Sonntag, 3. April 2016

Per Sander




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©Dome Darko


◦•●◉✿ Über Per ✿◉●•◦
(selbst verfasste Info´s von Per)

»Als Kind war ein sehr spannender Moment für mich, zu verstehen, dass hinter Büchern Menschen stecken. Geschichten fand ich nämlich schon immer toll, und sie selbst zu erzählen noch wesentlich toller. Nach einem Schulpraktikum hatte ich dann das Glück, direkt als freier Mitarbeiter bei einer Lokalredaktion arbeiten zu dürfen – damals war ich gerade 15 Jahre alt. Ich denke, mir hätte nichts Besseres passieren können, denn von den Journalisten dort habe ich all die Basics des Handwerks gelernt, die ich bis heute befolge: Recherchieren, immer neugierig bleiben, immer nachfragen und reflektieren, mit möglichst wenig Worten möglichst viele Informationen vermitteln und vor allem grundsätzlich alles, was man veröffentlicht, doppelt und dreifach überprüfen, sowohl sprachlich als auch inhaltlich. Insgesamt bin ich mehr als 10 Jahre beim Journalismus geblieben – auch parallel zu anderen Nebenjobs, die ich während meines Studiums hatte.
Denn ich mag zwar in meinem offiziellen Lebenslauf ein wenig mit Fiktionalität spielen, aber ich habe wirklich in Düsseldorf Germanistik und Anglistik studiert. Textbezug musste sein, etwas kam für mich nicht infrage. Ich bin auch wirklich 1985 geboren und lebe wirklich mit Frau Rabengut-Kingsley ganz in Rheinnähe – in Krefeld, um genau zu sein, was vermutlich nicht besonders überraschend kommt, da dort ja auch meine Krimis spielen. Eigentlich komme ich aber nicht vom Niederrhein, sondern bin im Ruhrpott geboren und aufgewachsen. »Umme Ecke«, wie der Duisburger sagen würde. Per Sander ist allerdings in der Tat ein Pseudonym.
Jedenfalls war lang die Frage, wie es nach dem Studium weitergeht. Alle Vollzeitjobs, die mich interessiert haben und einen geisteswissenschaftlichen Bezug hatten, waren entweder zeitlich begrenzt oder gleich auf freier Basis. Also haben Frau Rabengut-Kingsley und ich beschlossen, dass wir es also genauso gut direkt als freie Autoren versuchen können, zumal es sowieso das war, was wir immer machen wollten. Nach dem Magister-Abschluss haben wir uns dann einen Job im Einzelhandel gesucht, den Strauß voller Nebenjobs aufgeben und uns vorgenommen, es in spätestens zwei Jahren irgendwie zu schaffen, mit fiktionalen Texten unseren Lebensunterhalt zu verdienen. Es waren viele lange Tage und kurze Nächte, aber zum Glück ist unser Plan schon nach anderthalb Jahren aufgegangen.«



Danke an Per, das Du mir einen Lebenslauf verfasst hast, mit Sachen die ich so noch gar nicht wusste und auch für die Bereitstellung des Bildes.
 (so cool habe ich mir schon immer einen Krimi-Autor vorgestellt) 


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 ◦•●◉✿ Interview mit Per
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 Was fasziniert Dich an dem Genre Krimi? Da Du ja gerne recherchierst, hätten es ja auch dicke historische Schmöker werden können. 
Sehr gute Frage. Recherchieren macht mir zwar Spaß, aber so viel Spaß, dass ich historische Romane schreiben könnte, macht es mir auch wieder nicht. ;)
Am Krimi-Genre liebe ich die klare Struktur. Zumindest bei der Form des Whodunits, die ich mit den Stories um Knüppel und Arndt schreibe, ist das Ende schon vorgegeben: Der Mörder wird gefasst. Das nimmt mir eine Menge Druck beim Schreiben. Ich kann nämlich sowieso nicht anfangen, bevor ich nicht weiß, wo und wie eine Geschichte enden soll.


Wie kommt der Recherche-Kontakt zur Polizei zustande? Ruft man da einfach an und sagt, ich möchte Krimi-Autor werden, könnten Sie mir helfen?
Streng genommen habe ich genau das gemacht – allerdings habe ich eine E-Mail geschrieben, weil ich nur ungern telefoniere, wenn es nicht wirklich sein muss. Ich denke, das Wichtigste ist einfach, professionell und freundlich zu wirken und konkrete Fragen zu stellen. Herrn Kniely von der Polizei Krefeld habe ich beispielsweise einfach geschrieben, dass ich an einem Krimi arbeite und Hilfe bei den Dienststrukturen und den Fakten zur Ermittlungsarbeit der Polizei brauche. Daraufhin haben wir einen Termin ausgemacht und ganz entspannt miteinander gesprochen.
Falls man mit sich hadert, hilft es vielleicht, sich in Erinnerung zu rufen, dass Pressestellen immerhin dazu da sind, die Öffentlichkeit mit Informationen zu versorgen, sowohl bei der Polizei als auch woanders. Also keine Scheu, Pressesprecher beißen nicht.


Wie lang ist die Zeitspanne von der Idee einer Story bis das Buch endgültig beim Leser ankommt?
Die ersten Notizen zu »Todeswerk« habe ich etwa anderthalb Jahre gemacht, bevor ich überhaupt angefangen habe, ernsthaft an dem Roman zu arbeiten. Für das reine Schreiben der Erstfassung brauche ich meistens ungefähr zwei Monate, aber danach dauert’s immer nochmal ein bisschen, bis ich vollkommen zufrieden bin und den Text schließlich zur Korrektur gebe.
An »Keine Leiche, kein Problem« sitze ich ebenfalls schon ca. ein Jahr, habe aber die Arbeit daran eine Zeit lang unterbrochen, weil ich mit »Giftgold« erst einmal nachlegen wollte.


Wie wäre es mit Günther I. als Detektiv? Gibt es schon Igel-Krimis? Ich glaube nicht.
Lustig, dass du das ansprichst, denn ich habe erst vor Kurzem mit meiner Frau darüber geredet, ob das möglicherweise witziges Spin-Off der K&A-Krimis wäre. Allerdings gibt es schon Schaf-Krimis (»Glennkill« von Leonie Swann), Hunde-Ermittler (Die Franza-und-Flipper-Serie von Shirley Michaela Seul, »Zum wilden Eck« von Fritzi Sommer und noch viele mehr) und sogar Erdmännchen-Detektive (Ray und Rufus von Moritz Matthies) – da weiß ich wirklich nicht, ob die Welt unbedingt noch einen Igel-Krimi braucht.


Welche Musik hörst Du privat gerne?
Punk-Rock, vor allem Pop-Punk, aber auch Folk, Alternative, Hardcore und Metal in allen Variationen. Wenn Gitarren dabei sind, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass ich es mag. Ein paar meiner absoluten Lieblingskünstler sind Alkaline Trio, The Wonder Years, Frank Turner, Thrice, Architects, The Ocean, Darkest Hour und Danko Jones.
Natürlich wächst meine Musiksammlung aber stetig. 2015 haben mich zum Beispiel Northlane, Periphery, TesseracT, Soilwork, Ice Nine Kills, Creeper und Dead Lord extrem mit ihren neuen Platten beeindruckt.


Welches ist Dein liebstes Reiseziel?
Ich liebe Las Vegas, was eigentlich bescheuert ist, weil ich weder ein großer Fan von Wüstenklima noch von Langstreckenflügen bin. Doch Vegas hat einfach eine Atmosphäre wie keine andere Stadt – vollkommen überdreht und trotzdem maßlos entspannt. Eigentlich fühle ich mich aber wirklich wohler, wo es etwas kühler ist, vor allem in England und Skandinavien.
Es gibt allerdings noch jede Menge Orte, zu denen ich mich noch nicht äußern kann und die ich unbedingt noch besuchen will, z.B. Kanada, Island und Japan.

Du hast ein paar ganz dezente Tattoo´s.  Haben alle eine bestimmte Bedeutung, oder sind sie in einer bestimmten Lebenssituation entstanden, oder sogar einfach nur *just for fun*, weil es *in* ist und gut ausschaut?
Grundsätzlich bin ich nicht unbedingt begeistert davon, Tätowierungen zu viel Bedeutung zuzusprechen, die über die Grundaussage des entsprechenden Motivs hinausgeht – zumal die klassischen Motive der westlichen und östlichen Tätowiertradition bereits symbolträchtig genug sind. Und letztendlich ist es, wenn man jetzt nicht gerade zur japanischen oder russischen Mafia gehört, nur Tinte in der Haut. Natürlich gibt es immer noch ein gewisses soziales Stigma gegenüber großflächig Tätowierten und ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass es für mich persönlich nicht unter anderem ein wenig den Reiz ausmacht, so auszusehen, wie ich eben aussehe. Ich mache mir zum Beispiel einen großen Spaß daraus, besonders höflich zu Menschen zu sein, denen meine Tattoos offensichtlich ganz und gar nicht geheuer sind.
Jedenfalls fand ich Tattoos schon als Kind faszinierend. Ich hatte mehrere Bücher über Seefahrer, und diese derben Kerle mit ihren riesigen Segelschiffen und Meerjungfrauen auf den Oberkörpern und Schweinen und Hähnen auf den Beinen konnte ich mir stundenlang angucken. Komplett um mich geschehen war es dann nach »From Dusk Till Dawn«, den ich das erste Mal mit 14 Jahren gesehen habe. George Clooneys aufgemaltes Tribal ist dafür verantwortlich, dass ich unbedingt einen kompletten Arm wollte, der bis zum Hals hochreicht. :D Den Arm habe ich dann mit 21 Jahren lückenlos tätowieren lassen (allerdings New-Traditional-Motive und kein Tribal), dann aber erst einmal mit dem Rest des Körpers weitergemacht. Finger, Hände und Hals kamen erst mit 30 dazu, also knapp vor einem Jahr, denn erst zu diesem Zeitpunkt war ich absolut sicher, dass ich ausschließlich mit kreativer Arbeit Geld verdienen würde, außerdem hatte ich so gut wie keine anderen Stellen mehr frei.
Vermutlich bedeuten Tattoos also neben dem bloßen Spaß an den Motiven für mich hauptsächlich, dass ich mich beim Schreiben noch mehr reinknien muss, weil das mit mir und der Bank-Karriere nichts mehr gibt. ;)


Welchen Traum als Autor möchtest Du Dir noch erfüllen?
Auf jeden Fall will ich noch ein Drehbuch schreiben – allerdings nicht unbedingt für eine filmische Umsetzung meiner eigenen Romane, denn das sollte wahrscheinlich lieber jemand machen, der etwas mehr Distanz zu den Texten hat als ich.
Und da ich ein alter Seriensüchtling bin, wäre ich überglücklich, wenn ich die Filmrechte an »Keine Leiche, kein Problem« verkaufen könnte und eine TV-Serie aus dem Material wird. 


Welchen Traum möchtest Du Dir als Per, ganz privat, noch erfüllen?
Weiterhin viel reisen.


Was dürfen Deine Leser/innen demnächst erwarten? 
Die erste Staffel (in Romanlänge) von »Keine Leiche, kein Problem«, in er es nicht um Knüppel und Arndt, sondern um Nergiz und Patrick geht. Beide sind nicht unbedingt die größten Glückspilze aller Zeiten – und dann fangen sie auch noch unfreiwillig an, Leichen für Ruhrpott-Kriminelle zu entsorgen, worin sie viel besser sind, als sie eigentlich sein wollen. Dreh- und Angelpunkt der Story ist die Vulkanstraße in Duisburg, die mich schon immer fasziniert hat, weil auf so wenig Raum regelmäßig so viel passiert.
Danach kommt der dritte Knüppel-und-Arndt-Krimi, dann wieder »Keine Leiche, kein Problem«, und dann geht’s abwechselnd so weiter, bis ich durch bin mit KLKP, was bei Staffel 5 oder 6 der Fall sein sollte – zumindest ist das der Plan für die nächsten Jahre. Mal sehen, ob es dabei bleibt.

Zum Abschluss darfst Du noch schreiben, was Du möchtest. :-)
Danke für deine Fragen. :)


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.•*´¨`*•.¸ Per´s Bücher ¸.•*´¨`*•


Krimi-Reihe mit dem Hauptkommissar Knüppel und dem Kunsthistoriker Arndt

Band 1
*Todeswerk*
erschienen am 11.August 2015
Klappentext lt.amazon.de
Knüppel ist Hauptkommissar für Todesermittlung bei der Polizei Krefeld. Arndt ist Kunsthistoriker – irgendwie zumindest. Nicht unbedingt die gleiche Richtung im Leben. Dann aber stehen Knüppel und sein Team vor einer Leiche, die im teuren Teil der Stadt in einer Harfe drapiert wurde. Nackt. Mit einer Flöte im Hintern. 
Auf einmal wissen die Ermittler nicht, wo sie mit dem Ermitteln anfangen sollen. Bis Arndt im Präsidium auftaucht. Denn er hat per E-Mail ein Bild des Toten geschickt bekommen und das alles schon einmal gesehen: In Gemälden des spätmittelalterlichen Malers Hieronymus Bosch.



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Band 2
*Giftgold*
erschienen am 18.Februar 2016
Klappentext lt.amazon.de
 Knüppel findet, ein Kommissar sollte keinen Smoking tragen müssen, doch er begleitet Antiquitätenhändlerin Lena Mangold auf die größte Krefelder Hochzeit seit Langem – und da passt Outdoor-Kleidung eben nicht so gut. Arndt meidet solche Veranstaltungen grundsätzlich, weil sich seine Eltern dort herumtreiben, aber Polizeidirektorin Iris Tietgen will nun einmal nicht allein gehen. Die frisch Verheirateten sind Jakob und Cecilia Hegel, geborene Koch. Sie ist Leiterin der wohltätigen Organisation »Transparent«, er einflussreicher konservativer Politiker. Eigentlich ist es eine schöne Feier, findet sogar Knüppel – bis die Braut beim Eröffnungstanz tot zusammenbricht. Alles deutet darauf hin, dass sie vergiftet wurde, und leider mangelt es bei der Vielzahl von Gästen nicht an Verdächtigen.

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Der unheimlichste Fall für Knüppel und Arndt
*Hexenzunge*
erschienen am 25.Juli 2015
(nur als Ebook)
Klappentext lt.amazon.de 
Knüppel liebt den Herbst, aber Halloween nicht. Arndt ist Halloween egal, doch er verabscheut mieses Wetter. Jetzt sitzen sie in einem abgelegenen Gasthaus fest, weil ein heftiger Sturm tobt. Wenigstens gibt es Bier. Das freut den Kommissar, hebt Arndts Stimmung allerdings nur geringfügig. Damit der Kunsthistoriker ihm nicht zu sehr auf die Nerven geht, erzählt Knüppel von seinem bisher unheimlichsten Fall: Einer fehlgeschlagenen Hexenverbrennung auf einem Krefelder Friedhof, ausgerechnet in der Nacht zu Halloween.

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Sehr zu empfehlen ist auch die Homepage von Per, hier der Link:

Per Sander

( Bitte auf den Namen klicken, dann kommt ihr zur Homepage )



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