verlauf muss sie einige Tiefschläge einstecken und liebe Menschen verabschieden. Doch Sophie zeigt immer Stärke, oftmals denkt sie mehr an Andere als an sich selbst. Sie bringt sich und Rose-Marie durch die Kriegsjahre, immer mit der Hoffnung verbunden das ihr Hannes unversehrt zurückkehrt.

Hamburg 2016: In den Gegenwartsabschnitten ist Jule Weisbach die Hauptperson. Sie betreibt ein kleines Café in Hamburg das „Strandperlchen“ und hat hier ums Überleben zu kämpfen, denn schon wieder wurde die Miete für ihr Lädchen erhöht. Nebenbei bietet sie den Service „Ich schreib Dir Dein Leben“ an. Hier befasst und recherchiert sie für andere Personen deren Biografie. Durch Zufall lernt sie ihre Kundin Johanna besser kennen und diese hat beim Ausräumen des Dachbodens ihrer verstorbenen Mutter einen Koffer gefunden mit einem Tagebuch. Durch das Lesen dieser Tagebucheinträge verbindet die beiden Frauen immer mehr und es beginnt eine wunderbare Freundschaft, die sie noch viel näher bringen wird, als es jemals zu ahnen ist.

Teresa Simon hat bestens recherchiert und das „Historische Nachwort“ zum Thema Kaffee rundet die Geschichte hervorragend ab. Ich habe mich toll unterhalten gefühlt, die Charaktere sind gut ausgearbeitet, denn genauso hätte es sie auch im echten Leben geben können, egal ob im Damals oder im Heute.



Fazit
Teresa Simon ist ein wundervoller Roman gelungen, in den man abtauchen kann, wo man die Welt um sich herum vergessen kann und wo man mit den Charakteren mitleidet, als würde es sich um die eigene Verwandtschaft handeln. Mit viel Gefühl und fesselnd lässt die Geschichte einen ab der der ersten Seite nicht mehr los. Wieder ein absolutes Buch-Highlight von dieser Autorin. Wer Romane um Familiengeheimnisse gerne liest, wird irgendwann nicht mehr um dieses Buch herumkommen.  



Samstag, 6. Januar 2018

Jonas - Marco Monetha



** Jonas **

von 

~~ Marco Monetha ~~


Thriller
293 Seiten
erschienen im
Dezember 2017
im SCHARDT Verlag



Kurz zur Geschichte
(lt. Verlagsseite)
Jonas steckt fest. In seinem kleinbürgerlichen Leben. In seiner Ehe. Bis zu jener Nacht, als in einem Wald, ganz in der Nähe seines Hauses, ein Mädchen entführt und ein anderes misshandelt zurückgelassen wird. Jonas war dabei, als es geschah, doch er hat es nicht verhindert, sondern nur zugesehen. Damit wendet sich das Blatt für ihn: Aus dem Zeugen wird ein Gejagter. Während eine Sonderkommission nach dem vermissten Mädchen sucht, gerät Jonas in einen Strudel aus psychopathischer Gewalt und Devianz. Er braucht also ein Versteck, einen Plan und Verbündete. Doch wem aus seinem näheren Umfeld kann er trauen, und wer spielt ein falsches Spiel?



Meine Meinung
Endlich, da ist der nächste Thriller von Marco Monetha. Nach „Eric“ konnte ich es gar nicht mehr abwarten, endlich „Jonas“ in den Händen halten und lesen zu können.
Zwei, drei Sätze und schon hatte mich der Autor gepackt und in seine Geschichte gezerrt und er sollte mich nicht mehr loslassen, bis ich endlich das Wort gelesen hatte.
Jonas und Miriam Richter sind verheiratet und leben im Alltagstrott nur noch nebeneinander her. Von seiner Seite aus beschreibt Jonas eindringlich, oftmals fast schon witzig, wie er seine Frau mittlerweile sieht. Das witzig könnte man damit meinen, das dem Einen oder Anderen vielleicht manche Situation oder Erklärung bekannt vorkommt, aus dem eigenen Leben.

Extrem ungewöhnlich finde ich den Vorfall, das Jonas nach einem Streit mit Miriam in den Wald geht und dort hautnah mitbekommt wie die beiden Schwestern Kimberley und Joselyn von zwei Gestalten überfallen werden und diese dann auch noch Joselyn mitnehmen. Kimberley bleibt verletzt zurück. Aber die Täter haben Jonas bemerkt und bedrohen ihn. Vor lauter Panik rennt er weg und meldet diese Tat nicht der Polizei, aus Angst weil die Täter ihn zu kennen scheinen, denn einer erwähnt seine Frau Miriam namentlich, bis auch diese verschwindet. Sebastian, Jonas Bruder ist Anwalt, und seine Freundin Shannon verstecken Jonas in ihrer Stadtwohnung, aber den Beiden habe ich von Beginn an nicht getraut, keine Ahnung warum, ein Gefühl eben. In der Stadt lernt Jonas dann, durch eine zufällige Begegnung, Kuno kennen. Die beiden freunden sich an und Kuno steht Jonas immer zur Seite. Erst traute ich ihm auch nicht über den Weg, aber dann, als er sich selbst in Gefahr begab, ab dann schon.

Dann kommt endlich Buck ins Spiel, den ich im letzten Buch schon sehr schräg und unheimlich fand. In seinem Keller hält er seit fast 10 Jahren Jasmin gefangen. In Rückblicken wird aufgezeigt, wie es bis dahin kommen konnte. Wie Buck Jasmin und ihren damaligen Freund beobachtet hat und wie er dann die finale Entführung vollzogen hat. Man leidet richtig mit, mit Jasmin. Buck findet seine Entführung anscheinend nicht so schlimm, aber er regt sich sehr darüber auf, wie man ein kleines Mädchen, wie Joselyn, entführen und verschleppen kann. Buck sieht keinen Vergleich in seiner und der anderen Tat. Er kann die Tragweite gar nicht richtig einschätzen. Nicht einmal Eric, der Buck´s bester Freund ist, ahnt, das eine junge Frau seit so langer Zeit im extra gebauten Keller unterm Haus lebt.
Dann splittet sich die Geschichte in zwei Erzählstränge, die aber beide zu einem Fall werden.
Das furiose Finale endet in einem oberfiesen Cliffhanger, den ich dem Autor nicht verzeihen kann, im positiven Sinne. Denn nun heißt es wieder warten, warten, warten, auf den dritten Band.


FAZIT
Extrem spannend, fesselnd und gut geschriebener Thriller. Marco Monetha schafft es irgendwie, das ich Buck mag, obwohl er ja diese zwei Seiten hat. Einmal die gütige und einmal die brutale. Das soll nicht gutheißen, das er eine Frau gefangen hält, aber sich solch einen Protagonisten einfallen zu lassen, finde ich klasse.  




~~ Gewinnspiel ~~
Wer gerne ein Print-Exemplar von „Jonas“ gewinnen möchte, kann sein Glück beim Gewinnspiel auf Nisnis Bücherliebe
klick -> Zur Buchverlosung <- klick
versuchen. Der rote und fett hervorgehobene Buchstabe in meinem Text weiter oben ist dafür wichtig.




~ Weitere Rezensionen ~






Montag, 1. Januar 2018

Die Einsamkeit des Todes - Petra Johann




** Die Einsamkeit des Todes **

von 

~~ Petra Johann ~~


Krimi 
512 Seiten
erschienen 
am 16. Oktober 2017 
im Verlag BLANVALET / Randomhouse



Kurz zur Geschichte
(lt. Verlagsseite)
Ausgerechnet auf einer Hochzeit erfährt Max Leitner, dass seine Verlobte Sarah eine Affäre mit seinem Bruder hat. Max löst die Verlobung und wirft Sarah noch in der Nacht aus seiner Wohnung. Zwei Jahre später erhält Max anonyme Botschaften, in denen behauptet wird, er hätte Sarah in jener Nacht getötet. Er forscht selbst nach und stellt fest, dass seine Exverlobte tatsächlich seit der Hochzeit verschwunden scheint. Dann wird in einem Wald im Chiemgau der Koffer gefunden, den Sarah damals mitnahm. Und im selben Wald liegt eine Leiche … 


Meine Meinung
Wie schon der erste Krimi *Schatten der Unschuld* hat mir auch dieses Buch sehr gut gefallen. Petra Johann hat einen wunderbaren, klaren und schnörkellosen Schreibstil, der sich gut und angenehm lesen lässt. Die Charaktere sind klar und nicht zu überzeichnet, aber immerhin so, das man sie sich vorstellen kann. Sehr gut ist ihr diesmal das Brüderpaar Tobi und Max Leitner gelungen, die immer wieder ins Visier der Ermittler geraten und die aber auch immer wieder ihre Unschuld beteuern. Dieses Hin und Her, viele unvorhersehbare Wendungen und Personen mit Aussagen, die plötzlich auftauchen und die Morde wieder in ein ganz anderes Licht rücken, haben mich immer wieder zweifeln lassen und das ist sehr schwer, wo ich im Jahr mehrere Krimis lese und denke, schon alles zu kennen. So konnte mich die Autorin immer wieder in die Irre führen und mich überraschen, doch eine Person war für mich von Anfang an verdächtig. Das Ermittlerteam, allen voran Jenny und Leo, haben mir gut gefallen. So total normal, sie kommen ohne viel Technik und Kram aus, sie sprechen viel, zeigen gegenseitig auf was, wann und wie die Morde passiert sein könnten und bleiben dabei menschlich und tun nicht so, als wären sie die obercoolen Kommissare die alles wüssten. Noch sympathischer wurden sie mir, als sie sogar Fehler in den Ermittlungen eingestehen. Jenny hatte sich zu Beginn ja gleich zu sehr auf eine bestimmte Person als Täter eingeschossen, doch je weiter die Story voranging, umso mehr musste sie erkennen, das sie vielleicht falsch liegen könnte. Ich dagegen hatte schon seit dem öfteren Erscheinen am Rande einer eigentlich unbeteiligten Person den Verdacht, der/die könnte Täter/in sein und siehe da, ich habe anscheinend meinen Beruf als Kommissarin verfehlt, denn mein Verdacht stimmte. 





Fazit
Man sollte allerdings wissen, dass das Buch zu über 90% aus Ermittlungen besteht. Wer das mag und dazu noch einen spannenden Fall, der bis zur letzten Seite alles verspricht, was einen guten Krimi für mich ausmacht, der sollte dieses Buch auf alle Fälle lesen.